Der Drei-Schluchten-Damm
Der Drei-Schluchten-Damm
Durch eine 185 m hohe und über 2000 m lange Staumauer soll der Chang Jiang zu einem 660 m langen Stausee aufgestaut werden. Der See wird mit einer Fläche von 1045 km2 fast doppelt so groß sein wie der Bodensee und eine Wassermasse von bis zu 40 Milliarden m3 enthalten. Durch eine Stauhöhe von 175 m und den Bau von Schleusen wird der Chang Jiang für 10 000-Tonnen-Frachter bis hinauf nach Chongqing befahrbar sein. Kernstück der Stauanlage wird das am Damm errichtete Wasserkraftwerk mit einer installierten Leistung von 18 200 Megawatt sein, in dem 26 Turbinen 84,7 Milliarden Kilowattstunden pro Jahr erzeugen sollen.
Die Gesamtkosten des Staudammprojekts werden offiziell auf 21 bis 23 Milliarden Euro geschätzt; jüngere Schätzungen gehen - u. a. wegen Bauverzögerungen und Korruption - auch von einer Kostenerhöhung auf bis zu 50 Milliarden Euro aus. Bei einer Bauzeit von rund 17 Jahren werden dabei vor allem die Entwicklungen bei den Kreditzinsen und der Inflation maßgeblich über die tatsächliche Höhe der Baukosten entscheiden. China versucht außer durch Strompreiserhöhungen und durch Einnahmen aus dem bereits fertig gestellten Gezhouba-Damm vor allem durch Staatsanleihen und Aktienverkäufe auf internationalen Finanzmärkten die erforderlichen Gelder bereitzustellen, nachdem die Weltbank und die Vereinigten Staaten von Amerika vor allem aus ökologischen Bedenken keine Kredite gewähren wollen. Demgegenüber hat die deutsche Bundesregierung Hermesbürgschaften in Höhe von rund 720 Millionen Euro zugesagt. Die deutschen Firmen Siemens und Voith-Hydro werden sechs Turbinen für das Wasserkraftwerk liefern.
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