Total votes: 6
  • Send to friend
  • Diese Seite drucken
THEMEN

Frauen im Aufbruch in die Moderne: Gründerjahre und Wilhelminische Zeit 1890 bis 1920

Einleitung

"Die Moderne" - das ist ein Epochenbegriff, der von Geschichts- und Kunstwissenschaftlern, Soziologen und Philosophen sehr unterschiedlich datiert wird. Während Historiker und Sozialphilosophen bislang eher dazu neigten, "Moderne" und "bürgerliche Gesellschaft" in eins zu setzen und ihren Anfang auf das späte 18. Jahrhundert festzulegen, war und ist es in der Kunstgeschichte üblich, die "Moderne" im ausgehenden 19. Jahrhundert beginnen zu lassen. Dahinter steht die Beobachtung eines massiven Traditionsbruchs in der Malerei, aber auch in Musik und Literatur - eines tief greifenden Wandels, der neuen Welt- und Menschenbildern Raum schuf und bis in unsere heutige Zeit hinein prägend geblieben ist.

Seit kurzem hat sich auch die Geschichtswissenschaft auf diese Lesart der "Moderne" eingelassen und die Jahrhundertwende als eine Zeit des Um- und Aufbruchs neu in den Blick genommen. Die Jahrzehnte unmittelbar vor und nach 1900 erscheinen so als eine Phase rapider Veränderungen, welche die ein Jahrhundert zuvor eingeleiteten Wandlungsprozesse nicht nur hochgradig beschleunigten, sondern ihnen zum Teil auch eine andere Richtung gaben. Industrialisierung, Urbanisierung, Bürokratisierung, Demokratisierung - diese eng mit dem Modernisierungsprozess des 19. Jahrhunderts verknüpften Entwicklungen traten an der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert in ein qualitativ neues Stadium, das die besondere Aufmerksamkeit der Zeitgenossen und Historiker herausfordert(e). Auch Frauen erlebten diese Zeit als innovativ und aufregend. Nicht nur ihre Lebenssituation veränderte sich - auch ihre Erwartungen an die Zukunft und ihre Selbstbilder gerieten in Bewegung.

  1. Einleitung
  2. Erwerbstätigkeit und Mobilität
  3. Ehe, Familie, Kinder
  4. Freiräume

Bibliografie:

  • Rosemarie Nave-Herz: Die Geschichte der Frauenbewegung in Deutschland, 1994
  • Elisabeth Prégardier, Anne Mohr (Hrsg.): Wege zum Wesentlichen. Antonie Hopmann (1882-1941). Ein Leben für Frauenbewegung und Sozialpolitik, 1991
  • Proletarische Frauenbewegung des 19. und frühen 20. Jahrhunderts. Mikrofiche Edition. In Zusammenarbeit mit Sylvia Kubina und der Universitätsbibliothek der FU Berlin unter der Leitung von Ulrich Naumann, 1998
Total votes: 6
  • Send to friend
  • Diese Seite drucken

Post new comment


0 Kommentare

Filtered HTML

  • Internet- und E-Mail-Adressen werden automatisch umgewandelt.
  • Zulässige HTML-Tags: <a> <em> <strong> <cite> <blockquote> <code> <ul> <ol> <li> <dl> <dt> <dd>
  • HTML - Zeilenumbrüche und Absätze werden automatisch erzeugt.

Plain text

  • Keine HTML-Tags erlaubt.
  • Internet- und E-Mail-Adressen werden automatisch umgewandelt.
  • HTML - Zeilenumbrüche und Absätze werden automatisch erzeugt.
CAPTCHA
This question is for testing whether you are a human visitor and to prevent automated spam submissions.