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THEMEN

Das Zeitalter der Glaubenskämpfe in der Schweiz

Renaissance und Humanismus

Die Reformation wurde durch eine geistige Bewegung vorbereitet, die von Italien ausgehend im Verlauf des 15. Jahrhunderts ganz Europa erfasste und durch die Stichworte Renaissance und Humanismus gekennzeichnet werden kann.

In Kunst und Kultur begann die Rückbesinnung auf die Vorbilder des klassischen Altertums. Die Natur als Thema der bildenden Kunst und die wieder entdeckte Erkenntnis vom Menschen als dem Mittelpunkt der Dinge beflügelte Künstler wie den lange Zeit in Basel lebenden Hans Holbein d. J., den mit in die Mailänderkriege ziehenden Urs Graf von Solothurn (um 1485 bis um 1527) und den Berner Niklaus Manuel (um 1484-1530) zu ihren lebensnahen Zeichnungen und Gemälden.

In Basel, der geistigen Metropole der Eidgenossenschaft, wirkte der Humanist Erasmus von Rotterdam, der mit seinen Vorstellungen von der Mitwirkung des Menschen an der Erlangung des Heils viele junge Gelehrte aus der Eidgenossenschaft beeinflusste. Zu ihnen gehörten Heinrich Loriti von Glarus, genannt Glarean (1488-1563) und der Sankt Galler Joachim von Watt, genannt Vadianus (1483 oder 1484-1551), der 1518 eine Professur an der Hochschule in Wien aufgab, um als Arzt in seiner Heimatstadt zu wirken. Von den Lehren des Erasmus beeinflusst wurde auch der Toggenburger Ulrich Zwingli (1484-1531), der als Feldprediger seine Glarner in die Mailänderzüge begleitet hatte. Er gewann durch das Studium der Bibel und der Schriften der Kirchenväter ein neues Bibelverständnis und begann die Worte der Heiligen Schrift im Zusammenhang mit den Tagesereignissen auszulegen.

  1. Renaissance und Humanismus
  2. Ulrich Zwingli und die Ausbreitung der Reformation
  3. Katholiken behalten die Oberhand
  4. Johannes Calvin und die Reformation in Genf
  5. Carlo Borromeo und die Gegenreformation
  6. Georg Jenatsch und die Wirren in Graubünden
  7. Die Bewährung der Neutralitätspolitik

Bibliografie:

  • Ulrich Im Hof: Geschichte der Schweiz, Stuttgart 72001
  • Gottfried W. Locher: Zwingli und die schweizerische Reformation, Göttingen 1982
  • Helmut Meyer: Der Zweite Kappeler Krieg. Die Krise der Schweizerischen Reformation, Zürich 1976
  • Peter Stephens: Zwingli. Einführung in sein Denken, Zürich 1997
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