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THEMEN

Erdgeschichte: Algen und erste wirbellose Tiere leben in den Meeren Vor 590 bis 500 Mio. Jahren: Das Kambrium

Die zeitliche Gliederung

Das Kambrium ist das älteste System des Paläozoikums, also des Erdaltertums. Seinen Namen hat es von der altrömischen Bezeichnung Cambria für Nordwales. Dort nämlich beschrieb der Engländer Adam Sedgwick 1833 erstmals fossilienführende Schichten.

Die Untergrenze des Kambriums ist durch das generelle Auftreten skeletttragender Tiergruppen von vereinzelten frühen Vorformen im späten Oberproterozoikum (Vendium) abgesehen definiert. Radiometrische Messungen ergaben Werte zwischen 590 und 570 Mio. Jahren. Weit verbreitet in der Fachliteratur ist der Wert 570, neuerdings neigen Paläowissenschaftler eher zu 590 Mio. Als unterster Abschnitt des Kambriums wird gelegentlich das so genannte Tommot ausgegliedert, in dem zwar schon zahlreiche typisch kambrische Tiergattungen und Arten (Archaeocyathen, Hyolithen, Gastropoden) auftreten, noch nicht aber die für die Gliederung des Kambriums so außerordentlich bedeutenden Dreilapperkrebse (Trilobiten). Über die Obergrenze des Kambriums sind sich die Experten noch nicht generell einig. Meist wird sie an die Basis des so genannten Tremadoc, eine durch das Auftreten bestimmter Graptolithen gekennzeichnete Zone, gestellt. Danach liegt sie bei 500 Mio. Jahren.

Unterteilt wird das Kambrium in drei Abteilungen:

  • Unterkambrium (590545 Mio.)
  • Mittelkambrium (545520 Mio.)
  • Oberkambrium (520500 Mio.)

International ist allerdings auch diese Gliederung des Kambriums noch nicht generell anerkannt. Die Zonenunterteilung wurde aufgrund verschiedener kennzeichnender Trilobiten-Vergesellschaftungen vorgenommen, die sich in Schichten von Skandinavien fanden.

Um Dauer und Lage des Kambriums in der gesamten Erdgeschichte zu veranschaulichen, sei folgender Vergleich erwähnt: Denkt man sich die gesamte rund 4,6 Mrd. Jahre lange Erdgeschichte auf die 365 Tage eines Jahres komprimiert, dann entspräche die Dauer des Kambriums dem Zeitabschnitt vom 15. bis 21. November.

  1. Die zeitliche Gliederung
  2. Geographische Verhältnisse
  3. Sedimente und Vulkanismus
  4. Klimatische Verhältnisse
  5. Pflanzen- und Tierwelt

Institution(en):

  • Naturmuseum Senckenberg
    Senckenberganlage 25, 60325 Frankfurt am Main
  • Naturhistorisches Museum Wien, Geologisch-Paläontologische Abteilung
    Burgring 7, A-1014 Wien, Österreich
  • Institut für Geologie und Paläontologie
    Innrain 52, A-6020 Innsbruck, Österreich
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