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THEMEN

Die 50 großen Päpste der Weltgeschichte

Lexikon: Papsttum

Der Papst, zugleich Bischof von Rom, bekleidet in der römisch-katholischen Kirche das höchste Amt als Stellvertreter Gottes auf Erden. Er gilt als direkter Nachfolger des Heiligen Petrus und wird von der Versammlung der Kardinäle, die gemeinsam mit dem Papst das heilige Kollegium bilden, gewählt. Im Jahr 313 n.Chr. gewährte das Römische Reich den Christen durch das so genannte Mailänder Edikt die Religionsfreiheit; dadurch bekam auch der Bischof von Rom, der Papst, immer mehr Macht. Im 10. Jahrhundert wurde die Wahl des Papstes wesentlich vom römischen Adel bestimmt. Erst im 11. Jahrhundert, 1059, konnte Papst Nikolaus II. durchsetzen, dass das Wahlrecht auf die Kardinäle beschränkt wurde. Bis ins 12. Jahrhundert allerdings setzten die deutschen Kaiser ihr Vetorecht bei einer Papstwahl durch. Der Kirchenstaat breitete sich immer weiter über Italien aus und erreichte im 13. Jahrhundert den Höhepunkt seiner Machtentfaltung. Erst 1870 verlor der Papst die Herrschaft über diese Gebiete. Seit 1929 ist der Papst auch vom italienischen Staat als Oberhaupt des Kirchenstaats Vatikan anerkannt.

Die Papstwahl wird Konklave genannt, weil die Kardinäle sich dazu in einen abgeschlossenen Raum der Sixtinischen Kapelle zurückziehen. Alle dort versammelten Personen müssen einen Eid ablegen, dass sie über alle Vorgänge während des Konklaves Stillschweigen bewahren. Neben den wahlberechtigten Kardinälen haben nur deren Sekretäre Zutritt. Durch die Abgeschlossenheit soll verhindert werden, dass die Papstwahl von außen beeinflusst wird. Alle Kardinäle sind stimmberechtigt, doch ist eine Selbstwahl verboten. Gewählt ist derjenige Kandidat, der zwei Drittel der Stimmen auf sich vereinigen kann. Die Außenwelt wird mittels Rauchzeichen über den Stand der Wahl informiert; schwarzer Rauch zeigt einen erfolglosen Wahlgang an, mit weißem Rauch wird signalisiert, dass ein neuer Papst erfolgreich bestimmt werden konnte.

Der neue Papst nimmt meist einen neuen Namen an. Von der Loggia der Peterskirche aus spendet er dann erstmals den Segen "Urbi et orbi" (Der Stadt und dem Erdkreis).

Äußere Zeichen der Würde des Papstes sind der weiße Talar, die roten Schuhe und die Insignien bestehnd aus dem Brustkreuz, dem Fischerring, einem in ein Kreuz mündenden Hirtenstab und der Mitra (früher Tiara).

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Johannes XXIII.

Petrus eingeschlossen, zählt die katholische Kirche bis heute 265 Päpste, die teilweise enormen gesellschaftlichen und politischen Einfluss hatten.

  1. Lexikon: Papsttum
  2. Die Päpste Petrus und seine Nachfolger

Bibliografie:

  • Horst Fuhrmann: Die Päpste. Von Petrus zu Johannes Paul II., 2004
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