Frankreich (France)
Gallier und Römer (bis 486)
Gallier drangen im 5. Jh. v. Chr. von Norden in das Gebiet des heutigen Frankreich ein und assimilierten bis etwa 400 v. Chr. die vorkeltischen Kulturen bis auf einen schmalen Streifen am Mittelmeer, der mit dem Zentrum Massilia seit etwa 600 v. Chr. griechisch kolonisiert war, und das Baskenland, in dem die vorkeltische Urbevölkerung ihre Eigenart bewahrte. Das keltische Gallien bildete kein zusammenhängendes Reich, sondern zerfiel in kleine Herrschaftsgebiete. Züge nach Britannien, Spanien und besonders nach Oberitalien (Plünderung Roms, 387) verbreiteten die keltische Kultur in Europa, brachten sie aber auch in Gegensatz zum entstehenden Römischen Reich.
Mit der Eroberung der gallischen Gebiete in der Po-Ebene 222 und der Errichtung der Provinz Gallia Cisalpina begann die etappenweise Unterwerfung durch Rom. Iulius Caesar schloss die Eroberung 52 v. Chr. mit dem Sieg über den gallischen Avernerfürsten Vercingetorix bei Alesia ab. Die folgenden vier Jahrhunderte römischer Herrschaft bescherten Gallien unter dem Schirm der Pax Romana eine kulturelle und wirtschaftliche Blüte, in der sich die romanische Kultur dauerhaft verwurzelte. Der Verfall der Reichsmacht am Rhein im Zuge der Völkerwanderung seit 405/06 reduzierte die römische Herrschaft auf ein Rumpfreich im Zentrum Galliens, das sich im Bund mit den Franken 451 der Hunnen erwehrte, 486 jedoch durch die Franken in der Schlacht bei Soissons vernichtet wurde.
Neben den Franken, die sich im frühen Mittelalter als Herrschaftsschicht etablierten, gingen aus der Völkerwanderung in Gallien mehrere eigenständige Gebiete hervor: Im Nordwesten siedelten sich christliche Briten ("Bretonen") an, zwischen Dijon und Lyon entstand das Reich der Burgunder (443 bis 534), und um Toulouse errichteten die Westgoten 418 ihr Reich, das seinen Schwerpunkt nach 507 auf die Iberische Halbinsel verlegte.
- Gallier und Römer (bis 486)
- Franken und Karolinger (486-987)
- Kapetinger stärken Krone (987-1328)
- Hundertjähriger Krieg (1328/38-1453)
- Südexpansion und Religionskrise (15.-16. Jh.)
- Hegemonie und Absolutismus (17. Jh.-1789)
- Französische Revolution (1789-1799/1804)
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- Die unruhige Großmacht (1815-1871)
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