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THEMEN

Chronologie der Wirtschaft im 20. und 21. Jahrhundert

Chronologie der Wirtschaft im 20. und 21. Jahrhundert

DatenGeschehen
1903Internationale Währungskonferenz in Berlin: Beschluss eines festen Währungsverhältnisses zwischen den Silber- und den Goldwährungsländern.
1927Erste Weltwirtschaftskonferenz der Geschichte in Genf.
1929Börsensturz in New York am 24. Oktober, dem „Black Thursday". (schwarzer Donnerstag). In Europa fogte der "schwarze Freitag ; Beginn der Weltwirtschaftskrise.
1930Weltwirtschaftskonferenz in Genf kann sich nicht auf verbindliche Regelungen für den Welthandel einigen.
1932Die skandinavischen Länder, Belgien und Holland unterzeichnen eine Vereinbarung über wirtschaftliche Zusammenarbeit.
1933Roosevelt führt in den USA die Politik des "New Deals" ein. Die Weltwirtschaftskonferenz in London kann über Fragen der Währungsstabilisierung keine Einigung erzielen.
1944Auf der Konferenz von Bretton Woods beschließen die 44 Teilnehmerstaaten die Errichtung der Weltbank und des Internationalen Währungsfonds sowie eine Neuordnung der Weltwirtschaft.
1945Der Internationale Währungsfonds nimmt seine Arbeit auf.
1946Die Weltbank nimmt ihre Tätigkeit auf.
1947Mit dem Marshall-Plan verkünden die USA ein wirtschaftliches Hilfsprogramm für Europa. Unterzeichnung des General Agreement on Tariffs and Trade - GATT (Allgemeines Zoll- und Handelsabkommen).
1948Einführung der Zollunion der Beneluxstaaten. Gründung der OEEC (Organisation für europäische wirtschaftliche Zusammenarbeit). Währungsreform in Deutschland.
1949Gründung des Rats für gegenseitige Wirtschaftshilfe (COMECON) der Ostblockstaaten Sowjetunion, Bulgarien, Polen, Ungarn, Rumänien und Tschechoslowakei.
1952Vertrag über die EGKS (Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl).
1957Unterzeichnung der Römischen Verträge zur Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) und der Europäischen Atomgemeinschaft (EURATOM), die beide 1958 in Kraft treten.
1960Sieben nicht an der EWG beteiligte westeuropäische Staaten gründen die EFTA (Europäische Freihandelszone). Gründung der OPEC (Organisation Erdöl exportierender Länder). Gründung der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), hervorgegangen aus der OEEC.
1961Die Errichtung des Zentralamerikanischen Gemeinsamen Marktes (LAFTA) tritt in Kraft.
1965Unterzeichnung des EG-Fusionsvertrages.
1967Die EWG wird zusammen mit der EGKS und EURATOM integrierter Bestandteil der Europäischen Gemeinschaft (EG). Gründung der Organisation der Vereinten Nationen für industrielle Entwicklung (UNIDO).
1968Gründung der Organisation der arabischen Erdölexportländer (OAPEC).
1969 Wirtschaftszusammenschluss lateinamerikanischer Staaten zum Andenpakt.
1972Die EG-Staaten führen die so genannte Währungsschlange ein, ein Wechselkurssystem mit geringer Schwankungsbreite.
1973Großbritannien, Irland und Dänemark treten der EG bei. Öl-Krise: Die Organisation Erdöl exportierender Länder erhöht die Ölpreise im Verlauf des Jahres drastisch, womit die größte Rezession seit der Weltwirtschaftskrise ausgelöst wird. Gründung der Wirtschaftsgemeinschaft Karibischer Gemeinsamer Markt (CARICOM). Freihandelsabkommen zwischen EG und EFTA tritt in Kraft. Sechs EG-Mitgliedstaaten lassen bei festen Wechselkursen untereinander die Währungen gegenüber Drittwährungen (Dollar) floaten.
1975In Lomé unterzeichnen EG und die 46 AKP-Staaten (Länder im afrikanischen, karibischen und pazifischen Raum) ein Abkommen über Handel, technische und finanzielle Zusammenarbeit (Lomé I). Erstes G7-Treffen mit den Teilnehmern USA, Bundesrepublik Deutschland, Japan, Frankreich, Großbritannien, Italien, Kanada.
1976China lockert seine Planwirtschaft.
1978Die Arbeitslosigkeit nimmt weltweit dramatisch zu.
1979Das Europäisches Währungssystem (EWS) tritt in Kraft. In Lomé wird das Lomé II-Abkommen zwischen der EG und nunmehr 58 AKP-Staaten unterzeichnet. Eine zweite drastische Ölpreiserhöhung um rund 50 % führt besonders in den USA und Großbritannien zu wirtschaftlicher Stagnation.
1981Mit dem Beitritt Griechenlands als zehntem EG-Mitglied wird die Süderweiterung der EG eingeleitet.
1982Schwerste Rezession seit 1945 weltweit: die Arbeitslosigkeit steigt in den USA auf rund 10 % (in der Bundesrepublik Deutschland auf 7,5 %).
1984Die EG und mittlerweile 65 AKP-Staaten unterzeichnen das Lomé III-Abkommen.
1986 Spanien und Portugal treten der EG bei. Infolge einer Änderung der Marktstrategie der OPEC-Staaten kommt es zu einem Preissturz für Erdöl. Die EG-Mitgliedstaaten unterzeichnen die Einheitliche Europäische Akte zur Herstellung eines Europäischen Binnenmarktes.
1987"Schwarzer Montag" am New Yorker Aktienmarkt (19.10.) mit starken Kurseinbrüchen an den Weltbörsen. Weltweite Krise in der Stahlproduktion kostet Zehntausende von Arbeitsplätzen. Die zwölf EG-Staaten einigen sich in Brüssel auf eine Agrarreform.
1989Nach dem Zusammenbruch des kommunistischen Ostblocks kommt es zu einer Hyperinflation in den osteuropäischen Staaten. Die EG und 68 AKP-Staaten unterzeichnen das Lomé IV-Abkommen. Gründung des Wirtschaftsbündnisses APEC (Asiatisch-pazifische wirtschaftliche Zusammenarbeit).
1990Als Folge der deutschen Wiedervereinigung und der damit eskalierenden Kosten gerät die Deutsche Mark auf den Finanzmärkten unter Druck. In den USA, Frankreich und Großbritannien endet eine Phase wirtschaftlicher Prosperität. In der EG tritt die erste Stufe der Wirtschafts- und Währungsunion (Wechselkursverbund) in Kraft.
1991Der Rat für gegenseitige Wirtschaftshilfe (COMECON) löst sich auf.
1992Mit der Angleichung von nationalem mit EG-Recht ist der Europäische Binnenmarkt verwirklicht. Kanada, USA und Mexiko unterzeichnen Übereinkunft über eine nordamerikanische Freihandelszone (NAFTA).
1993Der Maastrichter Vertrag (1992) über die Europäische Union (EU) tritt in Kraft.
1994Mit dem Freihandelsabkommen zwischen EG und EFTA tritt der Europäische Wirtschaftsraum (EWR) in Kraft. Die Welthandelsorganisation (World Trade Organization - WTO) löst das GATT ab.
1997Arbeitslosigkeit erreicht Rekordniveau in Europa: in Deutschland sind 4,3 Millionen Menschen arbeitslos.
1999Eintritt in die dritte Stufe der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion mit einem festen Wechselkursverhältnis unter den Teilnehmerstaaten.
2002Einführung des Euro als einzig gültiges Bargeld in den Teilnehmerstaaten der Wirtschafts- und Währungsunion.
200410 weitere Staaten treten der Europäischen Union bei. Die EU hat damit insgesamt 25 Mitglieder.
2007Mit Beginn des Jahres sind Bulgarien und Rumänien der Europäischen Union beigetreten, die damit 27 Mitglieder umfasst.
2008Der Bankrott der Bank Lehman Brothers beschleunigt die durch die US-Immobilien- und Subprime-Krise ausgelöste Talfahrt der Weltwirtschaft.
2010Die Anzahl der OECD-Mitgliedsländer liegt bei 34. Chile, Slowenien, Israel und Estland traten der Organisation als bislang letzte Mitglieder im Jahr 2010 bei.
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