Die Sieben Weltwunder
Einleitung
Das älteste Zeugnis über die Sieben Weltwunder stammt von einem griechischen Dichter des zweiten Jahrhunderts v. Chr., von Antiparos von Sidon, der in seinem Gedicht den Artemistempel von Ephesos über die anderen großen Sehenswürdigkeiten der Antike stellt:
"Babylons ragende Stadt, ich sah sie mit Mauern, auf denen Wagen fahren.
Ich hab' Zeus am Alpheios gesehn, sah des Helios Riesenkoloss und
die Hängenden Gärten, auch den gewaltigen Bau der Pyramiden
am Nil und des Mausolos mächtiges Mal. Doch als ich dann endlich
Artemis' Tempel erblickt, der in die Wolken sich hebt,
blasste das andre dahin. Ich sagte: 'Hat Helios' Auge
außer dem hohen Olymp je etwas Gleiches gesehn?"
(Anthol. Pal. IX 58. Übers. H. Beckby)Die Sieben Weltwunder werden allgemein in folgender Reihenfolge angegeben, und zwar nach ihrem Entstehungsdatum:
- Einleitung
- 1. Die ägyptischen Pyramiden (2650-2263 v. Chr.)
- 2. Die hängenden Gärten der Semiramis (605-562 v. Chr.)
- 3. Tempel der Artemis in Ephesos (Mitte des 6. Jahrh. v. Chr.)
- 4. Die Goldelfenbein-Statue des Zeus in Olympia (um 430 v. Chr.)
- 5. Mausoleum in Halikarnassos (um 335 v. Chr.)
- 6. Koloss von Rhodos (Statue des Helios, um 285 v. Chr.)
- 7. Leuchtturm der ehemaligen Insel Pharos bei Alexandria (vollendet 279 v. Chr.)
Bibliografie:
- Egon Bauer: Die Sieben Weltwunder, 2004
- Kai Brodersen: Die Sieben Weltwunder. Legendäre Kunst- und Bauwerke der Antike, 2002
- Werner Ekschmitt: Die Sieben Weltwunder. Ihre Erbauung, Zerstörung und Wiederentdeckung, 1984
- Max Kunze: Die Sieben Weltwunder der Antike. Wege der Wiedergewinnung aus sechs Jahrhunderten, 2003
- Artur Müller: Die Sieben Weltwunder. 5000 Jahre Kultur und Geschichte der Antike, 1997
- Hans Reichardt: Die Sieben Weltwunder, 1999








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