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THEMEN

Der Investiturstreit

Begriff

Mit dem Begriff Investiturstreit wird der epochale Machtkampf zwischen Königtum und Papsttum (lat. imperium (regnum) und sacerdotium) bezeichnet, der sich zwischen 1056 und 1125 (Ende der Regentschaft von König Heinrich V.) im Bereich des christlichen Abendlandes abspielte. Der Konflikt entzündete sich am Streit um das Verfahren zur Einsetzung (Investitur) von Bischöfen und Reichsäbten durch den König. Seine politische Bedeutung reichte jedoch über diese Frage weit hinaus. Die Auseinandersetzung war vielmehr Teil eines tief greifenden Wandlungsprozesses, der die geistig-politische Ordnung des Frühmittelalters teilweise auflöste und das Verhältnis zwischen geistlicher und weltlicher Macht auf eine neue Basis stellte.

Im engeren Sinne ging es dabei um die gewohnheitsrechtliche Praxis, dass weltliche Herrscher, also Laien, kirchliche Ämter besetzten und dies durch die symbolische Überreichung von Ring und Stab an Bischöfe und Äbte zum Ausdruck brachten.

  1. Begriff
  2. Vorgeschichte
  3. Verlauf
  4. Gang nach Canossa
  5. Gegenkönig Rudolf von Rheinfelden
  6. Wormser Konkordat
  7. Folgen

Bibliografie:

  • Die große Chronik Weltgeschichte. Bd. 8: Orient und Okzident im Aufbruch. Gütersloh/München 2008
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