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THEMEN

Das Befestigungssystem der Maginot-Linie

Maginot-Linie

André Maginot lebte von 1877 bis 1932 und war von 1922 bis 1924 sowie von 1926 bis 1932 französischer Kriegsminister. Seine Amtszeiten wurden von den politischen Wirren der Zwischenkriegszeit geprägt.
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André Maginot

Seit Ende der 1920er Jahre setzte sich Maginot für den Bau und die Finanzierung der so genannten "Ligne de Fortification Est" ein, dessen Fertigstellung von dem französischen Ministerpräsidenten André Tardieu (1876-1945) unterstützt wurde. Dieses Befestigungssystem an der französischen Nordostgrenze wurde unter der Oberaufsicht von General Guillaumat entworfen und erhielt nach dem Tode Maginots in einem Staatsakt den Namen "Die Maginot-Linie". Die Bauzeit, die zunächst auf vier Jahre veranschlagt worden war, betrug neun Jahre (1927-1936).

Das Kernstück der "Maginot-Linie" befand sich in Elsass-Lothringen. Sie zog sich 314 km lang parallel der deutschen Grenze von Belfort nach Montmedy, und zwar in einem Abstand von 7 bis 10 Kilometern. Die Etappenstaffelung ins Hinterland betrug bis 20 Kilometer. Das Befestigungssystem war in die drei Kampfabschnitte Rhin-Vosges (Rhein-Vogesen), Metz-Thionville und den alten traditionellen Festungsgürtel von Belfort bis Toul eingeteilt, wobei letzterer unter Einschluss von Verdun völlig modernisiert wurde. Die "Maginot-Linie" war größtenteils unterirdisch angelegt. Die großen Panzerforts (= "Ouvrages") reichten bis 7 Stockwerke unter die Erde. Die unterste Sohle lag häufig bei 100 m Tiefe. Es gab Bunkersysteme für Panzerabwehrkanonen und Maschinengewehre, die 50 bis 70 m unter der Erde lagen und miteinander verbunden waren.

Die durchschnittlichen Erdbewegungen für ein Panzerfort mit einer Artilleriepanzerkuppel betrugen 750 000 m3. Es liegen britische Berechnungen vor, in denen die Kosten auf 2 Millionen Pfund pro umbauter Meile veranschlagt wurden. Diese Summe entspricht in der Umrechnung zum Kurs der damaligen Zeit rund 40 Millionen Reichsmark für 1600 Meter.

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Soldaten stehen vor den Magazinen im Maginotlinien-Tunnel (Februar 1940).

Die Vernetzung der "Maginot-Linie", die die Verschiebung von Truppen und Munition ermöglichte, erfolgte durch Verbindungswerke. Diese verbanden einzelne Kasemattesysteme von unterirdischen Munitionslagern, Proviantlagern und Aufenthaltsräumen für die Besatzungen durch Tunnelsysteme, die mit elektrischen Kleinbahnen ausgestattet waren. Ebenso funktionierten die Munitionsaufzüge für die Panzertürme elektrisch.

Die Zentralen für die Strom- und die Wasserversorgung und für die Entlüftungssysteme lagen geschützt unterirdisch. Die Eingangsstollen befanden sich weit hinter der Befestigungslinie. Sowohl die Bunker für schwere und mittlere Artillerie, bei denen Periskoptürme zur Rundumbeobachtung dienten, als auch die betonierten Kampfstände für Maschinengewehre, leichte Artillerie und Panzerabwehrwaffen waren in verstärktem Eisenbeton gegossen. Alle Bunker und Außenblockhäuser, die insgesamt 300000 Mann Besatzung aufnehmen konnten, waren durch unzerstörbare unterirdische Betonpassagen erreichbar.

Für den Fall, dass Ihnen an einer intensiveren Beschäftigung mit dem Thema gelegen ist, weisen wir auf folgende Publikationen zur Maginot-Linie, zum Zweiten Weltkrieg und zu den deutsch-französischen Beziehungen hin:

Es sind einige Orte und unterirdische Einrichtungen der Maginot-Linie für den Besuch und den Tourismus erschlossen. Präzise Auskünfte zu diesen Orten und zu den Besuchszeiten sowie zu informativen Führungen können über die folgende Institution erfragt werden:

  1. Maginot-Linie

Bibliografie:

  • Jean-Bernard Wahl, Die Maginotlinie. 2000.

Institution(en):

  • Maison de la France
    Westendstraße 47, 60325 Frankfurt a.M.
    01 90 - 57 00 25
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