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THEMEN

Erdgeschichte: Pflanzen und Tiere erobern Süßwasser und Festland - Vor 440 bis 410 Mio. Jahren: Das Silur

Die zeitliche Gliederung

Den Begriff Silur verwendete erstmals der englische Paläontologe Murchison im Jahre 1835. Er leitete ihn vom Namen eines keltischen Volksstammes ab und verwendete ihn für Schichten, die vom mittleren Teil des heute als Ordovizium bezeichneten Systems (480 460 Mio.) bis zum Beginn des Devon (um 410 Mio.) reichen. 1879 revidierte sein Landsmann und Fachkollege Lapworth den Begriff, indem er insbesondere die weiter zurückliegenden Abschnitte des Systems als selbständiges »Ordovizium« abtrennte. Lange Zeit danach wurde das Silur auf den Bereich zwischen so genannter Llandoverian-Untergrenze und Ludlovian-Obergrenze beschränkt. Diese Zuordnung von Sedimentationsfolgen entspricht dem Zeitraum vor 440 bis 415 Mio. Jahren. Später nahm man aufgrund von Sedimentbeschaffenheiten und der Tierwelt noch das Pridolian hinzu und kam auf diese Weise zur heute üblichen zeitlichen Definition des Silurs:

Untersilur (440-420 Mio.)

  • Llandoverian (440-425 Mio.)
  • Wenlock (425-420 Mio.)

Obersilur (420-410 Mio.)

  • Ludlovian (420-415 Mio.)
  • Pridolian (415-410 Mio.)

Verschiedene Wissenschaftler verstanden unter Silur auch den gesamten vordevonischen Abschnitt des Erdaltertums, also Ordovizium (500-440 Mio.) und heutiges Silur. Sie bezeichneten das jetzige Silur als Obersilur oder Gotlandium.

Die Obergrenze des Silur (410 Mio., nach manchen Autoren 400 Mio.) ist nach neuer internationaler Regelung dort gezogen, wo erstmals der Graptolith Monograptus uniformis als Leitfossil auftaucht. Die Untergliederung des Silur in die vier genannten Abschnitte erfolgt ebenfalls mit Hilfe von Graptolithen, neuerdings bzw. lokal auch auf der Grundlage verschiedener Conodonten, Ostracoden (Schalenkrebse) und Brachiopoden (Armfüßer).

  1. Die zeitliche Gliederung
  2. Geographische Verhältnisse
  3. Starke Sedimentbildung geringer Vulkanismus
  4. Klimatische Verhältnisse
  5. Pflanzen- und Tierwelt

Institution(en):

  • Naturmuseum Senckenberg
    Senckenberganlage 25, 60325 Frankfurt am Main
  • Naturhistorisches Museum Wien, Geologisch-Paläontologische Abteilung
    Burgring 7, A-1014 Wien, Österreich
  • Institut für Geologie und Paläontologie
    Innrain 52, A-6020 Innsbruck, Österreich
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