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Die vergessenen Langohren: Esel

Wie ihr Name zum Schimpfwort werden konnte, ist bei näherer Beschäftigung mit den Eseln kaum nachzuvollziehen und kann nur auf menschlichem Unverstand beruhen: Esel sind in keiner Weise dumm, sondern höchst sinnvoll angepasste Säugetiere. Im Gegensatz zum Pferd, das in einer bedrohlich anmutenden Situation immer versuchen wird durchzugehen, bleibt ein Esel bei Gefahr wie angewurzelt stehen. Das hat damit zu tun, dass der Esel schon allein aufgrund seiner Fortbewegungsgeschwindigkeit kein Fluchttier ist. Daher mag die Bezeichnung „störrischer Esel“ kommen.

Nützliches Haustier

Bild
Der Hausesel ist eines der ältesten Haustiere. Bereits 4000 Jahre v. Chr. wurden in Nordafrika Wildesel in Zucht genommen

Bereits vor der Domestikation des Pferdes wurde der Esel zum nützlichen Haustier und Begleiter des Menschen. Als quasi bedürfnisloser Sohn der Wüste - seiner ursprünglichen Heimat - ist der Esel vor allem hinsichtlich seiner Ernährung extrem genügsam, noch dazu wenn man im Vergleich dazu seine Arbeitsleistung als Trag-, Reit- und teilweise auch als Zugtier sieht. Die Verbreitungsschwerpunkte der Eselhaltung liegen in Asien, dem nördlichen Afrika und dem angrenzenden Mittelmeergebiet sowie in Lateinamerika. Weltweit sollen etwa 40 Millionen dieser langohrigen Verwandten der Pferde leben. Ihre Färbung reicht von weiß über grau und braun bis zu schwarz und ihre Gestalt variiert vom nicht einmal einen Meter hohen sardischen Zwerg-Esel bis zu dem mit zottigem Fell behangenen südfranzösischen Poitou, einem über anderthalb Meter hohen Riesen-Esel. Die echten Wildesel hingegen sind in ihrem Bestand stark gefährdet.

  1. Nützliches Haustier
  2. Was unterscheidet den Esel vom Pferd?
  3. Kurze Geschichte einer Domestikation
  4. Von Zwergen und Riesen
  5. Letzte Wildesel in Afrika
  6. Sozialverhalten in freier Wildbahn

Bibliografie:

  • Johannes E. Flade: Die Esel, Westarp Wissenschaften 2000
  • Ute Fuhr, Raoul Sautai: Der Esel (Kinderbuch), Bibliographisches Institut, Mannheim 2003
  • Marisa Hafner: Esel halten, Ulmer Verlag 2005
  • Siegfried Legel: Nutztiere der Tropen und Subtropen, Hirzel Verlag, Stuttgart 1993
  • Ursula Licht: Liebenswertes Langohr - Alles über Esel, Verlag Müller Rüschlikon 2005

Institution(en):

  • Interessengemeinschaft der Esel- und Mulifreunde in Deutschland e. V.
    Steinweg 12, D-65520 Bad Camberg
    (06434)90 00 10
    (06434)3 82 71
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