Die Hugenotten
Lexikon: Die Hugenotten
Die ersten evangelischen Gemeinden, die Eglises plantees, waren Zusammenschlüsse von einigen Gläubigen. Die Eglises dressees hingegen waren Gemeinden, die bereits Pfarrer und Älteste hatten und ein Konsistorium bildeten. 1559 fand die erste französische Nationalsynode in Paris statt. Zwischen 1559 und 1565 erreichte die Ausbreitung der reformatorischen Bewegung ihren Höhepunkt: Nach neuen Schätzungen gab es rd. 2 Millionen Evangelische; das entsprach 10% der Gesamtbevölkerung. Die Mehrzahl der Gemeinden lag in Südfrankreich. Mit dem Vordringen des Calvinismus bürgerte sich für die französischen Protestanten der Name Hugenotten ein; die alte Bezeichnung Lutheraner wurde verdrängt. Eine eindeutige Herleitung des Namens Hugenotten ist nicht möglich. Vielleicht ist das Wort, das zum ersten Mal 1560 als Schimpfwort für die Protestanten gebraucht wird, eine Verballhornung von "aignos", dem französischen Wort für Eidgenossen.
- Lexikon: Die Hugenotten
- Die Hugenottenkriege
- Die Bartholomäusnacht
- Das Edikt von Nantes
- Die Aufhebung des Edikts von Nantes
Bibliografie:
- Chrystel Bernart (Hrsg.), Die Kamisarden, 2003
- Ingrid Brandenburg, Klaus Brandenburg: Hugenotten. Geschichte eines Martyriums, 1998
- Andreas Flick, Albert de Lange (Hrsg.), Von Berlin bis Konstantinopel. Eine Aufsatzsammlung zur Geschichte der Hugenotten und Waldenser, 2001
- Albert M. Steffe: Die Hugenotten, 1996









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