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THEMEN

Die Anfänge der Schweizer Eidgenossenschaft

Randgebiet des deutschen Reiches

Entwicklung der westalpenländischen Ethnien

Obwohl die Schweiz Jahrhunderte lang Teil des Römischen Reiches gewesen war und die damalige Bevölkerung, Räter und Kelten, romanisiert worden war, bildete sich das ethnische Gefüge, wie es heute ist, erst während und nach der Völkerwanderung. Seit dem 7. Jahrhundert wanderten die Alemannen ein, und erst als das westliche Alpen- und Voralpenland unter den Karolingern zum Frankenreich kam, die Franken, die dann eine dünne Oberschicht bildeten. In der Westschweiz nahmen im Mittelalter die romanisierten Burgunder eine Mittelstellung ein, während sich die räto- bzw. galloromanische Bevölkerung in Graubünden und im Wallis konzentrierte.

Schwäbische Bindungen

Durch den Teilungsvertrag von Verdun kam 843 der Ostteil des schweizerischen Territoriums zum Deutschen Reich und der Westen zum Mittelreich Kaiser Lothars I. Die Ostschweiz wurde so Teil des Herzogtums Schwaben. Als König Konrad II. 1034 Burgund gewann, gehörte auch die Westschweiz zum Deutschen Reich - allerdings nur als Teil des umkämpften Randlandes Burgund. Im Hochmittelalter bestimmten vor allem die Fürstengeschlechter der Zähringer, Staufer, Savoyer, Kiburger und zuletzt die Habsburger die Geschicke des Gebietes.

Kürzester Weg nach Italien

Im 13. Jahrhundert entwickelte sich die alemannische Zentralschweiz um den Vierwaldstätter See mit den Orten Uri, Schwyz und Unterwalden zu einem Schlüsselterritorium des Westalpengebietes, da durch sie die kürzeste Verbindung zwischen zwei wichtigen Zentren europäischer Stadtkultur und Wirtschaftskraft (Rheingebiet und Lombardei) über die Pass-Straße am St. Gotthard führte. Aus der Angst der Staufer, diesen wichtigen Pass an die Habsburger Grafen zu verlieren, resultierten die Freiheitsbriefe von 1231 an Uri und von 1240 an Schwyz, welche diesen Kantonen die Reichsunmittelbarkeit zusicherten, den St. Gotthard so der Kontrolle der Habsburger entzogen, aber in ihrer Gültigkeit umstritten waren.

  1. Randgebiet des deutschen Reiches
  2. Wurzeln Schweizer Staatlichkeit
  3. Der Weg zur autonomen Verwaltung
  4. Günstige Entwicklung des Bundes
  5. Teste dein Wissen!

Bibliografie:

  • Wilhelm Baum: Reichs- und Territorialgewalt. Königtum, Haus Österreich und Schweizer Eidgenossen im späten Mittelalter, Wien 1994
  • Marcel Beck: Legende, Mythos und Geschichte : die Schweiz und das europäische Mittelalter, Frauenfeld/Stuttgart 1978
  • Ernst Bohnenblust: Geschichte der Schweiz, Zürich 1974
  • Michael Borgolte: Geschichte der Grafschaften Alemanniens in fränkischer Zeit, Ostfildern 1984
  • Arnold Esch: Alltag der Entscheidung. Beiträge zur Geschichte der Schweiz an der Wende vom Mittelalter zur Neuzeit, Bern 1998
  • Andres Furger: Die Schweiz zwischen Antike und Mittelalter. Archäologie und Geschichte des 4. bis 9. Jahrhunderts, Schlieren 1996
  • Ulrich ImHof: Geschichte der Schweiz, 1991
  • Ulrich ImHof u.a. (Hrsg.): Geschichte der Schweiz und der Schweizer, 3 Bde., Basel 1982/83
  • Georg Kreis: Der Mythos von 1291. Zur Entstehung des schweizerischen Nationalfeiertags, Basel 1991
  • B. Meyer: Die Bildung der Eidgenossenschaft im 14. Jahrhundert, Zürich 1972
  • Hans Conrad Peyer: Verfassungsgeschichte der alten Schweiz, Zürich 1978
  • Emanuel Peter LaRoche: Das Interregnum und die Entstehung der Schweizerischen Eidgenossenschaft, Bern/Frankfurt 1971
  • Peter Rück (Hrsg.): Die Eidgenossen und ihre Nachbarn im deutschen Reich des Mittelalters, Marburg/Lahn 1991
  • Matthias Weishaupt: Bauern, Hirten und „frume edle puren“. Bauern- und Bauernstaatsideologie in der spätmittelalterlichen Eidgenossenschaft und der nationalen Geschichtsschreibung der Schweiz, Basel 1992
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Wir finden das ziemlich gut geschildert. Weiter so !