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Die Vierschanzentournee

Highlight der Skisprungsaison

Die internationale Vierschanzentournee ist für die Skispringer neben den Olympischen Spielen und der Nordischen Skiweltmeisterschaft mittlerweile der wichtigste Wettbewerb. Sie findet seit 1952 jedes Jahr zwischen Ende Dezember und Anfang Januar statt. Hinter der Tournee steckt die Idee, die besten Skispringer aller Länder über einige Tag zusammen zu bringen, damit sie gemeinsam ihren Sport ausüben können. Die Vierschanzentournee besteht aus vier zum Skisprung-Weltcup gehörenden Einzelwettkämpfen. Mit nur wenigen Ausnahmen wird bis heute die Tournee in der Reihenfolge Oberstdorf, Garmisch-Partenkirchen, Innsbruck, Bischofshofen durchgeführt. Es sind also jeweils zwei Schanzen in Deutschland beziehungsweise in Österreich erfolgreich zu bewältigen, um den Gesamtsieg zu erlangen. Dabei hat jede der vier Schanzen eine andere Charakteristik. Erst 2002 gelang Sven Hannawald das, was in der Geschichte der Vierschanzentournee noch keinem Sportler vor ihm gelungen war: Er konnte alle vier Springen innerhalb einer Tournee für sich entscheiden!

Seit der 45. Auflage weicht die Vierschanzentournee vom üblichen Weltcup-Modus ab. Der erste Durchgang wird im K.-o.-Modus ausgetragen. Dadurch stehen die Skispringer bereits bei der Qualifikation am Vortag des eigentlichen Wettbewerbs unter Wettkampfdruck. Die 50 besten Springer qualifizieren sich für den ersten Durchgang. Es springt der 50. der Qualifikation gegen den Sieger der Qualifikation, der 49. gegen den Zweiten und so weiter. Der jeweilige Sieger aus den Duellen qualifiziert sich für das Finale. Die 15 besten im Weltcup platzierten Skispringer sind automatisch für den Wettbewerb qualifiziert. Sie brauchen nicht am Qualifikations-Springen teilzunehmen. Die 25 Sieger des ersten Wertungssprungs sowie die fünf punktbesten Verlierer ("lucky losers") ziehen schließlich in den Finaldurchgang ein. Das Finale wird dann wie alle anderen Weltcup-Skispringen durchgeführt: Der Springer mit der geringsten Punktezahl aus dem 1. Wertungsdurchgang (also der 30.) geht als Erster an den Start und der Beste des 1. Durchgangs springt als Letzter.

  1. Highlight der Skisprungsaison
  2. Schattenbergschanze Oberstdorf
  3. Große Olympiaschanze Garmisch-Partenkirchen
  4. Bergiselschanze Innsbruck
  5. Paul-Außerleitner-Schanze Bischofshofen
  6. Gesamtsieger 1953 bis 2012
  7. Zeitplan 2011/2012

Bibliografie:

  • Rupert Kaiser: Olympia-Almanach Winterspiele. Von London 1908 bis Turin 2006, Kassel 2006
  • Tina Schlosser: Skispringen verständlich gemacht. Regeln, Ausrüstung, Athleten, München 2001
  • Egon Theiner, Jens Jahn: Enzyklopädie des Skispringens, Kassel 2004
  • Dirk Thiele: Skispringen kompakt, Berlin 2007
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