Germanische Mythen
Wie die Langobarden zu ihrem Namen kamen
Paulus Diaconus erzählt in seiner bereits im 8. Jahrhundert auf lateinisch geschriebenen Geschichte der Langobarden einen Mythos von Wodan und seiner Gemahlin Frea. Darin heißt es, die Göttin Frea habe beschlossen, dass Wodan an Stelle der Wandalen, die er zuvor unterstützt hatte, den Stamm der Winnilen in der Schlacht begünstigen sollte. Sie riet den Winnilen, bei Sonnenaufgang hervorzutreten. Die Frauen sollten sich dabei ihre langen Haare vor das Gesicht binden, sodass sie wie bärtige Männer aussahen. Dann drehte sie Wodans Bett gen Osten, sodass er beim Erwachen die Winnilen statt der Vandalen sah. Als er ausrief: "Wer sind diese Langbärtigen?", sagte sie, nun habe er ihnen einen Namen gegeben und müsse sie also siegen lassen. So erhielten sie als Zeichen für die Gunst des Gottes den Namen Langobarden. In dieser Erzählung ist Wodan nicht der Gott der Unterwelt, sondern des Himmels.
- Wie die Langobarden zu ihrem Namen kamen
- Die Gewinnung des Zaubermet
- Ragnarök, die Götterdämmerung
- Odin und Walhall
- Thor und die Riesen
- Thor fischt nach der Weltenschlange
- Der Raub des Hammers
- Hermods Helfahrt zur Rettung Balders
- Freyr wirbt um Gerd
- Wie Freyja zu ihrem Halsreif kam
- Der Raub der goldenen Äpfel
- Die Drachentöter - Beowulf und Sigurd
Bibliografie:
- Klaus Bemmann: Die Religion der Germanen. Die Religion der Deutschen bevor sie Christen wurden. Essen 1998
- Hans P. Hasenfratz: Die religiöse Welt der Germanen. Ritual, Magie, Kult, Mythos. Freiburg 1999
- Elard H. Meyer: Mythologie der Germanen. Essen 1997
- Rudolf Simek: Lexikon der germanischen Mythologie. Stuttgart 1984
- Tacitus: Germania. Lateinisch-deutsch. Hrsg. von Alfons Städele, Düsseldorf 1999
- Jan de Vries: Altgermanische Religionsgeschichte. 2 Bde. Berlin 1970









0 Kommentare