Chronik des 11. Septembers 2001 | http://www.wissen.de/thema/chronik-des-11-septembers-2001
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THEMEN

Chronik des 11. Septembers 2001

Die Flugzeugentführungen

Die Terroranschläge in New York und Washington am 11. September 2001 verbreiteten weltweit lähmendes Ensetzen. Die Tragödie begann frühmorgens auf den Flughäfen von Boston, Newark (New Jersey) und Dulles Airport/Washington.

Um 7.58 Uhr startet United Airlines-Flug Nr. 175 (UA175) mit 65 Insassen an Bord von Boston nach Los Angeles. Von einer anderen Rollbahn hebt um 7.59 Uhr der American Airlines-Flug Nr. 11 (AA11) von Boston nach Los Angeles ab. An Bord sind 81 Passagiere und elf Besatzungsmitglieder. In Newark startet um 8.01 Uhr Flugkapitän Jason Dahl mit United Airlines-Flug Nr. 93 (UA 93) und 37 Passagieren sowie sieben Männern und Frauen vom Cockpit- und Kabinenpersonal nach San Francisco. 8.10 Uhr Dulles International Airport Washington: Flugkapitän Charles Burlingame hebt mit American Airlines-Flug Nr. 77 (AA 77) und 64 Insassen ebenfalls nach Los Angeles ab. Alles scheint nach normalen Linienflügen auszusehen.

Was die Weltöffentlichkeit zu diesem Zeitpunkt noch nicht weiß: In allen Maschinen sitzen Angehörige eines Terrorkommandos, insgesamt 19 Personen. Nach späteren Ermittlungen des FBI traf sich die Führungscrew des Kommandos am 13. August in Las Vegas, höchstwahrscheinlich um die letzten Einzelheiten der Aktion festzulegen. Dabei handelte es sich um fünf Personen:

Mohammed Atta; Sohn eines ägyptischen Rechtsanwaltes, der jahrelang in Hamburg lebte und Stadtplanung studierte; seine Diplomarbeit über einen Altstadtbezirk Aleppos wurde mit der Note 1,7 beurteilt.

Marwan Al Shehhi; der beste Freund von Atta, stammt aus den Vereinigten Arabischen Emiraten, lebte 1996 vorübergehend in Bonn, studierte dann in Hamburg Elektro- und Schiffbautechnik.

Ziad Samir Jarrah; libanesischer Herkunft; studierte in Greifswald und Hamburg Flugzeugbau; unterhielt eine Beziehung zu einer türkischen Kommilitonin, die er regelmäßig in Bochum besuchte.

Nawaf Alhazmi; besaß einen saudi-arabischen Pass und wohnte jahrelang im kalifornischen San Diego.

Hani Hanjour; kam als erster der Terroristen in die Vereinigten Staaten; lebte abwechselnd in San Diego und in Scottsdale (Arizona).

Am 2. Mai 2000 hatte Atta beim US-amerikanischen Generalkonsulat in Hamburg ein Visum abgeholt. Als Begründung gab er an, er wolle sich nach abgeschlossenem Studium in den USA zum Piloten ausbilden lassen. Auch Marwan Al Shehhi und Ziad Samir Jarrah reisten in die USA. Bei Huffman Aviation in Venice/Florida lernten sie das Fliegen. Nach einer fünfmonatigen Ausbildung konnten Atta und Al Shehhi einmotorige und kleine zweimotorige Maschinen steuern. Im Anschluss nahmen sie noch Trainingsstunden in einem Flugsimulator, der einem Boeing-727Cockpit glich. Ziad Samir Jarrah machte zur gleichen Zeit in einer anderen Flugschule in Florida seinen Pilotenschein. In Arizona und Kalifornien lernten Hani Hanjour und Nawaf Alhazmi das Fliegen.

Im Frühjahr und Sommer 2001 reisten die übrigen 14 Flugzeugentführer in die USA ein. Die meisten kamen aus Saudi-Arabien.

Im American Airlines-Flug Nr. 11 sitzen Mohammed Atta, Waleed Alshehri, Satam Al Suqami, Wail Alshehri und Abdulaziz Alomari. Das Todeskommando im United Airlines-Flug 175 besteht aus Marwan Al Shehi, Fayez Rashid Ahmed Hassan Al Qadi Banihammad, Ahmed Alghamdi, Hamza Alghamdi und Mohand Alshehri. Die fünf Entführer in der Boeing 757 des American Airlines-Flug 77 nach Los Angeles sind Hani Hanjour, Nawaf Ahazmi, Majed Moqed, Khalid Almihdhar und Salem Alhazmi. Ziad Samir Jarrah, Ahmed Alnami, Saeed Alghamdi und Ahmad Ibrahim Al Hazwani starten um 8.01 Uhr mit United Airlines-Flug 93. Die Terroristen konnten Messer und scharfe Teppichschneider durch die Sicherheitskontrollen schmuggeln. Nach kurzer Zeit haben die vier Maschinen ihre Reisehöhe erreicht. Die vier Todeskommandos greifen zu den Waffen und stürmen Richtung Cockpit.

  1. Die Flugzeugentführungen
  2. Angriff auf die Twin Towers
  3. Ziel Pentagon
  4. Heldentat der Passagiere
  5. Sofortmaßnahmen
  6. Eine Bilanz des Schreckens

Bibliografie:

  • Stefan Aust, Cordt Schnibben (Hrsg.), 11. September. Geschichte eines Terrorangriffs. Stuttgart 2002
  • Andreas von Bülow, Die CIA und der 11. September. München 2004
  • Chronik aktuell-Der 11. September 2001. Gütersloh 2001
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