Commedia dell'arte
Kurzeinführung
Die Commedia dell'arte ist die klassische Variante des Stegreifspiels mit Halbmasken. Hervorgegangen aus den Lustspielen des römischen Dichters Plautus, spätrömischen Possen und den satirischen Reden der Marktschreier erlebte die Commedia dell'arte von der Mitte des 16. bis in die Mitte des 18. Jahrhunderts in Italien eine lange Blütezeit. Aufführungen fanden sowohl unter freiem Himmel als auch in geschlossenen Theatergebäuden statt. Besondere Merkmale sind die Festlegung der Charaktere auf archetypische Figuren und die Verhöhnung der gehobeneren Stände. Der Dramatiker Carlo Goldoni wurde mit Komödien wie "Diener zweier Herren" oder "Mirandolina" Vollender wie auch Überwinder der Commedia dell'arte. Ihr Grundmuster überlebte bis heute in den Unterhaltungsformen von Theater, Film und Fernsehen.
Bibliografie:
- Henning Mehnert: Commedia dell’arte. Struktur, Geschichte, Rezeption, Stuttgart 2003
- Hartmut Scheible: Carlo Goldoni, Reinbek bei Hamburg 1993
- K. Riha: Commedia dell'arte, 1996
- J. von Stackelberg: Metamorphosen des Harlekin, 1996
- Wolfgang Theile (Hrsg.): Commedia dell’arte. Geschichte, Theorie, Praxis, Wiesbaden 1997
- Roberto DelPiano La Commedia dell'Arte, 2009







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