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THEMEN

Die Fuge

Begriffslexikon

Fuge: Der Begriff leitet sich aus dem lateinischen Wort "fuga" = Flucht ab. Die Fuge ist ein drei- bis vierstimmiges Musikstück, bei dem ein Thema nacheinander kanonartig durch alle Stimmen geführt wird. Sobald die zweite Stimme mit dem Thema einsetzt, fährt die erste in einer kontrapunktischen Melodie fort.
Imitation: Das Wort ist lateinischer Herkunft und bedeutet "Nachahmung". In der Musik ist damit die Wiederholung eines charakteristischen Motivs zeitlich versetzt in einer anderen Stimme gemeint. Dabei kann dieses Motiv auch durch verschiedene Kompositionstechniken wie Umkehrung oder Vergrößerung verändert werden.
Kanon: die einfachste Form einer Imitation, bei der die verschiedenen Stimmen nacheinander in einer jeweils anderen Tonhöhe einsetzen, wobei der Ablauf der Melodie sich jedoch nicht verändert.
Kontrapunkt:Der Begriff leitet sich aus dem Lateinischen ab: "punctum contra punctum" = "Note gegen Note". Er bezeichnet die Kompositionslehre, die nach den Regeln der Polyphonie höchsten Wert auf eine Selbständigkeit der einzelnen Stimmen legt.
Homophonie: Der Begriff ist griechischer Herkunft und bedeutet "Gleichklang". In der Musik wird damit im Unterschied zur Polyphonie die Kompositionsweise bezeichnet, bei der sich alle Stimmen einer melodieführenden Hauptstimme unterordnen und diese mit entsprechenden Akkorden harmonisch füllen.
Polyphonie: Auch dieser Begriff stammt aus dem Griechischen und bedeutet "Vielklang". In musikalischer Hinsicht bezeichnet er im Gegensatz zur Homophonie die völlige Selbständigkeit aller beteiligten Stimmen. Die auf dem polyphonen Satz aufgebaute Kompositionslehre heißt Kontrapunkt

Kompositionstechniken

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  • Sequenz: die Wiederholung eines Motivs (oder eines Ausschnittes daraus) in einer anderen Tonhöhe
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  • Vergrößerung oder Augmentation: die Veränderung eines Motivs (oder eines Ausschnittes daraus) durch Vergrößerung der Notenwerte
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  • Verkleinerung oder Diminution: die Veränderung eins Motivs (oder eines Ausschnittes daraus) durch Verkleinerung der Notenwerte
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  • Umkehrung oder Spiegelung: die Veränderung eines Motivs durch Verwendung der umgekehrten Intervalle (= Tonabstände)
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  • Krebs: das Motiv wird melodisch von hinten nach vorne aufgebaut
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  • Engführung: eine zweite Stimme setzt mit dem Thema ein noch bevor die erste Stimme es beendet hat
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Bibliografie:

  • L. K. Weber: Das ABC der Formenlehre, Zimmermann Verlag, Frankfurt a. M. 4. Auflage 1983
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