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THEMEN

Die 50 großen Amerikaner

Der Anfang - Kolonialzeit und Unabhängigkeitskrieg

Am 4. Juli 1776 erklärten sich die britischen Kolonien in Nordamerika selbständig. Die amerikanische Unabhängigkeitserklärung wurde von Thomas Jefferson (17431826) verfasst. Seine Schrift "A summary view of the rights of British America" ("Überblick über die Rechte Britisch-Amerikas") machte ihn zum führenden Kopf der Unabhängigkeitsbewegung, so dass ihn der amerikanische Kongress mit der Abfassung der Unabhängigkeitserklärung beauftragte. Jefferson löste die Aufgabe als Jurist, Gelehrter und Politiker mit Bravour. Beginnend mit dem selbstbewussten "We the people" ("Wir, das Volk") enthält die amerikanische Unabhängigkeitserklärung viele Grundsätze, die berühmt und für moderne Staaten grundlegend geworden sind, so die Gleichheit aller Menschen ("all men are created equal" "alle Menschen sind gleich") und das Recht jedes Einzelnen auf Selbstverwirklichung ("the pursuit of happiness" - "das Streben nach Glück"). Nach dem Unabhängigkeitskrieg diente Jefferson seinem Land unter anderem als Botschafter in Paris 178589, als Außenminister im Kabinett Washington, und schließlich als dritter Präsident der Vereinigten Staaten (180109). Er gründete die Republikanische (später Demokratische) Partei und die Universität von Virginia.

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Benjamin Franklin

Benjamin Franklin (1706-1790) machte schon 1754 Vorschläge zu einer politischen Union der nordamerikanischen Kolonien. Er vertrat den jungen Staat in einer wichtigen Phase als Botschafter in Paris 1776 bis 1785 und erreichte französische Hilfe im Krieg gegen England. Ebenso war er federführend beim Frieden von Paris 1783, in dem England die amerikanische Unabhängigkeit endgültig anerkannte. Nach seiner Rückkehr nach Amerika wurde Franklin Gouverneur von Pennsylvania. Franklin hat auch Verdienste in den Naturwissenschaften; er führte elektrische Experimente durch und erfand den Blitzableiter. Als Politiker und Diplomat leistete er einen wesentlichen Beitrag zur Erlangung der amerikanischen Unabhängigkeit.

Waren Franklin und Jefferson die Köpfe, so war George Washington (17321799) der Arm Amerikas. Als der Unabhängigkeitskrieg gegen England ausbrach, wurde George Washington zum Oberbefehlshaber des Kolonialheeres ernannt. Nach seinem Sieg über die britischen Truppen bei Yorktown endete der amerikanische Unabhängigkeitskrieg 1781 mit der britischen Kapitulation. 1789 wurde Washington einstimmig zum ersten Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika gewählt. Als Präsident vertrat er eine starke Zentralregierung, bemühte sich um Ausgleich mit dem ehemaligen britischen Mutterland und verhielt sich in allen europäischen Konflikten neutral. Dieselbe neutrale Position wahrte er auch im innenpolitischen Streit zwischen der Föderalistischen und Republikanischen (später Demokratischen) Partei. Washington betrachtete das Amt des Präsidenten der Vereinigten Staaten als über den Parteien stehend und verlieh ihm Größe und Würde. Schon zu Lebzeiten als Nationalheld verehrt, wurden die Bundeshauptstadt und ein Staat im Nordwesten des Landes nach ihm benannt.

Der aus einer der berühmtesten Familien Neuenglands stammende John Adams (17351826) zählte in der Zeit der Amerikanischen Revolution zu den gemäßigten Kongressabgeordneten. Gerade seine moderate Einstellung befähigte ihn für den diplomatischen Dienst. Er war bis 1788 Gesandter in London. 1789 wurde er unter George Washington zum ersten Vizepräsidenten der Vereinigten Staaten. Nachdem er sich gegen Thomas Jefferson durchgesetzt hatte, wurde er zwischen 1797 und 1801 auch der zweite Präsident der USA. In diesem Zusammenhang ist auch an seine Frau Abigail Smith Adams (17441818) zu erinnern, die sich energisch für die Rechte der Frauen einsetzte. Aus einem ihrer Briefe an ihren Mann stammt die berühmte Aufforderung "Remember the ladys!" ("Denkt an die Frauen!"). Sie schrieb: "Wenn die geplante Verfassung der Vereinigten Staaten uns Frauen keine gründliche Aufmerksamkeit schenkt, sind wir zum Aufruhr bereit und halten uns nicht für verpflichtet, uns Gesetzesbestimmungen zu unterwerfen, die uns keine Stimme und keine Vertretung unserer Interessen zusichern." Da sie den Wert der Bildung kannte, verlangte sie den Zugang dazu auch für Mädchen. Auch als First Lady im Weißen Haus nutzte sie ihren Einfluss für die Sache der Frauen.

  1. Der Anfang - Kolonialzeit und Unabhängigkeitskrieg
  2. Bürgerkrieg und Wilder Westen
  3. Amerika als große Wirtschaftsmacht
  4. Pioniere der Luftfahrt
  5. Die Zeit des Zweiten Weltkrieges
  6. Showbusiness und Filmindustrie
  7. Musik
  8. Malerei
  9. Literatur
  10. New frontiers - Aufbruch in eine neue Zivilisation

Bibliografie:

  • J. Baker: Ausgerechnet Bananen, 1976
  • A. Böhm: Die Amerikaner, 2004
  • Chronik Handbuch Amerika, 1998
  • J. Heideking, C. Mauch: Die amerikanischen Präsidenten, 2004
  • J. Milton: Die Lindberghs. Eine Biographie, 1995
  • R. Stendhal (Hrsg.): Gertrude Stein: Ein Leben in Bildern und Texten, 1989
  • F. T. Zumbach: Edgar Allan Poe, 1999
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