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THEMEN

Die Literatur in der Weimarer Republik

Die Literatur der Weimarer Republik

Die politischen und sozialen Spannungen in der Weimarer Republik prägten auch das kulturelle Leben. Die Vielfalt der Parteien und Gruppierungen spiegelten sich in einem breiten Spektrum von Literaturzeitschriften wider.

Als bedeutende publizistische Stützen der jungen Demokratie erwiesen sich die linksbürgerliche "Weltbühne" und ihr Herausgeber und Autor Carl von Ossietzky. Auch der Berliner Essayist, Satiriker und Romanautor Kurt Tucholsky (1890-1935), der häufig unter Pseudonymen wie Peter Panter, Ignaz Wrobel, Theobald Tiger und Kaspar Hauser schrieb, benutzte die "Weltbühne" in seinem unermüdlichen Kampf gegen blinden Nationalismus, Militarismus und die offensichtliche Rechtslastigkeit der Justiz. In seinen Satiren entwarf er ein ganzes Panoptikum deutschen Spießertums, das, noch gefangen im Denken der Wilhelminischen Zeit, zum Nährboden des aufkommenden Nationalsozialismus wurde. Vor allem in den Großstädten, beispielsweise in Berlin, Wien und München, lieferten sich militante Anhänger verschiedener Parteien blutige Straßenkämpfe. Dort entfaltete sich aber auch ein breites, bisher unbekanntes Spektrum kulturellen Lebens. Bedeutende, aus dem linksbürgerlichen Lager stammende publizistische Beobachter des Großstadtlebens der "goldenen Zwanziger" waren u. a. Erich Kästner (1899-1974), der Theaterkritiker und Feuilletonist Alfred Kerr (1867-1948) und der Satiriker Alfred Polgar (1875-1955), der für die sprachliche Brillanz seiner Glossen berühmt war. Bis auf Erich Kästner, dem die Nationalsozialisten Schreibverbot erteilten, mussten diese Autoren 1933, beim Machtantritt Hitlers, ins Exil gehen, um ihr Leben zu retten. Sie standen auf der Schwarzen Liste der sofort zu Verhaftenden des 1927 von dem NSDAP-Ideologen Alfred Rosenberg gegründeten "Kampfbunds für deutsche Kunst". Mit besonderem Hass verfolgte dieser die so genannten "Kunstliteraten" und die "Bolschewisten-Künstler" wie Käthe Kollwitz, Ernst Barlach und Oskar Kokoschka.

  1. Die Literatur der Weimarer Republik
  2. Die Neue Sachlichkeit
  3. Der Roman
  4. Die Zeitromane
  5. Der Weltkriegsroman
  6. Bühnenstücke
  7. Lyrik

Bibliografie:

  • Kerstin Barndt: Sentiment und Sachlichkeit. Der Roman der Neuen Frau in der Weimarer Republik, Köln 2002
  • Sabina Becker u.a.: Jahrbuch zur Kultur und Literatur der Weimarer Republik, München 2003
  • Michael Klein: Literatur der Weimarer Republik: Kontinuität - Brüche, Innsbruck 2002
  • Ingo Leiß, Hermann Stadler: Deutsche Literaturgeschichte, Band 9: Weimarer Republik 1918-1933, München 2004
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