Die Architektur des Petersdoms
Der Petersdom
Der Name geht auf den Apostel Petrus zurück, der nach kirchlicher Überlieferung im Jahr 64 oder 67 unter Kaiser Nero den Märtyrertod erlitt. Sein Grab machte die Peterskirche zu einem kultischen und architektonischen Mittelpunkt. Gleichzeitig ist sie ein jahrhundertealtes Monument päpstlicher Macht. Der Bau mit seinen überwältigenden Ausmaßen von 194 m Länge (Langhaus einschließlich Mauern), 138 m Breite im Querschiff und 133 m äußerer Kuppelhöhe beherbergt zahlreiche berühmte Kunstschätze.
Die Baugeschichte des Petersdoms erstreckte sich seit den Anfängen von Alt St. Peter bis zur feierlichen Weihe über eine Zeitraum von 1300 Jahren. An der Planung und Entstehung wirkten viele bedeutende Architekten und Künstler im Auftrag der Kirche mit.
Alt St. Peter
Alt St. Peter, von Kaiser Konstantin I. gegründet, entstand ab 322als Grabkirche des Apostel Petrus.Am 18. November 326weihte Papst Silvester I. die Kirche, deren Bau aber erst 349 vollendet war. Es handelte sich um eine einfache Basilika mit rechteckigem Grundriss und fünf Schiffen. Hinter dem Altar im Westen befand sich eine halbkreisförmige Apsis, die das Grab des Apostels beherbergte. Zwischen Apsis und Langhaus befand sich ein Querhaus. Die Wände des Mittelschiffes waren höher und breiter als die der Seitenschiffe. Das überhöhte Mittelschiff wurde durch ein Satteldach gedeckt, das auf einem offenen Sparrendachstuhl ruhte. Zur Stadtseite hin erstreckte sich ein großes von Säulenhallen umgebenes Atrium mit einer Vorhalle.
Das Petrusgrab war vor dem Bau als schlichte Confessio in einer Mauernische gekennzeichnet: ein waagerechter Querbalken ruhte auf zwei Säulen. Die Confessio lag über einem heidnischen Friedhof, der für den Bau der Basilika mit Erde aufgefüllt wurde. Um die Kirche über dem Grab errichten zu können - der genaue Standort war wichtig - musste die Spitze des Hügels, an dessen Hang sie lag abgetragen werden. Bis 337 wurde die Kirche innen ausgeschmückt. Der konstantinische Bau wurde vielfach erweitert und von Kapellen und Klöstern umbaut. Zu Weihnachten des Jahres 800 empfing Karl der Große hier aus den Händen Papst Leos III. (Pontifikat 795 - 816) die römische Kaiserkrone. Nach ihm wurden noch viele Kaiser hier gekrönt. Der Bau stand bis 1506, als er nach vielen Restaurierungsversuchen abgerissen wurde, um dem Neubau des Petersdom Platz zu machen.
Bernardo Rosselino und der Petersdom
Papst Nikolaus V. (Pontifikat 1447 - 1455) unternahm erste Schritte für einen prunkvollen Neubau. Insperiert von der Architektur Leon Battista Albertis beauftragte er1450 Bernado Rosselino (1409 - 1464) mit der Planung. Dieser plante eine Basilika mit fünf Schiffen, die durch Säulenarkaden voneinander getrennt werden sollten. Neu hinzu kam ein Querschiff, eine Kuppel über der Confessio und eine sehr tiefe Apsis, an deren Seiten sich zwei Sakristeien und kleine Kapellen öffnen sollten. Dem Hochaltar sollte ein neues Atrium mit seitlichen Arkaden vorgelagert werden. Der Brunnen mit Pinienzapfen (Pigna) war weiterhin als Mittelpunkt des Atriums vorgesehen. Die Außenfassade erhielt durch zwei Glockentürme ein neues Aussehen. Begonnen wurde mit dem Neubau von Chor und Querhaus. Nach dem Tod des Papstes blieben die Arbeiten aber liegen.
Donato Bramante und der Petersdom
Die eigentliche Baugeschichte der bestehenden Peterskirche begann am 18. April 1506, als Papst Julius II. (Pontifikat 1503 - 1513) den italienischen Architekten Donato Bramante (1444 - 1514) beauftragte, ein neues Projekt auszuarbeiten. Dieser plante die Peterskirche als einen dreischiffigen Zentralbau. Der Grundriss war ein griechisches Kreuz mit gleich langen, von tiefen Apsiden halbkreisförmig abgeschlossenen Armen, über deren Durchdringung eine halbkreisförmige Kugel gedacht war. In den Ecken, zwischen je zwei Kreuzarmen, sollte sich das Motiv in kleinem Maßstab vier Mal wiederholen. In den Diagonalen waren vier weitere Bauteile vorgesehen, Sakristeitürme, die die Ecken eines Quadrates bildeten, in das die Grundform - das griechische Kreuz - einbeschrieben werden sollte.
Bramante ließ die konstantinische Basilika bis auf die Fundamente niederreißen. Nur das Petrusgrab blieb erhalten, um das man zum Schutz eine Kapelle baute. 1506 legte Julius II. den Grundstein zum Ersten der vier Vierungspfeiler, die die Kuppel tragen sollten. Die Bögen zwischen den Pilastern und der Chor wurden fertig gestellt. Bramantes Plan wurde bestimmend für den Neubau. Auch spätere Künstler mussten sich danach richten. Die Bramantepfeiler waren mehrseitig und verschieden, sozusagen Rundumgebilde. Bramantes Kuppel sollte einen kreisförmigen Grundriss haben und auf einem Ringsockel ruhen. Es war ein regelmäßiger Tambour mit korinthischen Säulenkolonnaden vorgesehen. Konzentrisch dazu war die Tambourmauer gedacht, die zu Gunsten der Beleuchtung acht Mal unterbrochen wurde. Darüber sollte sich als homogenes Gebilde die Kuppel erheben. Man plante nach dem Vorbild des Pantheons eine Halbkugel mit verschiedenen Innen- und Außenmaßen. Die Laterne sollte achteckig sein, mit radial gestellten Strebemauern, die rundbogig durchbrochen waren. Als Bramante 1514, ein Jahr nach Julius II. starb, waren nur die monumentalen Pfeiler der Kuppel mit den verbindenden Bögen und Teile des südlichen Kreuzarmes vollendet.
Raffael und der Petersdom
Raffaello Santi, genannt Raffael (1483 - 1520), wurde Nachfolger Bramantes und plante zusammen mit Antonio da Sangallo d. J. den Grundriss des griechischen Kreuzes in ein lateinisches Kreuz zu ändern. Dies geschah zum einen, weil es mehr dem Typ der alten Basilika entsprach, und zum anderen aus liturgischen und funktionellen Motiven. Raffael sah zusätzlich Umgänge an den Apsiden.vor. Sein Tod 1520 verhinderte auch die Realisierung dieses Entwurfes.
Antonio Sangallo d. J. und der Petersdom
Nach vielen Unruhen und dem Sacco di Roma erhielt 1536 Antonio Sangallo d. J. (1483- 1546) die Bauleitung. Sangallo folgte direkt den Plänen Bramantes, sah aber eine aufwändige, unorganische Fassade vor, die er zwischen zwei hohen Glockentürmen einschließen wollte. Dazu plante er für den Bau eine stockwerkartige Gliederung. Kurz vor seinem Tod konnte er den südlichen und östlichen Kreuzarm einwölben. Außerdem legte er den Boden des Neubaus 3,20 m höher, um ihn vor Bodenfeuchtigkeit zu schützen. So entstanden die so genannten Vatikanischen Grotten.
Michelangelo und der Petersdom
Als Michelangelo Buonarroti (1475 - 1564) während des Pontifikats von Papst Paul III. (1534 - 1549) 1546 bis zu seinem Tod 1564 die Bauleitung übernahm, begann die große Phase des Petersdoms. Er "modernisierte" den Grundriss Bramantes. Im Sinne einer Vereinfachung und Straffung gewannen die Nebenkuppelräume und damit die Apsiden einen stärkeren Anteil an der Gesamtwirkung des Raumes, der sich von da an gewissermaßen vom Zentrum her ausdehnte und die Grundrisskonturen dynamisch auswölbte.
Zusätzlich sollte die Hauptkuppel einen größeren Einfluss auf die Gesamtkonzeption haben. Die Außenfassade der Südseite von St. Peter zeigte klar manieristische Einflüsse. Michelangelo verwirklichte eine Kolossalordnung (Säulenordnung, deren Säulen oder Pilaster über mehrere Geschosse reichen und diese dadurch zusammenfassen) ohne eine genaue Stockwerktrennung. Es gab nur eine einzige Pilasterordnung. Die Gliederungselemente lagen nicht in der gleichen Ebene und waren nicht gliederungsmäßig miteinander verbunden. Der Bau wurde aber durch eine kräftige Sockelbildung und eine hohe Gebälkzone optisch zusammengehalten. In der Attika, die 1564 begonnen wurde, überwand Michelangelo die strenge Geometrie. Kontraste lösten sich im Gesamtbild auf, so dass alles harmonisch wirkte.
Michelangelos besonderes Interesse galt aber der Kuppel. 1554/56 begann man mit dem Kuppelbau und der Wölbung, 1564 wurde der Tambour festgelegt. Die Kuppel sollte nicht mehr halbkugelförmig sein, sondern oval überhöht. Es sollte eine Rippenkugel auf rundem Grundriss entstehen. In der Planung Michelangelos gab es zwei Hauptmotive: Säulenpaare vor Strebepfeilern und Fensterkassetten in der Mauer. Das eine Motiv ist plastisch und aufgerichtet, das andere streng und zurücktretend. Daraus entstand eine gewisse Spannung. Wichtig für die Aufwärtsentwicklung war die Attika, die optisch schon zur Wölbung gehörte, aber noch durch Pfeiler und Streben verbunden war. Die Ausfühung der Kuppel und Laterne war das Werk Giacomo della Portas (1537 - 1602), nachdem Michelangelo 1564 gestorben war. Man begann 1589/91 und die Laterne wurde 1593 vollendet.
Carlo Marderna und der Petersdom
Zwischen 1603 und 1626, während des Pontifikats von Papst Paul V. (1605 - 1621), übernahm Carlo Maderna (1556 - 1629) die Bauleitung von St. Peter. Unter ihm erhielt der Petersdom seine heutige Gestalt. Er machte aus dem griechischen Kreuz ein lateinisches und baute ein großes Mittelschiff, das beidseitig flankiert wird von offenen Pfeilerreihen, zwischen denen sich das mächtige Tonnengewölbe spannt.
Der Bau der Fassade stellte den Architekten vor erhebliche Schwierigkeiten. Das Langhaus des Baus war ungewöhnlich breit und Papst Paul V. verlangte eine Verbindung zwischen Vorhalle und Vatikan. Die Vorhalle wurde daher um zwei Joche verbreitert. Sie ist ein zweigeschossiger Querbau mit Dachfenstern. Im zweiten Geschoss befindet sich die Segensloggia, von der aus der Papst den Segen Urbi et Orbi erteilt und nach einer Papstwahl der neue Papst den Gläubigen vorgestellt wird. Weiterhin findet man ein monumentales Atrium mit fünf Eingängen und einem gewölbten, mächtigen Quersaal. Die beiden seitlichen Glockentürme, blieben nach ihrer Planung 1612 unvollendet.
Maderna bemühte sich, bis auf wenige Ausnahmen dem Plan Michelangelos zu folgen. Die Fassade ist mit Travertin verkleidet, aber mit Travertin, der unterschiedlich verwittert, so dass die Hauptelemente hervorgehoben werden und die immense Breite abgemildert erscheint. Die Arkaden trennen das verbreitert angelegte Hauptschiff von zwei schmalen Seitenschiffen, aus denen sich nischenähnliche Kapellen öffnen. Die Einweihung des vollendeten Gebäudes unter Papst Urban VIII. (Pontifikat 1623 - 1644) erfolgte am 18.11.1626, 1300 Jahre nach der Weihe der alten konstantinischen Basilika durch Papst Silvester I.
Der Petersplatz
Papst Alexander VII. (Pontifikat 1655 - 1667) forderte 1656 die Entwicklung des Platzes vor der Peterskirche. Die Congregazione della Fabricca di San Pietro, ein Komitee aus Kardinälen, erteilte Giovanni Lorenzo Bernini (1598 - 1680) den Auftrag eine entsprechende Studie anzufertigen. Berninis endgültige Lösung bestand aus zwei Teilen, einem ovalen und einem trapezförmigen. Das Kernstück der Anlage ist der Ovalplatz, die Piazza obliqua (196m x 142m). Sie wird gebildet von zwei dreischiffigen, gekurvten Kolonnadenarmen dorischer Ordnung. Die Eingänge sind im Osten als Giebelfronten nach Art des antiken Tempels in Antis gebildet. An den Seiten befinden sich Pfeiler. Das Mittelschiff ist tonnengewölbt, die Seitenschiffe haben Kassetten. Die Querachse des Ovals bilden der von Papst Sixtus V. (Pontifikat 1585 - 1590) 1578 errichtete Obelisk, das Brunnenpaar und die Risalite im Säulenbau, die sich auch an den inneren Enden der Kolonnaden wiederholen. Darum hat die Rundung auch feste Haltepunkte. Der Risalit rechts neben der Kirche markiert den Zugang zum Vatikanischen Palast mit der Scala Regia. Der Ovalplatz ist von der Piazza retta, dem trapezförmigen Teil, abgesetzt, deren geschlossene Seitenwände an den Kolonnaden zusammenlaufen. Die Kolonnaden grenzen also nicht direkt an die Basilika, sondern zeigen ihre Fassade nur in bühnenhafter Fassung. So erscheint alles als eine geniale barocke Lösung. Der Platz ist eine selbständige Architektur, ist aber nicht ganz für sich abgeschlossen. Er wirkt nur in Verbindung mit der Peterskirche.
Baldachino
Der Baldachino entstand in der Zeit von 1624 - 1633 durch Giovanni Lorenzo Bernini unter Mitwirkung von Francesco Borromi (1599 - 1667). Er ist über dem Papstaltar errichtet, hinter der Confessio von Carlo Maderna, die zum Petrusgrab führt. Der Baldachino bringt Altar, Märtyrergrab und durch seine exponierte Lage auch den Kuppelraum zu überragender Wirkung. Über einem einfachen Marmorsockel erheben sich vier dunkle, zum Teil vergoldete, gewundene Bronzesäulen. Das Verhältnis von schraubenförmiger Windung zur Masse der Säulenschäfte ist so gewählt, dass trotz der Kurvung ein kräftiger Eindruck entsteht. Der Baldachin, der dem Monument den Namen gab, hat ein quadratisches Flachdach. Die Kanten sind leicht eingezogen und mittels großer Lambrequins (zungenförmig geschnittener, mit Quasten verzierter Querbehang aus Stoff, im Barock auch in Stein oder Bronze nachgebildet) zur Wirkung gebracht. Aus der Ferne erscheint der Baldachino groß, mächtig, einfach und still. Aus der Nähe betrachtet, zeigt er sich geschmückt, durchgemustert und belebt durch Eichenlaub, Putten, Girlanden, Wappen und Wappentiere. Der Baldachin trägt keine Kuppel und tritt damit nicht in Konkurrenz zu Michelangelos Riesenkuppel, sondern ist sozusagen die Verbindung vom Märtyrergrab zur Kuppel. Bernini wählte als Lösung für den Baldachin eine Fantasieschöpfung, die auf Michelangelos Außenkuppel anspielt: Es handelt sich um vier Engel, die leicht auf den Säulenkapitellen stehen. Sie halten Voluten, die eine Krone bilden. Die Bekrönung vermittelt nicht den Eindruck einer statischen, sondern einer dynamischen Form und wirkt schwebend.
Cathedra di Petri
Die Catheda di S. Petri wurde 1657 - 1666 von Giovanni Lorenzo Bernini geschaffen. Es handelt ich um einen hölzernen Thronsessel mit Elfenbeinauflagen aus dem 3. - 4. Jahrhundert n. Chr. Sie befindet sich hinter dem Altar. Vom eigentlichen Wesen ausgehend baute Bernini einen riesigen Thron aus Bronze, Marmor und vergoldeter Stuckatur, um den symbolischen Wert darzustellen. Das Ganze wird getragen von den Gestalten der vier Kirchenväter. Darüber erhebt sich die Gloria: ein ovales Glasfenster, das die Darstellung des Heiligen Geistes in Taubengestalt trägt, umgeben von einem Kranz goldener Strahlen und darin ein Schwarm von Engeln, die ins Kircheninnere herabzusteigen scheinen.
Scala Regia
Die Scala Regia ist die Verbindung vom päpstlichen Palast zur Peterskirche und wurde von Giovanni Lorenzo Bernini ab 1663 erbaut. Die Anlage besteht aus zwei aufeinander folgende Treppenläufen, die durch ein breites Podest getrennt werden. An den Seiten befinden sich Säulen, wobei die der unteren Treppe von der Mauer abgesetzt sind, die der oberen direkt vor der Mauer stehen, bedingt durch den trapezförmigen Grundriss. In die Mauer links vom ersten Treppenabsatz und in die Stirnwand am oberen Ende der Treppenflucht ließ Bernini wegen der Dunkelheit zwei große Fensteröffnungen brechen. Daraus entsteht eine rhythmische Aufeinanderfolge von Halbschatten und Helligkeit. Das Treppenhaus erhielt noch eine Prunkfassade, und vor die Wand des Treppenabsatzes, der sich zum Atrium der Basilika öffnet und Fortsetzung des zur Kolonnade des Petersplatzes führenden Ganges ist, setzte Bernini das große Standbild Konstantins des Großen.
Pièta
Pièta ist der italienische Begriff für eine bildliche oder bildhauerische Darstellung der Maria, die den toten Christus im Schoß hält.Die berühmte Pièta im Petersdom, ein Werk Michelangelos, entstand 1497 - 1500. Sie befindet sich in der ersten Kapelle vom rechten Seitenschiff hinter einer Glasplatte. Michelangelo war 25 Jahre alt, als dieses marmorne Meisterwerk der Hochrenaissance entstand. Er brach in der Darstellung des Themas mit allen Konventionen, indem er die Maria jünger als ihren Sohn darstellte, um, wie er selbst äußerte, ihre Jungfräulichkeit zum Ausdruck zu bringen. Sie erscheint nachdenklich und voller Schmerz und betrachtet den toten Christus, der in ihrem Schoß liegt. Seine Muskeln und Knochen hat Michelangelo realistisch herausgearbeitet. Die Komposition strahlt Harmonie und Ruhe aus und durch den besonders fein polierten Marmor scheint der Betrachter die Beschaffenheit der Haut zu spüren. 1972 wurde die Pièta durch einen Anschlag erheblich beschädigt. Eine sofortige sorgfältige Restaurierung brachte sie aber wieder in den ursprünglichen Zustand.
Der Petersdom als Kunstwerk
Mit dem Petersdom entstand ein Gesamtkunstwerk von höchster Qualität. Kuppel, Fassade und Kolonnaden, die zu unterschiedlichen Zeiten entstanden sind, verbinden Spätrenaissance, Früh- und Hochbarock miteinander. Dadurch entsteht ein spannungsreicher dynamischer Bogen. Architektur, Plastik und Malerei bilden auch im Inneren eine Einheit. Bernini gelang es zudem, durch die Architektur des Petersplatzes, die etwas schwerfällige Wirkung der Kirchenfassade aufzuheben.
Bibliografie:
- A. Böck: Die Scala Regia im Vatikan als Beispiel der Selbstdarstellung des Papsttums in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts, 1996
- P. Duncan: Thomas Cook Reiseführer, Rom, 1997
- E. Glatz: Roma Christiana. ein kunst- und kulturgeschichtlicher Führer über den Petersdom und die Stadt Rom, 1998
- B. Hülsebusch: Vatikan von innen. Ein Rundgang durch die Stadt des Papstes, 1997
- Wolf H. Johannsen: Architektur vor 1900. Vom Parthenon zum Eiffelturm, 2003
- Georg Satzinger: Die Baugeschichte von Neu-St.-Peter. In: Jutta Frings (Hrsg.): Barock im Vatikan. Kunst und Kultur im Rom der Päpste. Verlag der Kunsthalle, Bonn 2005









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