Elbe
Von Nordböhmen nach Sachsen
Dem nordböhmischen Elbtal folgen seit altersher wichtige Handelsstraßen und seit dem 19. Jahrhundert die Eisenbahnverbindung zwischen Prag und Dresden. Vorbei an alten Burgen wie dem berühmten Schreckenstein und Städten wie Aussig (Ústí nad Labem) und Tetschen (Děčín) strömt die Elbe weiter nach Norden und erreicht schließlich das Elbsandsteingebirge. Das teilweise zum Canyon verengte Durchbruchstal beiderseits der deutsch-tschechischen Grenze ist der wohl attraktivste Abschnitt des ganzen Flusslaufes. Groß ist die Zahl der Urlauber und Ausflügler, die diesen Flussabschnitt auf einer Fahrt mit dem Raddampfer kennen lernen.
Ab Pirna öffnet sich das Tal zur Dresdner Elbtalweitung und bietet der alten Residenzstadt Dresden Platz. Nach den Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs und dem Verfall während der Zeit der deutschen Teilung hat Dresden den Ruf als einer der schönsten Städte Deutschlands zurückgewonnen. Das günstige Klima ermöglicht hier sogar den Anbau von Wein. Bei Meißen verengt sich das Tal noch einmal auf einer kurzen Strecke, doch werden die Hänge schon bald wieder flacher.
Die Elbe hat im Bereich der deutschen Mittelgebirge ein weit reichendes, stark verzweigtes Einzugsgebiet, das den größten Teil Sachsens, fast das gesamte Thüringen sowie Sachsen-Anhalt umfasst. Die zahlreichen Bäche und Flüsse des Erzgebirges fließen überwiegend der Mulde zu, die bei Dessau in die Elbe mündet. Aus dem westlichen Erzgebirge, dem Vogtland und dem Thüringer Wald und selbst noch aus dem östlichen Harz strömen die Bäche und Flüsse in der Saale zusammen, die südlich von Magdeburg bei Barby die Elbe erreicht.









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