Geld - Münzen - Maße im Römischen Reich
Einleitung

Rom als Agrarstaat kam verhältnismäßig spät zu Geldwirtschaft und Münzprägung, wie sie in Griechenland und vor allem im Orient längst üblich war. Zur Zeit des Pyrrhuskrieges um 275 v. Chr. prägte die Republik wohl ihre ersten Münzen - große Stücke in Gold, Silber und Kupfer. Vor diesem Zeitpunkt verwendete Rom wie andere italische Stämme Barren aus Kupfer oder Bronze als Zahlungsmittel; diese Art von Geld war freilich viel zu schwer, als dass es den Naturaltauschhandel in Mittel- und Oberitalien hätte verdrängen können, ganz zu schweigen von einer Konvertierbarkeit im Ausland.
Vorbild für die erste römische Münzprägung waren die Griechenstädte Unteritaliens: Dies gilt sowohl für den technischen Vorgang des Prägens selbst und die Herstellung der Prägestempel als auch für die Münzbilder. Seit dem Zweiten Punischen Krieg besitzt Rom eine geordnete Einheitswährung, die auf dem Silberdenar als Gegenstück zur griechischen Drachme basiert. Die anderen römischen Scheidemünzen, von denen die wichtigsten der silberne Sesterz und das kupferne As waren, sind in ihrem Wert auf den Denar bezogen. Richtige Goldmünzen gibt es erst unter Cäsar und Augustus.
- Einleitung
- Banken und Handelsgesellschaften
- Münzbilder und Edelmetallgehalt
- Prägezentren
- Kaufkraft
- Bankiers, Verfall der Währung, Inflation
- Maße und Gewichte
Bibliografie:
- Michael Crawford: Artikel: Geld, Geldwirtschaft (Rom). In: Der neue Pauly: Enzyklopädie der Antike, Bd. 4, Stuttgart, Weimar 1998
- Christopher Howgego: Geld in der antiken Welt. Was Münzen über Geschichte verraten, Darmstadt 2000
- Francesco de Martino: Wirtschaftsgeschichte des alten Rom, München 21991
- Reinhold Merkelbach: Die Bedeutung des Geldes für die Geschichte der griechisch-römischen Welt, Stuttgart/Leipzig 1992
- Harald Witthöft: Artikel: Maß und Gewicht. In: Der neue Pauly: Enzyklopädie der Antike, Bd. 15/1, Stuttgart, Weimar 2001









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