Flaggen und Wappen der Welt: Chile
Die Flagge

Sie st deutlich beeinflusst vom Sternenbanner der USA; der Nordamerikaner Charles Wood hat sie gestaltet. Er kämpfte als freiwilliger Pionieroffizier im chilenischen Heer der Generäle San Martin und O’Higgins.
Nach dem berühmten Marsch über die Anden schlug dieses Heer am 12. Februar 1817 die Spanier bei Chacabuco und nahm Santiago ein. Nach diesem Sieg über die Kolonialherren wurde die Herrschaft der Spanier, die seit dem 16. Jahrhundert bestanden hatte, beendet.
Die Einführung der Nationalflagge gab der spätere Diktator Chiles, General Bernado O’Higgins, am 18. Oktober 1817 bekannt. In der Flagge liegt im blauen Obereck der weiße Freiheitsstern. Seine Zacken symbolisieren die fünf ursprünglichen Provinzen Atacama, Coquimbo, Aconagua, O'Higgins und Bio Bio.
Die Farben in der Flagge werden folgendermaßen gedeutet: Rot ist das Blut, das die Helden im Kampf für die Freiheit vergossen haben; Weiß wird als der Schnee auf den Andengipfeln, das Blau als der Himmel über Chile gedeutet.
Schon 1812 entwarf Don J. M. Carrera eine erste chilenische Flagge, bestehend aus den drei Streifen blau-weiß-gelb. Sie sollte die spanische Flagge ersetzen. Beeinflusst wurde Carrera bei der Wahl der Trikolore durch Kapitän Lastra, einem ehemaligen spanischen Marineoffizier, den er vorher konsultiert hatte.
1810 war Chile von der Freiheitsbewegung der spanischen Kolonien erfasst worden. Die Kreolen vertrieben den spanischen Vizekönig und setzten am 18. September eine Junta ein. Der Kongress, der im September 1811 zusammentrat, handelte noch im Namen des Königs von Spanien. Dann riss Carrera mit seinen beiden Brüdern die Herrschaft an sich und verkündete die Unabhängigkeit des Landes.
Obwohl es kein Gesetz oder Dekret gab, wurden die blau-weiß-gelbe Flagge und die Kokarde (in denselben Farben) akzeptiert, und bald erhielten sie den Namen „Embleme des alten Vaterlandes“. Carrera versuchte nach und nach die Flagge im gesamten Land zu verbreiten, dazu dienten unter anderem drei Dekrete.
Am Tag der Unabhängigkeit, dem 18. September, wurde die Flagge erstmals in Santiago gehisst. Zu ihren Ehren wurde ein Salut von 21 Schuss abgefeuert. Dadurch wurde die Flagge zum Symbol der Nation und alle schworen, sie immer verteidigen zu wollen.
Nach dem Sturz Carreras rückte der spanische General Osorio, von Peru kommend in Chile ein. Er schlug das chilenische Heer unter O’Higgins und errichtete erneut die spanische Herrschaft; die blau-weiß-gelbe Flagge wurde wieder abgeschafft.
Nach der Schlacht bei Chacabuco endete 1817 die spanische Oberhoheit über Chile. Man brauchte wieder eine neue Nationalflagge. Im April 1817 nahm Chile eine blau-weiß-rote Streifenflagge an, doch wie sich herausstellte nur für kurze Zeit. Am 3. Oktober fragte der Gouverneur von Valparaiso bei der Regierung an, welche Flagge bei offiziellen Anlässen zu hissen sei. Nach Beratungen im Kabinett nahm man am am 18. Oktober 1817 eine Idee des Kriegsministers Don J. I. Zentano auf, die Flagge als Nationalflagge zu verwenden, die San Martin in seinem Hauptquartier wehen ließ. Bei dem Marsch über die Anden wurde sie den Truppen vorausgetragen. Die weiß-rote Flagge mit dem weißen Stern im blauen Obereck ist seit dieser Zeit die chilenische Nationalflagge.
- Die Flagge
- Das Wappen
Bibliografie:
- Chronik griffbereit: Flaggen und Wappen der Welt. Gütersloh 2008









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