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Elbe

Die Elbe ist der zweitgrößte Fluss Mitteleuropas. Der Lauflänge nach steht sie mit 1165 km nicht viel hinter dem Rhein (1360 km) zurück. Wenn man von der Quelle des längsten Nebenflusses, der Moldau, ausgeht, erreicht das Flusssystem der Elbe sogar eine Lauflänge von 1290 km. Der Unterschied zum Rhein beträgt dann nur noch 70 km. Ganz anders sieht der Größenvergleich jedoch aus, wenn nicht die Länge, sondern der Einzugsbereich verglichen wird. Während die Elbe Sammelader für ein Gebiet von rund 144 000 km2 ist, entwässert der Rhein eine um 55% größere Fläche, nämlich 224 000 km2. Noch größer sind die Unterschiede beim Abfluss. Den 750 m3, die die Elbe im Jahresmittel pro Sekunde der Nordsee zuführt, steht ein dreimal größerer Abfluss beim Rhein gegenüber.

Die böhmischen Ursprünge der Elbe

Die Quellbäche der Elbe entspringen in der Tschechischen Republik am Südabfall des Riesengebirges nahe der polnischen Grenze. Nach einer kurzen, aber gefällereichen Gebirgsstrecke erreicht die Labe, wie die Tschechen den Fluss nennen, das nordböhmische Becken. Von Osten und Norden strömen ihr einige andere Gebirgsflüsschen zu: zunächst die Aupa, dann bei Königgrätz die Adler (Orlice) und schließlich die wasserreiche Iser (Jizera). Bei Mělník vereinigt sich die Elbe mit der von Süden kommenden Moldau (Vltava). Die Moldau, deren Quellen im Böhmerwald liegen, übertrifft hinsichtlich Lauflänge (440 km), Einzugsgebiet und Wasserführung den Oberlauf der Elbe, also den Flussabschnitt von der Elbquelle bis Mělník, deutlich.

Zur Mittelelbe wird der Flusslauf zwischen Mělník und Hamburg gerechnet. Da sie auf dieser Strecke jedoch zwei sehr unterschiedliche Landschaftstypen durchfließt, unterscheidet man einen oberen und einen unteren Abschnitt der Mittelelbe. Die Grenze liegt bei Riesa, wo die Elbe das Mittelgebirge verlässt und in das Norddeutsche Tiefland eintritt.

Die nach der Einmündung der Moldau zu einem stattlichen Fluss herangewachsene Elbe erhält weiteren Zufluss durch die Eger (im Tschechischen heißt sie Ohře), die jenseits der deutsch-tschechischen Grenze im Fichtelgebirge entspringt. Mit ihrer Länge von 256 km ist die Eger innerhalb Tschechiens der zweitlängste Nebenfluss der Elbe. Dann bahnt sich die Elbe ihren Weg durch das Böhmische Mittelgebirge. Das stellenweise recht enge Tal lässt erkennen, wie sehr sich der Fluss in das Gebirge eingeschnitten hat.

  1. Die böhmischen Ursprünge der Elbe
  2. Von Nordböhmen nach Sachsen
  3. Die Elbe als Tieflandsfluss
  4. Die Trichtermündung der Elbe
  5. Hochwassergefahr an der Elbe
  6. Umweltschutz im Elbtal
  7. Die Elbe als Wasserstraße
  8. Hamburg und die Elbe

Bibliografie:

  • Ernst P. Dorfler: Wunder der Elbe. Biografie eines Flusses, Halle an der Saale 2000
  • Claudia Fricke (Red.): Flusslandschaft Elbe, Magdeburg 1999
  • Wolfgang Kenntemich: Die Jahrhundertflut, Gütersloh 2002

Institution(en):

  • Bundesanstalt für Gewässerkunde
    Kaiserin-Augusta-Anlagen 15-17, 56068 Koblenz
    Postfach 200253, 56002 Koblenz
    (0261)1306-0
    posteingang@bafg.de
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