Frauen im Aufbruch in die Moderne: Gründerjahre und Wilhelminische Zeit 1890 bis 1920
Einleitung
Seit kurzem hat sich auch die Geschichtswissenschaft auf diese Lesart der "Moderne" eingelassen und die Jahrhundertwende als eine Zeit des Um- und Aufbruchs neu in den Blick genommen. Die Jahrzehnte unmittelbar vor und nach 1900 erscheinen so als eine Phase rapider Veränderungen, welche die ein Jahrhundert zuvor eingeleiteten Wandlungsprozesse nicht nur hochgradig beschleunigten, sondern ihnen zum Teil auch eine andere Richtung gaben. Industrialisierung, Urbanisierung, Bürokratisierung, Demokratisierung - diese eng mit dem Modernisierungsprozess des 19. Jahrhunderts verknüpften Entwicklungen traten an der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert in ein qualitativ neues Stadium, das die besondere Aufmerksamkeit der Zeitgenossen und Historiker herausfordert(e). Auch Frauen erlebten diese Zeit als innovativ und aufregend. Nicht nur ihre Lebenssituation veränderte sich - auch ihre Erwartungen an die Zukunft und ihre Selbstbilder gerieten in Bewegung.
Bibliografie:
- Rosemarie Nave-Herz: Die Geschichte der Frauenbewegung in Deutschland, 1994
- Elisabeth Prégardier, Anne Mohr (Hrsg.): Wege zum Wesentlichen. Antonie Hopmann (1882-1941). Ein Leben für Frauenbewegung und Sozialpolitik, 1991
- Proletarische Frauenbewegung des 19. und frühen 20. Jahrhunderts. Mikrofiche Edition. In Zusammenarbeit mit Sylvia Kubina und der Universitätsbibliothek der FU Berlin unter der Leitung von Ulrich Naumann, 1998









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