Die Meistersinger von Nürnberg - Oper in drei Aufzügen von Richard Wagner
Hintergrund: Der Meistergesang
Der Meistergesang ist im 14. Jahrhundert das bürgerliche Pendant zum Minnesang des Rittertums und Adels und wird vor allem von den Handwerkern getragen. Sie organisieren sich in Singschulen, die besonders im 15. und 16. Jahrhundert bedeutend sind. Als begleitende Instrumente werden Fiedel, Laute oder Harfe eingesetzt. Der bekannteste Meistersänger war Hans Sachs aus Nürnberg. Die Kunst des Meistergesangs unterliegt strengen Regeln, die in der Tabulatur festgehalten wurden. Der Aufstieg zum Meistersinger geschieht über drei Stufen:
- Singer: jemand, der das bekannte Repertoire von Liedern beherrscht
- Dichter: jemand, der zu alten Tönen einen neuen Text erfindet
- Meister: jemand, der eine neue Melodie erfindet
Begriffe
- Merker: der, der die Fehler des Sängers aufschreibt; er sitzt als Kunstrichter im so genannten Gemerk, einem durch einen Vorhang verborgenen Richterstuhl
- Freiung: Aufnahme eines neues Mitgliedes in die Meistersinger-Zunft
- Tabulatur: Regeln der Meistersinger
- Töne: festgelegte Strophenformen mit zugehöriger Melodie
- Hintergrund: Der Meistergesang
- Die Oper "Die Meistersinger von Nürnberg"
- Handlung der Oper
- Libretto
- Die Meistersinger von Nürnberg oder Kunst überwindet Grenzen
Bibliografie:
- Attila Csampai, Dietmar Holland (Hrsg.): Richard Wagner: Die Meistersinger von Nürnberg. Texte, Materialien, Kommentare, Reinbek 1987
- Joachim Kaiser: Richard Wagner: Die Meistersinger von Nürnberg. Werkinterpretation und Musikbeispiele. 1 CD, München 1997
- Richard Wagner: Die Meistersinger von Nürnberg. Handlung in drei Aufzügen. Vollständiges Textbuch, Ditzingen 1999.







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