D-Day
Lexikon: D-Day
- D-Day
- ist die Abkürzung für den englischen Begriff Day-Day (Tag-Tag), mit dem der Tag des Beginns größerer militärischer Operationen bezeichnet wird. Im Besonderen wird damit der 6. Juni 1944, der Tag der Landung der Alliierten in der Normandie, bezeichnet.
Am 6. Juni 1944 landeten alliierte Truppen an der Küste der Normandie. Eine Armada von 6000 Schiffen setzte die gewaltige Streitmacht im Küstenabschnitt zwischen Caen und Cherbourg an Land. Unterstützt wurde der Sturm auf die "Festung Europa" durch den Einsatz von 14.000 alliierten Bombern, die einen dichten Schutzschirm über Flotte und Bodentruppen spannten. Am Abend des Invasionstages hielten die Alliierten mehrere Landeköpfe, die bis zu zehn Kilometer ins Landesinnere reichten. Rund 150.000 Soldaten befanden sich nun auf französischem Boden.
In den folgenden Tagen konnten die Alliierten ihre Brückenköpfe ausbauen. Am 8. Juni zogen sie in Bayeux ein, am 14. Juni rückten sie auf der Halbinsel Cotentin vor und am 26. Juni wurde die Festung Cherbourg erobert. Ende Juni befanden sich schließlich rund 850.000 Soldaten, 150.000 Fahrzeuge und 570.000 t Material in der Normandie. Die deutsche Abwehr war dem alliierten Angriff nicht gewachsen. Der von der Propaganda seit 1942 als uneinnehmbar beschworene Atlantikwall erwies sich als völlig unzureichend.
Die Entscheidung für die Invasion war im November 1943 auf der Konferenz von Teheran gefallen. Schnell bestanden keine Zweifel mehr am Erfolg der alliierten Landung. Neben der Ost- und Italienfront setzten die Alliierten nun auch von Westen zum Angriff auf das Deutsche Reich an. Damit war der endgültige Untergang des verbrecherischen NS-Regimes eingeleitet worden.
- Lexikon: D-Day
- Die Konferenz von Teheran
- Die alliierte Vorbereitung
- Die deutsche Vorbereitung
- Der 6. Juni 1944
- Biografie Dwight D. Eisenhower
Bibliografie:
- Chronik des Zweiten Weltkriegs, 2004
- Andreas Hillgruber: Der Zweite Weltkrieg 1939-1945, 6. Auflage 1996
- Joachim Ludewig: Der deutsche Rückzug aus Frankreich 1944, 2. Auflage 1995
- Gerhard L. Weinberg: Eine Welt in Waffen. Die globale Geschichte des Zweiten Weltkriegs, 1995









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