Dialekte des Deutschen: Das Rheinische
Das Rheinische heute
Der rheinische Dialekt wird von Außen oft als Dialekt der Fröhlichkeit wahrgenommen. Viele Deutsche kommen mit dieser Mundart am ehesten in der Karnevalszeit in Kontakt und verbinden mit ihm den sprichwörtlichen rheinischen Frohsinn. Wohl deswegen wird das Rheinische von Außenstehenden auch als angenehmer Dialekt empfunden. Wer Rheinisch spricht, strahlt Freundlichkeit und Offenheit aus, und alljährlich in der Karnevalszeit wird der Dialekt und die damit verbundene Grundhaltung wiederbelebt.
Diese Schablone machte sich auch die Band BAP zu eigen und wendete sie in eine rheinische Melancholie um, die deutschlandweit für Erfolg sorgte. Kaum eine andere deutsche Musikgruppe konnte Fans aus allen Teilen Deutschlands dafür begeistern, mühevoll die unverständlichen Vokabeln ihres Dialektes nachzuschlagen, um ihre Lieder zu verstehen.
In vielerlei Hinsicht wird der rheinische Dialekt heute von einer rheinischen Umgangssprache abgelöst, in der zwar noch viele Elemente des ursprünglichen Dialektes erhalten geblieben sind, es aber zu einer deutlichen Vermischung mit der deutschen Hochsprache gekommen ist. Viele "Rheinisch" sprechenden Menschen beherrschen heute nicht mehr den eigentlichen Dialekt, sondern vielmehr eine daran angelegte und mit der deutschen Hochsprache vermischte Umgangssprache. Diese Bewegung lässt sich jedoch eigentlich innerhalb aller ehemaligen Dialekte beobachten und führt dazu, dass man heute zwischen der Erforschung und Beschreibung von Dialekten und Umgangsprachen zu unterscheiden versucht.









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