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Domestikation: Vom Wildtier zum Haustier

Wir wissen alle, dass unser Haushund vom Wolf abstammt. Doch schon bei unseren Stubentigern wird die Sache mit der Herkunft recht schwierig, denn wer weiß schon, dass unsere Hauskatze eine altägyptische Ahnin hat: die Nubische Falbkatze? Und auch jedes andere unserer Haustiere geht auf die Wildform eines Tieres zurück. Doch wie kommt es, dass der Pudel ebenso wie der Araberhengst bei uns Menschen bleibt und Haustiere nicht jede Gelegenheit ergreifen, die vermeintlich attraktive Freiheit wiederzuerlangen? Und was ist überhaupt ein Haustier? Ist nicht bereits der Spatz, der in einem Spalt unter den Dachpfannen unseres Hauses seine Jungen aufzieht, unser Haustier? Wie definiert die Wissenschaft, die Biologie, ein Haustier?

Das nützliche Haustier

Zum einen gibt es die wirtschaftlich orientierte Definition, nach der Haustiere solche Tiere sind, die seit Generationen an das Haus oder auch ein Zelt gebunden sind, deren Zucht und Vermehrung seit Generationen von Menschen manipuliert wird und die für die menschliche Wirtschaft durch die Nutzung von Arbeitskraft, Fleisch und anderen Produkten ihres Körpers wie Wolle oder Eier von Bedeutung sind. Doch diese Definition umfasst bestenfalls alle Nutztiere. Alle Hobbyhaustiere aber fallen aus dieser Definition heraus.

Im weiteren Sinne sind Haustiere im Gegensatz zu ihren frei und wild lebenden Ahnen Lebewesen, die in ihrer Ausprägung durch das Zutun des Menschen entstanden sind. Entweder grenzten die Menschen Teile von Wildarten zu ihrer eigenen Nutzung ab (vor allem hinsichtlicht der Fortpflanzung) oder sie schafften solche Bedingungen, dass vereinzelte Wildtiere dazu übergingen, sich selbst von den freilebenden Artgenossen abzugrenzen, um in der Nähe des Menschen zu leben. Letzteres trifft vor allem für die Hauskatze zu, vielleicht auch bedingt für das Meerschweinchen und den Hund.

  1. Das nützliche Haustier
  2. Das zahme Haustier
  3. Voraussetzung für die Haustierwerdung
  4. Auswirkungen auf die Menschheitsgeschichte
  5. Die Zucht
  6. Von Zwergen und Riesen
  7. Kleineres Gehirn
  8. Haustiere bei unseren Vorfahren
  9. Haustiere als Heimtiere
  10. Der Hund - das älteste Haustier des Menschen
  11. Rassezucht: vom Wolf zum Yorkshire-Terrier
  12. Haustiere als Nutztiere
  13. Vom Wildrind zum Hausrind
  14. Das Los unter Massentierhaltung am Beispiel der Schweine
  15. In der Verantwortung des Menschen

Bibliografie:

  • Norbert Benecke: Der Mensch und sein Haustiere. Die Geschichte einer jahrtausendealten Beziehung, Stuttgart 1994
  • Maggie Entenfellner, Andrea Specht: Hundkatzevogelmaus - Welches Tier passt zu mir?, St. Pölten 2003
  • Wolf, Herre, Manfred Röhrs: Haustiere - zoologisch gesehen, Stuttgart 1990
  • Barbara Jud: Haustiere: Richtig halten und gut betreuen, Zürich 2007
  • Angela Kämper: Haustiere - spirituelle Begleiter des Menschen, München 2007
  • Rupert Sheldrake: Der siebte Sinn der Tiere - Warum Ihre Katze weiß, wann Sie nach Hause kommen und andere bisher ungeklärte Fähigkeiten der Tiere, München 2002
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