Deutsches Nationaltheater Weimar
Einleitung
Das Deutsche Nationaltheater Weimar gehört zu den traditionsreichen Bühnen Deutschlands, die aufs Engste mit der Weimarer Klassik, d. h. mit dem Wirken Johann Wolfgang von Goethes (1749-1832) und Friedrich von Schillers (1759-1805) verbunden war. Der erste Theaterdirektor war denn auch kein geringerer als Goethe selbst, der in den 26 Jahren seiner Direktion das Hoftheater zu einer der führenden deutschsprachigen Bühnen machte. Alle bedeutenden Dramen Schillers und Goethes wurden dort uraufgeführt. So ist es dem Kreis um Goethe und Schiller sowie der Herzogin Anna Amalia zu verdanken, dass aus der unbedeutenden Kleinstadt ein geistiges Zentrum Deutschlands wurde, das seit 1999 den Titel „Kulturhauptstadt Europas“ trägt.

Ebenso wurde das kleine Städtchen ein Spiegel der gesellschaftlichen und sozialen Entwicklung Deutschlands, insbesondere nach dem Ende des Ersten Weltkrieges und der Monarchie im Jahre 1918. Im Weimarer Theater tagte 1919 die verfassunggebende Nationalversammlung, die aus dem unruhigen Berlin dorthin ausgewichen war; so wurde der Ort ein Synonym für die neue Aufbruchsstimmung einer jungen Demokratie in der Weimarer Republik.
Heute zählt Weimar, das nach der Wiedervereinigung wieder in die Mitte Deutschlands gerückt ist, zu den bekanntesten deutschen Städten. Tausende von Touristen und Kulturliebhabern reisen jährlich dorthin, um Museen, Bauwerke und Parkanlagen zu bewundern, wobei das Deutsche Nationaltheater Weimar, ein Dreisparten-Haus, trotz der schwierigen Finanzsituation immer noch ein Anziehungspunkt ist.
- Einleitung
- Theaterleben in Weimar: Vom Liebhabertheater zum Hoftheater
- Goethe als Theaterleiter in Weimar (1791-1817)
- Das Hoftheater im 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts
- Das Weimarer Theater im 20. Jahrhundert
- Das Deutsche Nationaltheater als Spiegel der deutschen Geschichte
- Das Deutsche Nationaltheater in der Zeit des Dritten Reiches
- Neuanfang nach 1945
Institution(en):
- Deutsches Nationaltheater WeimarTheaterplatz 2
99423 Weimar+49 (0) 36 43 / 755-0 (Zentrale)









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