Die Bauernkriege im deutschen Reich, 1460-1525
Der Anfang des absolutistischen Territorialstaates
In anderen Teilen des Reiches verliefen die Unruhen vergleichsweise harmlos. In der zweiten Aprilhälfte 1525 waren auch linksrheinische Gebiete erfasst worden. Im Vogtland begannen Unruhen nach dem 30. April und dauerten bis Anfang Juni. Um diese Zeit kam es auch in Tirol, Salzburg und einigen Gebieten der Steiermark zu Aufständen. Im Salzburgischen konnten sich die Bauern sogar bis zum Frühjahr 1526 halten, doch hatte dort ihre Empörung mehr lokalen Charakter. Insgesamt hatten an die hunderttausend Bauern den Tod gefunden. Dörfer waren zerstört, Felder lagen brach. Die wirtschaftliche Lage verschlechterte sich jedoch nicht wesentlich, da die Überlebenden mit zähem Aufbauwillen arbeiteten. Auch der Adel war nicht an einer Vernichtung des Bauernstandes interessiert - er lebte ja von ihm. Doch nicht die kleinen Herren waren die Sieger dieser blutigen Monate, sondern die Landesfürsten. Sie hatten die Aufstände niedergeworfen, und weder vom niederen Adel noch vom Kaiser war Hilfe gekommen. So konnten sie die Bauern nun voll der landesfürstlichen Gewalt unterordnen. Die Auflösung des alten Ständestaates und die Errichtung des absolutistischen Territorialstaates waren ein gutes Stück vorangekommen.
- Frühe Aufstände im Süden
- Erhebungen im Südwesten
- Maßvolle Forderungen der Bauern - Die "Zwölf Artikel"
- Der Schwäbische Aufstand
- Der Aufstand an Tauber, Main und Neckar
- Entwurf einer modernen Reichsverfassung
- Der Aufstand in Franken
- Unruheherd Thüringen
- Der Anfang des absolutistischen Territorialstaates
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