Ganges – der heilige Fluss
Im Überblick
Vieles in der hinduistischen Religion bezieht sich auf den Fluss Ganges oder die "Ganga Ma", die "Mutter Ganga", wie der Fluss bei frommen Hindus heißt. Der Ganges ist der heiligste Strom des Hinduismus; sein Wasser ist fester Bestandteil jedes Gottesdienstes. Eine Waschung im Flusswasser ist ein bedeutendes Ereignis und ein hohes Ziel im Leben jedes gläubigen Hindus, denn sie gilt als heilige Zeremonie, bei der man körperlich und seelisch rein werden sowie mit dem Göttlichen in Berührung kommen kann.
Damit ist der Ganges eine wichtige Pilgerstätte des Hinduismus; Hunderttausende von Gläubigen machen sich jedes Jahr auf den Weg, um den heiligen Fluss aufzusuchen. Wem es aber zu Lebzeiten nicht vergönnt ist, das rituelle Bad im Ganges vorzunehmen, der möchte hier wenigstens im Tod seinen Frieden finden: Hunderte Leichen werden täglich im Fluss bestattet oder am Ufer verbrannt und dann als Asche über dem Wasser verstreut. Aufgrund dieser Praktiken ist der im Glauben der Hindus so reinigende Strom im Laufe der Zeit zu einem äußerst verschmutzten und vergifteten Gewässer geworden, das nicht nur die Gesundheit der badenden Pilger angreift, sondern auch die Trinkwasserversorgung großer Teile Indiens gefährdet.






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