Dieter Nuhr
Vom Beamtenhaushalt auf die Kleinkunstbühne
Am 29. 11. 1960 kam Dieter Herbert Nuhr als "jüngstes Mitglied eines Beamtenhaushaltes" (www.dieter-nuhr.de) in der niederrheinischen Kleinstadtwelt Wesel zur Welt. Seine Jugend verbrachte er im nahe gelegenen Düsseldorf, wo er seiner Zeit am Leibniz-Gymnasium mit dem Abitur abschloss. Anschließend studierte Nuhr an der Universitäts-Gesamthochschule in Essen Kunstpädagogik und Geschichte für das Lehramt und legte 1988 das Staatsexamen ab. Die ersten Bühnenauftritte als Mitglied eines Kabarett-Ensembles begannen 1987 und zeigten sich für Dieter Nuhr als zukunftsweisender als die ersten Erfahrungen, die er im Lehramtsberuf hatte sammeln dürfen. So startete er 1992 mit seinen ersten Soloauftritten. Unter dem Titel "Nuhr am Nörgeln" erlangte Nuhr 1994 Zutritt zur deutschen Kleinkunst-Bühne. Der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten: So wurde ihm 1998 der Deutsche Kleinkunstpreis in der Sparte "Kabarett" für das 96er-Programm "Nuhr weiter so" verliehen. Mit "Nuhr nach vorn" im Jahre 1998 und unter den Titeln "www.Nuhr.de" (2000) und "www.Nuhr.de/2" (2002) sowie "Ich bin’s Nuhr" (2004) etablierte sich der Niederrheiner dann endgültig als feste Größe in der deutschen Comedian- und Kabarett-Landschaft mit bis zu 200 Bühnenabenden pro Jahr und immer vor ausverkauftem Publikum.
Innerhalb der Comedian-Gemeinde hat sich der Kabarettist mit dem Hauptpreis, der "Goldene Spaten", von der Gemeinschaftsinitiative des Bayerischen Rundfunks, des Lustspielhauses München und der Urban Priols Bühne im Hofgarten in Aschaffenburg verliehen, bereits 2000 einen Namen gemacht. Und auch die Morenhovener Lupe, die Nuhr ebenfalls 2000 erhielt, gilt nicht nur als einer der ältesten und renommiertesten Kleinkunstpreise Deutschlands, sondern hat mit Konrad Beikircher, Hans Dieter Hüsch, Janosch und Gerhard Polt prominente Preisträger in ihren Reihen. Nuhrs Wahlspruch, der den Werdegang vom angehenden Lehrer zum prämierten Kabarettisten widerzuspiegeln scheint, lautet rheinländisch-robust: "Wenn man keine Ahnung hat: Einfach mal Fresse halten".









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