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Einheimische Sträucher

Viele Sträucher werden in Gärten und Parkanlagen wegen ihrer attraktiven Blüten oder schmackhaften Früchte angepflanzt. Oftmals handelt es sich um Pflanzen aus fernen Ländern, deren exotischer Reiz ihnen den Weg in unsere Gärten und Grünanlagen geebnet hat. Doch auch unsere heimische Flora hat eine Vielzahl an größtenteils auch sehr dekorativen Sträuchern zu bieten. Heimische Sträucher sehen aber nicht nur hübsch aus, sondern sind darüber hinaus auch nützlich. Und sie bieten viele Möglichkeiten zur Naturbeobachtung.
Normalerweise finden sich unsere heimischen Sträucher am Waldrand oder in freier Natur beziehungsweise in unseren verschiedenen Kulturlandschaften. Sie gehören vielerorts so selbstverständlich zum Landschaftsbild - beispielsweise der im Frühjahr mit weißem Blütenzauber übersäte Weißdorn als Feldhecke - dass wir sie kaum noch wahrnehmen. Im Zuge der Landnahme durch uns Menschen verschwindet aber die natürliche Vielfalt unserer heimischen Sträucher immer mehr. Engagierte Menschen versuchen im Gegenzug, ihre eigenen Gärten wieder mit heimischen Sträuchern zu beleben, an die sich in aller Regel auch bestimmte Tierarten angepasst haben. Wer Wildtiere in seinen Garten locken und beobachten möchte, sollte auf jeden Fall auf heimische Sträucher zurückgreifen. Hinzu kommt, dass einheimische Straucharten für gewöhnlich anspruchslos sind, da sie sich an ihren natürlichen hiesigen Lebensraum im Zuge ihrer Entwicklungsgeschichte sehr gut angepasst haben.

Strauch oder Baum?

Sowohl Bäume als auch Sträucher gehören zu den Gehölzen, das sind Pflanzen, deren Stamm und Äste verholzen. Holz ist das aus verholzten Zellen zusammengesetzte Gewebe, das unter der Rinde von Bäumen und Sträuchern liegt. Holz besitzt eine vielschichtige Feinstruktur, die ungemein fest, aber dennoch sehr elastisch ist. Im Holz liegen mehrere Gewebeschichten aufeinander, wobei das äußere Holz (Splintholz) sehr weich und hell ist und das innen liegende Kernholz hart und dunkel.

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Eiche
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Birke

Besteht das Holz aus einem lockermaschigen Zellwerk, ist es weich und somit weniger widerstandsfähig. Typische Weichhölzer sind beispielsweise Weide, Platane, Linde, Fichte, Birke und Tanne. Besteht das Holz aus kompakten Holzfasern, ist es hart und wesentlich stabiler. Eiche, Esche, Ahorn, Buche, Walnuss und Esskastanie sind typische Beispiele für Harthölzer.

Gehölze bilden innerhalb des Pflanzenreichs eine überaus formenreiche Gruppe. Sie umfasst einerseits nur wenige Zentimeter hohe Zwergsträucher, andererseits auch die größten Lebewesen, welche die Erde hervorbringt.

Bäume und Sträucher werden ausschließlich aufgrund ihrer unterschiedlichen äußeren Gestalt (Habitus) voneinander unterschieden. Aus botanischer Sicht ist dies allerdings eine sehr willkürliche Grenze, die gewissermaßen quer durch alle Pflanzenfamilien, ja selbst durch einzelne Gattungen verläuft. Selbst innerhalb mancher Art kann sich eine Pflanze je nach Standort und Lebensbedingungen zu einem Strauch oder zu einem Baum entwickeln. Zu den bekanntesten und augenfälligsten Beispielen gehören einige Weidenarten. Die Bruchweide (Salix fragilis) und die Silberweide (Salix alba) trifft man sowohl als eindeutige Buschformen, aber auch als stattliche Bäume an. Ebenso spricht man sowohl von Holunderbusch als auch vom Holunderbaum.

Im Allgemeinen bezeichnet man nun Holzpflanzen mit mehreren bis vielen, von Grund an verzweigten, meist dünn bleibenden Holzstämmen als Sträucher. Sie bilden daher im Gegensatz zu Bäumen keinen Stamm als Hauptachse aus. Sträucher können bis zu 3 m hoch werden. Von Kräutern und Stauden unterscheidet sie der feste Holzkörper.

Ökologisch bilden sie in natürlichen Landschaften das Unterholz der Wälder, während Zwergsträucher wie das Heidekraut Heiden und Steppen überziehen. Sträucher können auch dichte Gehölze bilden wie die mediterrane Macchie. In unseren Kulturlandschaften sind Sträucher bedeutsam als Heckenpflanzen, die vielen Tieren Schutz und Brutgelegenheiten bieten. Halbsträucher sind Gewächse, bei denen die unteren Sprossteile verholzt sind, während die oberen krautig sind und im Herbst absterben. Einen Spezialfall von Sträuchern bilden die Lianen (Kletterpflanzen).

  1. Strauch oder Baum?
  2. Heimische Wildsträucher
  3. Heimische Sträucher im Dienste des Naturschutzes

Bibliografie:

  • Werner Gamerith: Gehölze im naturnahen Garten, 2007
  • Kurt Harz: Bäume und Sträucher: Blätter, Blüten, Früchte der heimischen Arten, 2009
  • Ulrich Hecker: Bäume und Sträucher: Treffsicher bestimmen mit dem 3er-Check 1... 2... 3... ...schon erkannt! 2008
  • Bäume und Sträucher einfach und sicher bestimmen: Über 700 Fotos und Grafiken Extra: Jahresuhr, 2005
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