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THEMEN

Die neuen Bundesländer

Brandenburg

  • Fläche: 29477 km2
  • Einwohner: 2,57 Mio.
  • Einwohner je km2: 87
  • Hauptstadt: Potsdam

Geographie und Wirtschaft

Brandenburg wird im Westen von Elbe und Havel, im Osten von Oder und Lausitzer Neiße begrenzt; im Norden greift es auf die Mecklenburgische Seenplatte über, im Süden auf den Südlichen Landrücken (Fläming, Niederlausitz). Inmitten des Landes, aber administrativ nicht zu ihm gehörend, liegt die deutsche Hauptstadt Berlin. Das flachwellige Tiefland weist viele Seen auf; ein Drittel der Fläche ist von Kiefernwäldern bedeckt. Der Boden ist meist sandig (in früheren Jahrhunderten wurde Brandenburg "des Reiches Streusandbüchse" genannt) und erlaubt den Anbau von Kartoffeln, Roggen und Hafer. Auf den fruchtbaren Böden der Uckermark und des Oderbruchs werden Weizen, Zuckerrüben und sogar Tabak angebaut, im Spreewald Gemüse, im Havelland Obst.

Das Lausitzer Braunkohlenrevier mit seinen Großkraftwerken (um Senftenberg und Spremberg) ist ein bedeutendes Zentrum der Energiewirtschaft. Wichtige Betriebe der chemischen Industrie befinden sich in Schwedt an der Oder (Erdölraffinerie) und Premnitz an der Havel (Chemiefasern). Die Metallurgie konzentriert sich in Eisenhüttenstadt an der Oder, in der Stadt Brandenburg und in Hennigsdorf nordwestlich von Berlin. Andere Industriezweige sind über das ganze Land verstreut. Stark industrialisiert ist vor allem das Umland von Berlin.

Geschichte

Das von slawischen Stämmen bewohnte Gebiet des heutigen Brandenburg wurde im 10. Jahrhundert von den deutschen Königen Heinrich I. und Otto I. vorübergehend erobert, kam aber erst 200 Jahre später als Mark (befestigtes Grenzland) endgültig unter deutsche Herrschaft. Seinen Namen hat es von der slawischen Burg Brennabor, an deren Stelle später die Stadt Brandenburg gegründet wurde. Albrecht der Bär aus dem Geschlecht der Askanier nannte sich Mitte des 12. Jahrhunderts als erster "Markgraf von Brandenburg" Unter seinen Nachfolgern wurde das Gebiet der Mark beträchtlich erweitert. Seit dem 13. Jahrhundert war der Markgraf von Brandenburg einer der sieben Kurfürsten des Reiches. 1415 gelangten die Hohenzollern in den Besitz der Markgrafschaft und der brandenburgischen Kurwürde. Die Mark wurde zum Kernland des späteren Königreichs Preußen.

Bei der Neugliederung des preußischen Staates 1815 wurde die Provinz Brandenburg gebildet, deren Gebiet sich jedoch nicht völlig mit dem der alten Mark Brandenburg deckte. 1945 kamen die Gebiete östlich der Oder-Neiße-Linie, etwa ein Drittel der Provinz, unter polnische Verwaltung. Mit der Aufhebung des Staates Preußen durch den Alliierten Kontrollrat im Jahre 1947 wurde aus der Provinz das Land Brandenburg. Bei der Auflösung der Länder 1952 wurde Brandenburg im Wesentlichen auf die Bezirke Potsdam, Frankfurt (Oder) und Cottbus aufgeteilt. Bei der Wiedervereinigung Deutschlands wurde 1990 das Land Brandenburg wiederhergestellt. Der geplante Zusammenschluss mit dem Stadtstaat Berlin scheiterte im Mai 1996 durch Volksentscheid. Ministerpräsident ist seit 2002 Matthias Platzeck (SPD).

  1. Brandenburg
  2. Mecklenburg-Vorpommern
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  5. Thüringen
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