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THEMEN

Die Pest (Albert Camus)

Biografie

Albert Camus wurde am 7. November 1913 in Mondovi in der damals noch französischen Kolonie Algerien als Sohn des französischen Landarbeiters Lucien Camus und der spanischen Magd Catherine Camus, geb. Sintès, geboren. Nach dem Tod seines Vaters, der 1914 im Ersten Weltkrieg fiel, zog die Mutter mit Albert und seinem älteren Bruder Lucien nach Algier zu ihrer Mutter. In dem ärmlichen Stadtviertel Belcourt besuchte Camus die Grundschule. Sein Lehrer Louis Germain schlug ihn für ein Stipendium vor und ermöglichte ihm so den Besuch des Gymnasiums von 1924 bis 1931. In den Jahren 1931 bis 1936 studierte Camus an der Universität von Algier Philosophie, heiratete 1934 Simone Hié (Trennung 1936, Scheidung 1940) und trat im gleichen Jahr der Kommunistischen Partei Algeriens bei (Austritt 1937).

Seine schriftstellerische Tätigkeit begann bereits 1932 mit der Veröffentlichung von einigen Essays und setzte sich dann mit dem Schreiben von Beiträgen für die Studentenzeitung fort. 1935 gründete er mit Studenten und Arbeiterfreunden das progressive "Théâtre du Travail". Es folgte die Arbeit bei Radio Algier, die erste Buchveröffentlichung Licht und Schatten 1937 und die journalistische Tätigkeit bei der neu gegründeten, häufig die Kolonialverwaltung kritisierende Zeitung Alger républican.
1940 wurde Camus aus Algerien ausgewiesen, begann eine Arbeit als Redakteur in Paris bei der Zeitung Paris Soir und heiratete zum zweiten Mal.

Mit der Veröffentlichung von Der Fremde 1942 wurde Camus quasi über Nacht bekannt, das Erscheinen des Romans Die Pest 1947 machte ihn zur Berühmtheit. Gemeinsam mit dem 1957 erscheinenden Roman Der Fall gehört er zu den bedeutendsten Werken Camus'.
Während des Zweiten Weltkriegs war Camus Mitglied der Résistance und Mitbegründer ihrer Zeitschrift Combat. 1944 lernte Camus Jean-Paul Sartre und dessen existenzialistischen Kreis kennen, der Bruch ihrer Beziehung 1952 wurde durch das Erscheinen von Camus Werk Der Mensch in der Revolte (1951) ausgelöst.

Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte Camus seine praktische Theaterarbeit und seine schriftstellerische Tätigkeit fort. Ab 1954 unternahm er zahlreiche Versuche einer Vermittlung im Algerienkonflikt. 1957 erhielt er den Nobelpreis für Literatur.

Camus' Leben war von Lungentuberkulose überschattet. Bereits als Siebzehnjähriger zeigten sich die Symptome dieser Krankheit, mit der auch der Tod frühzeitig in sein Leben trat. Im Laufe des Lebens litt er unter schweren Krankheitsausbrüchen, die letztlich aber nicht seinen Tod auslösten. Albert Camus starb am 4. Januar 1960 bei einem Autounfall auf der Fahrt von Lourmarin nach Paris.
Das Werk von Albert Camus wird dem Existenzialismus zugeordnet und umfasst Romane, Erzählungen, Dramen, Essays und Tagebuchaufzeichnungen.

  1. Biografie
  2. Entstehung und Inhalt des Romans
  3. Die Hauptpersonen des Romans
  4. Bedeutung des Romans

Bibliografie:

  • Klaus Bahners: Erläuterungen zu Albert Camus' Die Pest. Hollfeld 2000
  • Morvan Lebesque: Albert Camus. In Selbstzeugnissen und Bilddokumenten. Reinbek bei Hamburg 1995
  • Herbert R. Lottmann: Camus. Eine Biographie. Hamburg 1986
  • Stefan Neuhaus: Grundriss der Literaturwissenschaft. 2., Tübingen 2005
  • Brigitte Sändig: Albert Camus. Reinbek bei Hamburg 2000
  • Marie-Laure Wieacker-Wolf: Albert Camus. Sulzer-Reichel, Martin (Hrsg.), München 2003
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