Die Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD)
Geschichte der Partei
Die politischen Wurzeln der deutschen Sozialdemokratie reichen jedoch bis zur Märzrevolution 1848 und zu den Auslandsvereinen der deutschen Handwerksgesellen zurück.

Das Programm des ADAV fußte auf den Hauptforderungen, die Lassalle 1863 im sogen. "offenen Antwortschreiben" aufgestellt hatte. Sie umfassten 1. die Schaffung einer selbstständigen politischen Partei und 2. die Erkämpfung des allgemeinen, gleichen und direkten Wahlrechts. Im Vergleich dazu klang das von Liebknecht und Bebel 1869 erarbeitete "Eisenacher Programm" der SDAP radikaler. Es forderte u.a. die 'Abschaffung aller Klassenherrschaft', die 'Überwindung der privatkapitalistischen Produktionsweise', die Schaffung eines 'freien Volksstaates' und - wie der ADAV - die Einführung des allgemeinen, gleichen, direkten und geheimen Wahlrechts (für Männer ab 20 Jahre). Zu den Forderungen des "Eisenacher Programms" gehörte auch die Aufstellung eines "Volksheeres", das die stehenden Heere der deutschen Staaten ersetzen sollte.
Nach dem Zusammenschluss von ADAV und SDAP in Gotha zur Sozialistischen Arbeiterpartei (SAP) stellte deren "Gothaer Programm" einen Kompromiss aus den gemäßigten Zielvorstellungen der Lassallianer und denen der SDAP dar. Mit 'allen gesetzlichen Mitteln' strebte die Partei den 'freien Staat und die sozialistische Gesellschaft' an, 'die Zerbrechung des ehernen Lohngesetzes durch Abschaffung des Systems der Lohnarbeit, die Aufhebung der Ausbeutung in jeder Gestalt', die Beseitigung der sozialen und politischen Ungleichheit. Karl Marx und Friedrich Engels übten wegen der Zugeständnisse an die gemäßigten Positionen der Lassallianer scharfe Kritik an dem Gothaer Programm.

1876 kam die erste Nummer der Parteizeitung "Vorwärts" heraus, die über Jahrzehnte als Tageszeitung sowohl ein wichtiges Mittel zur Außenwirkung wie auch Forum zur innerparteilichen Diskussion bildete.
- Geschichte der Partei
- Verfolgung unter dem "Sozialistengesetz"
- Erfurter Programm (1891)
- Staatstragend und reformerisch (Weimarer Republik)
- Widerstand und Exil
- Wiederaufbau und Opposition
- Von der Arbeiter- zur Volkspartei. Das Godesberger Programm von 1959
- Innere Reformen und neue Ostpolitik
- Mühsame Erneuerung
- Die Entwicklung seit 1998
- Wahlergebnisse der SPD
Bibliografie:
- Franz Osterroth, Dieter Schuster: Chronik der deutschen Sozialdemokratie. Bd. 5: 1987-1990, Bonn 2009
- Daniel Friedrich Sturm: Wohin geht die SPD?, München 2009
- Franz Walter: Die SPD. Biografie einer Partei, Reinbek bei Hamburg 2009









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