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THEMEN

Geschichte der 1. Fußball-Bundesliga

Auf dem Blatt Papier schlug die Geburtsstunde der Fußball-Bundesliga im Juli 1962 im Goldsaal der Dortmunder Westfallenhallen: Die Delegierten der DFB-Landesverbände votierten mit 103:26 Stimmen für den Startschuss einer Profiliga, der Kölner Franz Kremer, oftmals und mit Recht als "Vater der Bundesliga" tituliert, sah sich mit seinem Herzensanliegen endlich am Ziel. Von den 46 Vereinen, die sich zu Beginn um eine Lizenz für die künftige Top-Liga bewarben, wurden zunächst die Teams aus Dortmund, Köln, Schalke, Bremen, Hamburg, Berlin, Nürnberg, Frankfurt am Main und Saarbrücken mit einer positiven Antwort beschieden. Anfang Mai 1963 fiel dann die Entscheidung über die restlichen Teilnehmer. Zu den "Glücklichen" konnten sich Preußen Münster, der Meidericher SV, Kaiserslautern, Braunschweig, Karlsruhe, Stuttgart sowie 1860 München zählen.

Saison 1963/1964

Am 24. August 1963 ertönte der Bundesliga-Anpfiff. Noch waren keine 60 Sekunden gespielt, da erzielte der Dortmunder Timo Konietzka in Bremen den ersten Bundesliga-Treffer - trotz dieses Frühstarts verlor der BvB aber sein Auftaktspiel mit 2:3 Toren. Zur Überraschung vieler Fachleute sicherte sich der 1. FC Köln die erste Bundesliga-Meisterschaft. Die Domstädter legten eine souveräne Saison hin: Nur gegen Saarbrücken und Eintracht Frankfurt mussten Niederlagen verzeichnet werden, ansonsten war man der sportlichen Konkurrenz in allen Belangen überlegen.

Abschlusstabelle Spielzeit 1963/1964
PlatzVereinPunkteTore
11. FC Köln45:1578:40
2Meidericher SV39:2160:36
3Eintracht Frankfurt39:2165:41
4Borussia Dortmund33:2773:57
5VfB Stuttgart33:2748:40
6Hamburger SV32:2869:60
7TSV 1860 München31:2966:50
8FC Schalke 0429:3151:53
91. FC Nürnberg29:3145:56
10Werder Bremen28:3253:62
11Eintracht Braunschweig28:3236:49
121. FC Kaiserslautern26:3448:69
13Karlsruher SC24:3642:55
14Hertha BSC24:3645:65
15Preußen Münster23:3734:52
161. FC Saarbrücken17:4344:72

Absteiger: Preußen Münster, 1. FC Saarbrücken
DFB-Pokalsieger: TSV 1860 München
Torschützenkönig: Uwe Seeler (Hamburger SV), 30 Tore

Saison 1964/1965

Erst am Ende des letzten Spieltages war klar, ob der 1. FC Köln den Titel verteidigen konnte oder die Bremer Defensivkünstler um Horst-Dieter Höttges die Sektkorken knallen lassen durften. Das Herzschlagfinale entschieden die Norddeutschen für sich: Sie bezwangen den 1. FC Nürnberg mit 3:2, die Geißbock-Elf kam über ein Unentschieden in Dortmund nicht hinaus. Neben den sportlichen Highlights sorgte die so genannte "Handgeldaffäre" bei Hertha BSC für Furore. Der DFB warf der Berliner Vereinsführung vor, den Spielern mehr Geld gezahlt zu haben, als die entsprechenden Verbands-Statuten erlaubten. Mit einem recht salomonischem Urteil endete der Skandal: Zwangsabstieg für Hertha BSC, die regulären Absteiger Karlsruher SC und FC Schalke 04 blieben erstklassig, da die Bundesliga auf 18 Vereine aufgestockt wurde, als Berlin-Team wurde Tasmania 1900 Bundesliga-Mitglied.

Abschlusstabelle Spielzeit 1964/1965
PlatzVereinPunkteTore
1Werder Bremen41:1954:29
21. FC Köln38:2266:45
3Borussia Dortmund36:2467:48
4TSV 1860 München35:2570:50
5Hannover 9633:2748:42
61. FC Nürnberg32:2844:38
7Meidericher SV32:2846:48
8Eintracht Frankfurt29:3150:58
9Eintracht Braunschweig28:3242:47
10Borussia Neunkirchen27:3344:48
11Hamburger SV27:3346:56
12VfB Stuttgart26:3446:50
131. FC Kaiserslautern25:3541:53
14Hertha BSC25:3540:62
15Karlsruher SC24:3647:62
16FC Schalke 0422:3845:60

Zwangsabstieg: Hertha BSC Berlin
DFB-Pokalsieger: Borussia Dortmund
Torschützenkönig: Rudi Brunnenmeister (TSV 1860 München), 24 Tore

Saison 1965/1966

Es wäre so schön gewesen, wenn nach dem Gewinn des Europapokals der Pokalsieger auch die Meisterschaft am Borsigplatz hätte gefeiert werden können. Doch es kam anders, als man hoffte: Borussia Dortmund wurde im Endspurt von den Münchener Löwen abgefangen und auf den zweiten Tabellenplatz verwiesen.

PlatzVereinPunkteTore
1TSV 1860 München50:1880:40
2Borussia Dortmund47:2170:36
3Bayern München47:2171:38
4Werder Bremen45:2376:40
51. FC Köln44:2474:41
61. FC Nürnberg39:2954:43
7Eintracht Frankfurt38:3064:46
8Meidericher SV36:3270:48
9Hamburger SV34:3464:52
10Eintracht Braunschweig34:3449:49
11VfB Stuttgart32:3642:48
12Hannover 9630:3859:57
13Borussia Mönchengladbach29:3957:68
14FC Schalke 0427:4133:55
151. FC Kaiserslautern26:4242:65
16Karlsruher SC24:4435:71
17Borussia Neunkirchen22:4632:82
18Tasmania 19008:6015:108

Absteiger: Tasmania 1900 Berlin, Borussia Neunkirchen
DFB-Pokalsieger: Bayern München
Torschützenkönig: Lothar Emmerich (Borussia Dortmund), 31 Tore

Saison 1966/1967

Überraschungen auch in der vierten Bundesliga-Spielzeit. Titelverteidiger und Top-Favorit TSV 1860 München kam nach diversen sportlichen Querelen in der Schlussabrechnung nur auf den zweiten Platz, Eintracht Braunschweig, mit der Devise "nur nicht absteigen" gestartet, nahm auf Grund einer fulminanten Abwehrstrategie (nur 27 Gegentore) verdient die Meisterschale in Empfang.

Abschlusstabelle Spielzeit 1966/1967
PlatzVereinPunkteTore
1Eintracht Braunschweig43:2549:27
2TSV 1860 München41:2760:47
3Borussia Dortmund39:2970:41
4Eintracht Frankfurt39:2966:49
51. FC Kaiserslautern38:3043:42
6Bayern München37:3162:47
71. FC Köln37:3148:48
8Borussia Mönchengladbach34:3470:49
9Hannover 9634:3440:46
101. FC Nürnberg34:3443:50
11MSV Duisburg33:3540:42
12VfB Stuttgart33:3548:54
13Karlsruher SC31:3754:62
14Hamburger SV30:3837:53
15FC Schalke 0430:3837:63
16Werder Bremen29:3949:56
17Fortuna Düsseldorf25:4344:66
18RW Essen25:4335:53

Absteiger: RW Essen, Fortuna Düsseldorf
DFB-Pokalsieger: Bayern München
Torschützenkönig: Lothar Emmerich (Borussia Dortmund), 28 Tore

Saison 1967/1968

Meistertrainer Max Merkel jetzt "im Zeichen der Burg". Nach seinem Abgang beim TSV 1860 München übernahm der kauzige Fußballexperte die Elf vom 1. FC Nürnberg (Monatsgehalt: etwa 10 000 DM). Vieler Unkenrufe zum Trotz (im Vorjahr hatten die Franken nur den zehnten Platz erreicht) setzte sich der "Zampano" mit seiner Strategie durch und sicherte dem Club vorzeitig den Titel. Randbemerkung: Erstmals darf ein Spieler verletzungsbedingt ein- bzw. ausgewechselt werden.

Abschlusstabelle Spielzeit 1967/1968
PlatzVereinPunkteTore
11. FC Nürnberg47:2171:37
2Werder Bremen44:2468:51
3Borussia Mönchengladbach42:2677:45
41. FC Köln38:3068:52
5Bayern München38:3068:58
6Eintracht Frankfurt38:3058:51
7MSV Duisburg36:3269:58
8VfB Stuttgart35:3365:54
9Eintracht Braunschweig35:3337:39
10Hannover 9634:3448:52
11Alemannia Aachen34:3452:66
12TSV 1860 München33:3555:39
13Hamburger SV33:3551:54
14Borussia Dortmund31:3760:59
15FC Schalke 0430:3842:48
161. FC Kaiserslautern28:4039:67
17Borussia Neunkirchen19:4933:93
18Karlsruher SC17:5132:70

Absteiger: Borussia Neunkirchen, Karlsruher SC
DFB-Pokalsieger: 1. FC Köln
Torschützenkönig: Hannes Löhr (1. FC Köln), 27 Tore

Saison 1968/1969

Bayern München schaffte das Double. Das Team unter Coach Branko Zebec gewann gegen Schalke 04 das nationale Pokalendspiel,und auch in der Bundesliga waren Beckenbauer, Schwarzenbeck, Maier, Müller und Co. nicht zu bremsen. Mit acht Punkten Vorsprung wurde die Meisterschaft beendet. Titelverteidiger 1. FC Nürnberg musste den Weg in die Zweitklassigkeit antreten, zu groß waren die spielerischen Defizite nach dem Abgang wichtiger Spieler; auch der Trainerwechsel Klötzer für Merkel konnte an diesem Tatbestand nichts ändern. Randbemerkung: Das Reglement erlaubte erstmalig die Ein- bzw. Auswechslung zweier Spieler.

Abschlusstabelle Spielzeit 1968/1969
PlatzVereinPunkteTore
1Bayern München46:2261:31
2Alemannia Aachen38:3057:51
3Borussia Mönchengladbach37:3161:46
4Eintracht Braunschweig37:3146:43
5VfB Stuttgart36:3260:54
6Hamburger SV36:3255:55
7FC Schalke 0435:3345:40
8Eintracht Frankfurt34:3446:43
9Werder Bremen34:3459:59
10TSV 1860 München34:3444:59
11Hannover 9632:3647:45
12MSV Duisburg32:3633:37
131. FC Köln32:3647:56
14Hertha BSC32:3631:39
151. FC Kaiserslautern30:3845:47
16Borussia Dortmund30:3849:54
171. FC Nürnberg29:3945:55
18Kickers Offenbach28:4042:59

Absteiger: 1. FC Nürnberg, Kickers Offenbach
DFB-Pokalsieger: Bayern München
Torschützenkönig: Gerd Müller (Bayern München), 30 Tore

Saison 1969/1970

Meisterfeier auf dem Bökelberg - der Trainerfuchs Hennes Weisweiler hatte es geschafft. Nach den Verstärkungen im Abwehrbereich zählte die "Fohlenelf" schon vor Saisonbeginn zum engen Kreis der Titelaspiranten, am Ende der Spielzeit standen die Offensivkünstler um Netzer und Heynckes verdient an der Tabellenspitze.

Abschlusstabelle Spielzeit 1969/1970
PlatzVereinPunkteTore
1Borussia Mönchengladbach51:1771:29
2Bayern München47:2188:37
3Hertha BSC45:2367:41
41. FC Köln43:2583:38
5Borussia Dortmund36:3260:67
6Hamburger SV35:3357:54
7VfB Stuttgart35:3359:62
8Eintracht Frankfurt34:3454:54
9FC Schalke 0434:3443:54
101. FC Kaiserslautern32:3644:55
11Werder Bremen31:3738:47
12RW Essen31:3741:54
13Hannover 9630:3849:61
14RW Oberhausen29:3950:62
15MSV Duisburg29:3935:48
16Eintracht Braunschweig28:4040:49
17TSV 1860 München25:4341:56
18Alemannia Aachen17:5131:83

Absteiger: TSV 1860 München, Alemannia Aachen
DFB-Pokalsieger: Kickers Offenbach
Torschützenkönig: Gerd Müller (Bayern München), 38 Tore

Saison 1970/1971

Was macht die Saison 1970/1971 unvergesslich? Sicherlich auch der erneute Zweikampf zwischen Borussia Mönchengladbach und Bayern München um die Meisterschaftsschale - am Ende konnte das Weisweiler-Team den Titel knapp verteidigen (bislang war dieses keinem Verein in der deutschen Eliteliga gelungen); viel mehr Aufmerksamkeit erhielt die Bundesliga aber durch ihren Bestechungsskandal. Anfang Juni 1971, nach Abschluss der Spielzeit, veröffentlichte Horst-Gregorio Canellas, Präsident der Offenbacher Kickers, Tonbandaufzeichnungen, aus denen klar hervorging, dass in der abgelaufenen Saison diverse Spiele "verschoben" worden waren. Tore oder Punkte gegen Geld - dieses Prinzip soll nach DFB-Recherchen bei 18 Spielen der Meisterschaftsrunde 1970/1971 gegolten haben. Die aufgedeckten Spiel-Manipulationen sorgten in den kommenden Monaten für eine Prozesslawine ungeahnten Ausmaßes - den Imageverlust der Bundesliga konnten aber weder Sperren, Lizenzentzug oder Geldstrafen stoppen. Randbemerkung: Die Gelbe und Rote Karte wurden eingeführt.

Abschlusstabelle Spielzeit 1970/1971
PlatzVereinPunkteTore
1Borussia Mönchengladbach50:1877:35
2Bayern München48:2074:36
3Hertha BSC41:2761:43
4Eintracht Braunschweig39:2952:40
5Hamburger SV37:3154:63
6FC Schalke 0436:3244:40
7MSV Duisburg35:3343:47
81. FC Kaiserslautern34:3454:57
9Hannover 9633:3553:49
10Werder Bremen33:3541:40
111. FC Köln33:3546:56
12VfB Stuttgart30:3849:49
13Borussia Dortmund29:3954:60
14Arminia Bielefeld29:3934:53
15Eintracht Frankfurt28:4039:56
16RW Oberhausen27:4154:69
17Kickers Offenbach27:4149:65
18RW Essen23:4548:68

Absteiger: Kickers Offenbach, RW Essen
DFB-Pokalsieger: Bayern München
Torschützenkönig: Lothar Kobluhn (RW Oberhausen), 24 Tore

Saison 1971/1972

Die Krise der Bundesliga war nicht zu übersehen: Mit einem Schnitt von rund 18 000 Zuschauern pro Spiel bekam der deutsche Top-Fußball die Quittung für die unlauteren Methoden der Spielzeit 1970/1971. Sportlich überzeugte Bayern München. Das Team unter Coach Udo Lattek erzielte in 34 Begegnungen 101 Tore - ein Rekord, der bis heute noch nicht gebrochen werden konnte.

Abschlusstabelle Spielzeit 1971/1972
PlatzVereinPunkteTore
1Bayern München55:13101:38
2FC Schalke 0452:1676:35
3Borussia Mönchengladbach43:2582:40
41. FC Köln43:2564:44
5Eintracht Frankfurt39:2971:61
6Hertha BSC37:3146:55
71. FC Kaiserslautern35:3359:53
8VfB Stuttgart35:3352:56
9VfL Bochum34:3459:69
10Hamburger SV33:3552:52
11Werder Bremen31:3763:58
12Eintracht Braunschweig31:3743:48
13Fortuna Düsseldorf30:3840:53
14MSV Duisburg27:4136:51
15RW Oberhausen25:4333:66
16Hannover 9623:4554:69
17Borussia Dortmund20:4834:83
18Arminia Bielefeld-:--:-

Absteiger: Borussia Dortmund, Arminia Bielefeld (DFB-Beschluss: Zwangsabstieg in die Regionalliga wegen Verwicklungen in Bundesliga-Skandal)
DFB-Pokalsieger: FC Schalke 04
Torschützenkönig: Gerd Müller (Bayern München), 40 Tore

Saison 1972/1973

Bayern München wurde allen Vorschusslorbeeren gerecht. Die Elf verteidigte ihren Titel souverän, dominierte die ganze Spielzeit. In den Heimspielen gaben die Europameister Beckenbauer, Breitner, Hoeneß, Maier, Müller sowie Schwarzenbeck nur einen Punkt ab, die dritte Bundesliga-Meisterschaft wurde vorzeitig errungen, am Ende hatten die Kicker des Meistertrainers Udo Lattek elf Punkte Vorsprung auf den Tabellenzweiten.

Abschlusstabelle Spielzeit 1972/1973
PlatzVereinPunkteTore
1Bayern München54:1493:29
21. FC Köln43:2566:51
3Fortuna Düsseldorf42:2662:45
4Wuppertaler SV40:2862:49
5Borussia Mönchengladbach39:2982:61
6VfB Stuttgart37:3171:65
7Kickers Offenbach35:3361:60
8Eintracht Frankfurt34:3458:54
91. FC Kaiserslautern34:3458:68
10MSV Duisburg33:3553:54
11Werder Bremen31:3750:52
12VfL Bochum31:3750:68
13Hertha BSC30:3853:64
14Hamburger SV28:4053:59
15FC Schalke 0428:4046:61
16Hannover 9626:4249:65
17Eintracht Braunschweig25:4333:56
18RW Oberhausen22:4645:84

Absteiger: Eintracht Braunschweig, RW Oberhausen
DFB-Pokalsieger: Borussia Mönchengladbach
Torschützenkönig: Gerd Müller (Bayern München), 36 Tore

Saison 1973/1974

Der Meisterschafts-Hattrick der Münchener Bayern war von Teilen der Fachpresse erwartet worden, doch die Titelverteidiger legten eine "sauberen" Fehlstart hin, erst ein internes Donnerwetter des Bayern-Präsidenten Neudecker brachte die Lattek-Schützlinge wieder auf den Erfolgsweg. Überhaupt war das Jahr 1974 für den nationalen Fußball ein sportlicher Meilenstein: Deutschland wurde im eigenen Land Fußballweltmeister, Bayern München sicherte sich auch den Europapokal der Landesmeister und der 1. FC Magdeburg machte durch den Gewinn des Europapokals der Pokalsieger international auf sich aufmerksam.

Abschlusstabelle Spielzeit 1973/1974
PlatzVereinPunkteTore
1Bayern München49:1995:53
2Borussia Mönchengladbach48:2093:52
3Fortuna Düsseldorf41:2761:47
4Eintracht Frankfurt41:2763:50
51. FC Köln39:2969:56
61. FC Kaiserslautern38:3080:69
7FC Schalke 0437:3172:68
8Hertha BSC33:3556:60
9VfB Stuttgart31:3758:57
10Kickers Offenbach31:3756:62
11Werder Bremen31:3748:56
12Hamburger SV31:3753:62
13RW Essen31:3756:70
14VfL Bochum30:3845:57
15MSV Duisburg29:3942:56
16Wuppertaler SV25:4342:65
17Fortuna Köln25:4346:79
18Hannover 9622:4650:66

Absteiger: Fortuna Köln, Hannover 96
DFB-Pokalsieger: Eintracht Frankfurt
Torschützenkönig: Gerd Müller (Bayern München), 30 Tore

Saison 1974/1975

Alles hat einmal ein Ende - die Erfolgsserie der Bayern riss, Trainer Udo Lattek musste seine Sporttasche packen, Nachfolger Dettmar Cramer verteidigte zwar den Europapokal der Landesmeister, mit einem zehnten Bundesliga-Platz am Ende der Spielzeit waren die Münchener aber ins untere Mittelfeld abgerutscht. Der Erzrivale aus Mönchengladbach hatte da die weitaus besseren Karten. Trotz Fehlstarts sicherte sich die Bökelberg-Elf frühzeitig die Meisterschaft, der nationale Triumph konnte zudem abgerundet werden durch den Sieg im UEFA-Pokal. Die grenzenlose Freude am Niederrhein wurde allerdings etwas getrübt, als Meister-Coach Hennes Weisweiler seinen Wechsel nach Barcelona bekannt gab. Randbemerkung: Erstmals steigen drei Vereine ab.

Abschlusstabelle Spielzeit 1974/1975
PlatzVereinPunkteTore
1Borussia Mönchengladbach50:1886:40
2Hertha BSC44:2461:43
3Eintracht Frankfurt43:2589:49
4Hamburger SV43:2555:38
51. FC Köln41:2777:51
6Fortuna Düsseldorf41:2766:55
7FC Schalke 0439:2952:37
8Kickers Offenbach38:3072:62
9Eintracht Braunschweig36:3252:42
10Bayern München34:3457:63
11VfL Bochum33:3553:53
12RW Essen32:3656:68
131. FC Kaiserslautern31:3756:55
14MSV Duisburg30:3859:77
15Werder Bremen25:4345:69
16VfB Stuttgart24:4450:79
17Tennis Borussia16:5238:89
18Wuppertaler SV12:5632:86

Absteiger: VfB Stuttgart, Tennis Borussia Berlin, Wuppertaler SV
DFB-Pokalsieger: Eintracht Frankfurt
Torschützenkönig: Jupp Heynckes (Borussia Mönchengladbach), 27 Tore

Saison 1975/1976

Auch ohne Hennes Weisweiler waren die Mönchengladbacher meisterlich. Unter ihrem neuen Trainer Udo Lattek wurde der Titel souverän verteidigt, insgesamt musste die "Fohlenelf" nur fünf Niederlagen in dieser Spielzeit einstecken. Im Europapokal der Landesmeister verließ Bayern München zum dritten Mal in Folge als Sieger den Finalplatz - diesmal konnte das französische Team St. Etienne bezwungen werden.

Abschlusstabelle Spielzeit 1975/1976
PlatzVereinPunkteTore
1Borussia Mönchengladbach45:2366:37
2Hamburger SV41:2759:32
3Bayern München40:2872:50
41. FC Köln39:2962:45
5Eintracht Braunschweig39:2952:48
6FC Schalke 0437:3176:55
71. FC Kaiserslautern37:3166:60
8RW Essen37:3161:67
9Eintracht Frankfurt36:3279:58
10MSV Duisburg33:3555:62
11Hertha BSC32:3659:61
12Fortuna Düsseldorf30:3847:57
13Werder Bremen30:3844:55
14VfL Bochum30:3849:62
15Karlsruher SC30:3846:59
16Hannover 9627:4148:60
17Kickers Offenbach27:4140:72
18Bayer Uerdingen22:4628:69

Absteiger: Hannover 96, Kickers Offenbach, Bayer Uerdingen
DFB-Pokalsieger: Hamburger SV
Torschützenkönig: Klaus Fischer (FC Schalke 04), 29 Tore

Saison 1976/1977

Hattrick in der Bundesliga: Borussia Mönchengladbach gelang trotz unbefriedigenden Starts - der 1. FC Köln mit dem heimgekehrten Weisweiler auf der Trainerbank war zu Beginn der Saison die Überraschungsmannschaft - die erneute "Sicherstellung" der Meisterschaftsschale. Im Europapokal der Pokalsieger setzte sich der Hamburger SV im Finale gegen Anderlecht durch. Randbemerkung: Der "Kaiser" geht - Franz Beckenbauer wechselte zu Cosmos New York, um in den USA seine Karriere zu beenden (Letzteres ein Irrtum, wie sich später herausstellte).

Abschlusstabelle Spielzeit 1976/1977
PlatzVereinPunkteTore
1Borussia Mönchengladbach44:2458:34
2FC Schalke 0443:2577:52
3Eintracht Braunschweig43:2556:38
4Eintracht Frankfurt42:2686:57
51. FC Köln40:2883:61
6Hamburger SV38:3067:56
7Bayern München37:3174:65
8Borussia Dortmund34:3473:64
9MSV Duisburg34:3460:51
10Hertha BSC34:3455:54
11Werder Bremen33:3551:59
12Fortuna Düsseldorf31:3752:54
131. FC Kaiserslautern29:3953:59
141. FC Saarbrücken29:3943:55
15VfL Bochum29:3947:62
16Karlsruher SC28:4053:75
17Tennis Borussia22:4647:85
18RW Essen22:4649:103

Absteiger: Karlsruher SC, Tennis Borussia Berlin, RW Essen
DFB-Pokalsieger: 1. FC Köln
Torschützenkönig: Dieter Müller (1. FC Köln), 34 Tore

Saison 1977/1978

Grenzenloser Jubel in der Domstadt. Die Geißböcke gewannen die Bundesliga-Meisterschaft auf Grund ihrer offensiven Ausrichtung. Dass es am letzten Spieltag noch einmal bedenklich knapp wurde, lag am Sensationsergebnis des Zweitplatzierten aus Mönchengladbach. Die Bökelberg-Elf deklassierte Borussia Dortmund unter Trainer Otto Rehhagel mit 12:0 Toren und hätte beinahe durch das Torverhältnis den ersten Platz im Abschluss-Ranking eingenommen.

Abschlusstabelle Spielzeit 1977/1978
PlatzVereinPunkteTore
11. FC Köln48:2086:41
2Borussia Mönchengladbach48:2086:44
3Hertha BSC40:2859:48
4VfB Stuttgart39:2958:40
5Fortuna Düsseldorf39:2949:36
6MSV Duisburg37:3162:59
7Eintracht Frankfurt36:3259:52
81. FC Kaiserslautern36:3264:63
9FC Schalke 0434:3447:52
10Hamburger SV34:3461:67
11Borussia Dortmund33:3557:71
12Bayern München32:3662:64
13Eintracht Braunschweig32:3643:53
14VfL Bochum31:3749:51
15Werder Bremen31:3748:57
16TSV 1860 München22:4641:60
17TSV 1860 München22:4639:70
18FC St. Pauli18:5044:86

Absteiger: TSV 1860 München, 1. FC Saarbrücken, FC St. Pauli
DFB-Pokalsieger: 1. FC Köln
Torschützenkönig: Dieter Müller (1. FC Köln), Gerd Müller (Bayern München), je 24 Tore

Saison 1978/1979

Der Norden machte mobil. Zwar hatten einige Experten den Hamburger SV auf der Rechnung, doch dass es schließlich mit der Meisterschaft klappte, hatten Magath, Kaltz, Hrubesch und Co. sicherlich auch dem neuen Trainer Branko Zebec (System Rasenschach) und Superstar Kevin Keegan zu verdanken. Auf dem internationalen Fußballparkett gewann Borussia Mönchengladbach gegen Belgrad den UEFA-Pokal.

Abschlusstabelle Spielzeit 1978/1979
PlatzVereinPunkteTore
1Hamburger SV49:1978:32
2VfB Stuttgart48:2073:34
31. FC Kaiserslautern43:2562:47
4Bayern München40:2869:46
5Eintracht Frankfurt39:2950:49
61. FC Köln38:3055:47
7Fortuna Düsseldorf37:3170:59
8VfL Bochum33:3547:46
9Eintracht Braunschweig33:3550:55
10Borussia Mönchengladbach32:3650:53
11Werder Bremen31:3748:60
12Borussia Dortmund31:3754:70
13MSV Duisburg30:3843:56
14Hertha BSC29:3940:50
15FC Schalke 0428:4055:61
16Arminia Bielefeld26:4243:56
171. FC Nürnberg24:4436:67
18Darmstadt 9821:4740:75

Absteiger: Arminia Bielefeld, 1. FC Nürnberg, Darmstadt 98
DFB-Pokalsieger: Fortuna Düsseldorf
Torschützenkönig: Klaus Allofs (Fortuna Düsseldorf), 22 Tore

Saison 1979/1980

Denkbar knapp scheiterte der Hamburger SV bei der Titelverteidigung. Am vorletzten Spieltag verloren die Hanseaten in Leverkusen, zugleich schlug Bayern München den VfB Stuttgart und sicherte sich somit die Meisterschaft der 17. Bundesliga-Spielzeit. Das UEFA-Cup-Finale gewann Eintracht Frankfurt. Der Endspielgegner hieß Borussia Mönchengladbach. Randbemerkung: Nach vier Gelben Karten wird der Spieler für eine Begegnung gesperrt.

Abschlusstabelle Spielzeit 1979/1980
PlatzVereinPunkteTore
1Bayern München50:1884:33
2Hamburger SV48:2086:35
3VfB Stuttgart41:2775:53
41. FC Kaiserslautern41:2775:53
51. FC Köln37:3172:55
6Borussia Dortmund36:3264:56
7Borussia Mönchengladbach36:3261:60
8FC Schalke 0433:3540:51
9Eintracht Frankfurt32:3665:61
10VfL Bochum32:3641:44
11Fortuna Düsseldorf32:3662:72
12Bayer Leverkusen32:3645:61
13TSV 1860 München30:3842:53
14MSV Duisburg29:3943:61
15Bayer Uerdingen29:3943:61
16Hertha BSC29:3941:61
17Werder Bremen25:4352:93
18Eintracht Braunschweig20:4832:64

Absteiger: Hertha BSC, Werder Bremen, Eintracht Braunschweig
DFB-Pokalsieger: Fortuna Düsseldorf
Torschützenkönig: Karl-Heinz Rummenigge (Bayern München), 26 Tore

Saison 1980/1981

Alles sah zunächst danach aus, als ob das Meisterschaftsrennen vom Hamburger SV entschieden würde. Doch die Norddeutschen - verstärkt durch den 35-jährigen Franz Beckenbauer - verloren zum Ende der Spielzeit hin ihre fußballerische Linie, der FC Bayern München konnte den Titel mit vier Punkten Vorsprung verteidigen.

Abschlusstabelle Spielzeit 1980/1981
PlatzVereinPunkteTore
1Bayern München53:1589:41
2Hamburger SV49:1973:43
3VfB Stuttgart46:2270:44
41. FC Kaiserslautern44:2460:37
5Eintracht Frankfurt38:3061:57
6Borussia Mönchengladbach37:3168:64
7Borussia Dortmund35:3369:59
81. FC Köln34:3454:55
9VfL Bochum33:3553:45
10Karlsruher SC32:3656:63
11Bayer Leverkusen30:3852:53
12MSV Duisburg29:3945:58
13Fortuna Düsseldorf28:4057:64
141. FC Nürnberg28:4047:57
15Arminia Bielefeld26:4246:65
16TSV 1860 München25:4349:67
17FC Schalke 0423:4543:88
18Bayer Uerdingen22:4647:79

Absteiger: TSV 1860 München, FC Schalke 04, Bayer Uerdingen
DFB-Pokalsieger: Eintracht Frankfurt
Torschützenkönig: Karl-Heinz Rummenigge (Bayern München), 29 Tore

Saison 1981/1982

Nach den ersten fünf Spieltagen schien die Meisterfrage schon geklärt: Die Münchener Bayern führten die Tabelle souverän mit 10:0 Punkten an. Doch die Schlussabrechnung sah anders aus. Der Hamburger SV, jetzt gecoacht vom Wiener Ernst Happel, fing die Süddeutschen in einem dramatischen Finale ab. Randbemerkung: Der bis dato teuerste Transfer in der Bundesliga fand im Rheinland statt: Klaus Allofs von Fortuna Düsseldorf wechselte vor Saisonbeginn für 2,25 Mio. DM zum 1. FC Köln. Hinsichtlich des Bundesliga-Abstiegs gab es eine Reglementänderung. Die beiden Letztplatzierten stiegen direkt ab, der Drittletzte ging in die Relegation gegen den Dritten der 2. Liga.

Abschlusstabelle Spielzeit 1981/1982
PlatzVereinPunkteTore
1Hamburger SV48:2095:45
21. FC Köln45:2372:38
3Bayern München43:2577:56
41. FC Kaiserslautern42:2670:61
5Werder Bremen42:2661:52
6Borussia Dortmund41:2759:40
7Borussia Mönchengladbach40:2861:51
8Eintracht Frankfurt37:3183:72
9VfB Stuttgart35:3362:55
10VfL Bochum32:3652:51
11Eintracht Braunschweig32:3661:66
12Arminia Bielefeld30:3846:50
131. FC Nürnberg28:4053:72
14Karlsruher SC27:4150:68
15Fortuna Düsseldorf25:4348:73
16Bayer Leverkusen25:4345:72
17Darmstadt 9821:4746:82
18MSV Duisburg19:4940:77

Absteiger: Darmstadt 98, MSV Duisburg; Relegation: Sieger Bayer Leverkusen
DFB-Pokalsieger: Bayern München
Torschützenkönig: Horst Hrubesch (Hamburger SV), 27 Tore

Saison 1982/1983

Diese Bundesliga-Spielzeit war fest in der Hand der norddeutschen Vereine: In einem Herzschlag-Finale verteidigte der Hamburger SV seinen Titel, den zweiten Platz sicherte sich etwas überraschend Werder Bremen. Auch im internationalen Fußballgeschäft konnten deutsche Vereinsmannschaften überzeugen: Der HSV gewann gegen Juventus Turin den Europapokal der Landesmeister.

Abschlusstabelle Spielzeit 1982/1983
PlatzVereinPunkteTore
1Hamburger SV52:1679:33
2Werder Bremen52:1676:38
3VfB Stuttgart48:2080:47
4Bayern München44:2474:33
51. FC Köln43:2569:42
61. FC Kaiserslautern41:2757:44
7Borussia Dortmund39:2978:62
8Arminia Bielefeld31:3746:71
9Fortuna Düsseldorf30:3863:75
10Eintracht Frankfurt29:3948:57
11Bayer Leverkusen29:3943:66
12Borussia Mönchengladbach28:4064:63
13VfL Bochum28:4043:49
141. FC Nürnberg28:4044:70
15Eintracht Braunschweig27:4142:65
16FC Schalke 0422:4648:68
17Karlsruher SC21:4739:86
18Hertha BSC20:4843:67

Absteiger: Karlsruher SC, Hertha BSC; Relegation: Sieger Bayer Uerdingen
DFB-Pokalsieger: 1. FC Köln
Torschützenkönig: Rudi Völler (Werder Bremen), 23 Tore

Saison 1983/1984

Dramatischer kann der Champion kaum ermittelt werden. Zu Beginn des vorletzten Spieltags waren noch vier Teams im Rennen um den Titel, am Ende hatte der VfB Stuttgart dank einer überaus starken Abwehrarbeit (Förster-Brüder) die Nase vor dem Hamburger SV. Auf den Plätzen drei und vier folgten Mönchengladbach sowie Bayern München. Bemerkenswert: Die ersten drei Mannschaften waren in der Endabrechnung punktgleich - nur das Torverhältnis entschied über Sekt oder Selters. Randbemerkung: Schlusslicht 1. FC Nürnberg verlor alle 17 Auswärtsspiele.

Abschlusstabelle Spielzeit 1983/1984
PlatzVereinPunkteTore
1VfB Stuttgart48:2079:33
2Hamburger SV48:2075:36
3Borussia Mönchengladbach48:2081:48
4Bayern München47:2184:41
5Werder Bremen45:2379:46
61. FC Köln38:3070:57
7Bayer Leverkusen34:3450:50
8Arminia Bielefeld33:3540:49
9Eintracht Braunschweig32:3654:69
10Bayer Uerdingen31:3766:79
11Waldhof Mannheim31:3745:58
121. FC Kaiserslautern30:3868:69
13Borussia Dortmund30:3854:65
14Fortuna Düsseldorf29:3963:75
15VfL Bochum28:4058:70
16Eintracht Frankfurt27:4145:61
17Kickers Offenbach19:4948:106
181. FC Nürnberg14:5438:85

Absteiger: Kickers Offenbach, 1. FC Nürnberg; Relegation: Sieger Eintracht Frankfurt
DFB-Pokalsieger: Bayern München
Torschützenkönig: Karl-Heinz Rummenigge (Bayern München), 26 Tore

Saison 1984/1985

Was war nur mit dem VfB Stuttgart los? In der Bundesliga rückte die Titelverteidigung von Spieltag zu Spieltag in weitere Ferne, im Europapokal das Aus gegen Levski-Spartak Sofia - am Ende der Saison musste Meistertrainer Helmut Benthaus den Platz auf der Bank räumen, Schuldfrage geklärt. Das Stuttgarter Erbe wollten Bayern München sowie Werder Bremen antreten. Am letzten Spieltag fiel dann die Entscheidung: Werder Bremen verlor in Dortmund, Bayern gewann in Braunschweig - die Meisterschale war mal wieder in süddeutscher Hand.

Abschlusstabelle Spielzeit 1984/1985
PlatzVereinPunkteTore
1Bayern München50:1879:38
2Werder Bremen46:2287:51
31. FC Köln40:2869:66
4Borussia Mönchengladbach39:2977:53
5Hamburger SV37:3158:49
6Waldhof Mannheim37:3147:50
7Bayer Uerdingen36:3257:52
8FC Schalke 0434:3463:62
9VfL Bochum34:3452:54
10VfB Stuttgart33:3579:59
111. FC Kaiserslautern33:3556:60
12Eintracht Frankfurt32:3662:67
13Bayer Leverkusen31:3752:54
14Borussia Dortmund30:3851:65
15Fortuna Düsseldorf29:3953:66
16Arminia Bielefeld29:3946:61
17Karlsruher SC22:4647:88
18Eintracht Braunschweig20:4839:79

Absteiger: Karlsruher SC, Eintracht Braunschweig; Relegation: Sieger 1. FC Saarbrücken
DFB-Pokalsieger: Bayer Uerdingen
Torschützenkönig: Klaus Allofs (1. FC Köln), 26 Tore

Saison 1985/1986

Das Duell zwischen Werder Bremen und Bayern München um die Pole-Position in der Bundesliga fand auch in der neuen Spielzeit seine Fortsetzung. Bis kurz vor Schluss konnten die Bremer die besseren Karten vorzeigen, hätten im letzten Heimspiel, zudem gegen den Erzrivalen aus München, vorzeitig alles klar machen können (Michael Kutzop setzte in der 88. Spielminute einen Elfmeter an den Pfosten, Endstand: 0:0), doch grau ist alle Theorie. Der 34. Spieltag brachte die Entscheidung: Werder verlor in Stuttgart, Bayern deklassierte im Olympia-Stadion Borussia Mönchengladbach. Auch im DFB-Pokal-Finale hatten die Lattek-Schützlinge das bessere Ende für sich: Sie schlugen den VfB Stuttgart mit 5:2 Toren.

Abschlusstabelle Spielzeit 1985/1986
PlatzVereinPunkteTore
1Bayern München49:1982:31
2Werder Bremen49:1983:41
3Bayer Uerdingen45:2363:60
4Borussia Mönchengladbach42:2665:51
5VfB Stuttgart41:2769:45
6Bayer Leverkusen40:2863:51
7Hamburger SV39:2952:35
8Waldhof Mannheim33:3541:44
9VfL Bochum32:3655:57
10FC Schalke 0430:3853:58
111. FC Kaiserslautern30:3849:54
121. FC Nürnberg29:3951:54
131. FC Köln29:3946:59
14Fortuna Düsseldorf29:3954:78
15Eintracht Frankfurt28:4035:49
16Borussia Dortmund28:4049:65
171. FC Saarbrücken21:4739:68
18Hannover 9618:5043:92

Absteiger: 1. FC Saarbrücken, Hannover 96; Relegation: Sieger Borussia Dortmund
DFB-Pokalsieger: Bayern München
Torschützenkönig: Stefan Kuntz (VfL Bochum), 22 Tore

Saison 1986/1987

Für Aufsehen sorgte weniger das spielerische Geschehen auf dem grüne Rasen - die Münchener Titelverteidigung gelang ohne Probleme, durch diesen Erfolg wurden die Bayern alleiniger deutscher Rekordmeister (bislang 1. FC Nürnberg) - als vielmehr das Autoren-Debüt Toni Schumachers. Der Kölner Keeper, zugleich die Nr. 1 der Nationalmannschaft, berichtete in seinem Buch "Anpfiff" über Doping-Vergehen und andere Interna. Zum Schluss stand Toni ohne Verein da, mit dem DFB-Trikot durfte er sich auch nicht mehr kleiden, aber Doping-Kontrollen sorgen ab jetzt für "saubere" Kicker.

Abschlusstabelle Spielzeit 1986/1987
PlatzVereinPunkteTore
1Bayern München53:1567:31
2Hamburger SV47:2169:37
3Borussia Mönchengladbach43:2574:44
4Borussia Dortmund40:2870:50
5Werder Bremen40:2865:54
6Bayer Leverkusen39:2956:38
71. FC Kaiserslautern37:3164:51
8Bayer Uerdingen35:3351:49
91. FC Nürnberg35:3362:62
101. FC Köln35:3350:53
11VfL Bochum32:3652:44
12VfB Stuttgart32:3655:49
13FC Schalke 0432:3650:58
14Waldhof Mannheim28:4052:71
15Eintracht Frankfurt25:4342:53
16FC Homburg21:4733:79
17Fortuna Düsseldorf20:4842:91
18BW 90 Berlin18:5036:76

Absteiger: Fortuna Düsseldorf, BW 90 Berlin; Relegation: Sieger FC Homburg
DFB-Pokalsieger: Hamburger SV
Torschützenkönig: Uwe Rahn (Borussia Mönchengladbach), 24 Tore

Saison 1987/1988

Wer hätte das gedacht? Vor Saisonstart auf Grund der Abgänge von Rudi Völler und Bruno Pezzey als mittelmäßig eingestuft, strafte Werder Bremen alle Fußball-Gurus der Lüge und holte schon nach dem 31. Spieltag die "hässlichste Salatschüssel der Welt" an die Weser. Unter dem Strich ein Bravourstück des Trainers Otto Rehhagel, der den personellen Aderlass durch die Neuverpflichtungen von Karlheinz Riedle und Gunnar Sauer glänzend kompensierte. "Krimi" im UEFA-Cup-Endspiel: Bayer Leverkusen gewann gegen Español Barcelona nach Elfmeterschießen.

Abschlusstabelle Spielzeit 1987/1988
PlatzVereinPunkteTore
1Werder Bremen52:1661:22
2Bayern München48:2083:45
31. FC Köln48:2057:28
4VfB Stuttgart40:2869:49
51. FC Nürnberg37:3144:40
6Hamburger SV37:3163:68
7Borussia Mönchengladbach33:3555:53
8Bayer Leverkusen32:3653:60
9Eintracht Frankfurt31:3751:50
10Hannover 9631:3759:60
11Bayer Uerdingen31:3759:61
12VfL Bochum30:3847:51
13Borussia Dortmund29:3951:54
141. FC Kaiserslautern29:3953:62
15Karlsruher SC29:3937:55
16Waldhof Mannheim28:4035:50
17FC Homburg24:4437:70
18FC Schalke 0423:4548:84

Absteiger: FC Homburg, FC Schalke 04; Relegation: Sieger Waldhof Mannheim
DFB-Pokalsieger: Eintracht Frankfurt
Torschützenkönig: Jürgen Klinsmann (VfB Stuttgart), 19 Tore

Saison 1988/1989

Der diesjährige Meisterschaftskampf zwischen Bayern München und dem 1. FC Köln fand nicht nur auf dem Fußballplatz statt. Verbale Attacken der Trainer Daum (1. FC Köln) und Heynckes (Bayern München) heizten die sportliche Auseinandersetzung kräftig an (erinnert sei hier insbesondere an die denkwürdige "Konfrontation" im Sportstudio des ZDF). In der Schlussabrechnung setzten sich die Münchener Routiniers aber durch, die Aufholjagd der Geißböcke (22:6 Punkte in Serie) war nicht von Erfolg gekrönt.

Abschlusstabelle Spielzeit 1988/1989
PlatzVereinPunkteTore
1Bayern München50:1867:26
21. FC Köln45:2358:30
3Werder Bremen44:2455:32
4Hamburger SV43:2560:36
5VfB Stuttgart39:2958:49
6Borussia Mönchengladbach38:3044:43
7Borussia Dortmund37:3156:40
8Bayer Leverkusen34:3445:44
91. FC Kaiserslautern33:3547:44
10FC St. Pauli32:3641:42
11Karlsruher SC32:3648:51
12Waldhof Mannheim31:3743:52
13Bayer Uerdingen31:3750:60
141. FC Nürnberg26:4236:54
15VfL Bochum26:4237:57
16Eintracht Frankfurt26:4230:53
17Stuttgarter Kickers26:4241:68
18Hannover 9619:4936:71

Absteiger: Stuttgarter Kickers, Hannover 96; Relegation: Sieger Eintracht Frankfurt
DFB-Pokalsieger: Borussia Dortmund
Torschützenkönig: Thomas Allofs (1. FC Köln), Roland Wohlfahrt (Bayern München), je 17 Tore

Saison 1989/1990

In der letzten Spielzeit Abstiegskandidat - erst über die Relegation konnte der Klassenerhalt gesichert werden - war Eintracht Frankfurt nun mittendrin im Meisterschaftsrennen. Doch wie so oft in den Jahren zuvor ließen sich die Bayern die Titelverteidigung nicht nehmen und gingen schließlich mit sechs Punkten Vorsprung durchs Ziel. Randbemerkung: Deutschland wird zum dritten Mal Fußballweltmeister. Im Endspiel besiegte die DFB-Auswahl die argentinischen Elite-Kicker durch den verwandelten Brehme-Strafstoß mit 1:0 Toren.

Abschlusstabelle Spielzeit 1989/1990
PlatzVereinPunkteTore
1Bayern München49:1964:28
21. FC Köln43:2554:44
3Eintracht Frankfurt41:2761:40
4Borussia Dortmund41:2751:35
5Bayer Leverkusen39:2940:32
6VfB Stuttgart36:3253:47
7Werder Bremen34:3449:41
81. FC Nürnberg33:3542:46
9Fortuna Düsseldorf32:3641:41
10Karlsruher SC32:3632:39
11Hamburger SV31:3739:46
121. FC Kaiserslautern31:3742:55
13FC St. Pauli31:3731:46
14Bayer Uerdingen30:3841:48
15Borussia Mönchengladbach30:3837:45
16VfL Bochum29:3944:53
17Waldhof Mannheim26:4236:53
18FC Homburg24:4433:51

Absteiger: Waldhof Mannheim, FC Homburg; Relegation: Sieger VfL Bochum
DFB-Pokalsieger: 1. FC Kaiserslautern
Torschützenkönig: Jörn Andersen (Eintracht Frankfurt), 18 Tore

Saison 1990/1991

Der Pokalsieger sollte auch im Bundesliga-Geschäft Furore machen. Mit dem 1. FC Kaiserslautern gewann ein Team die Meisterschaft, das sowohl spielerisch als auch mental zu überzeugen wusste. Die "roten Teufel vom Betzenberg" waren bei den Heimspielen eine Macht, Trainer Karlheinz Feldkamp konnte sich freuen, in der Pfalz die ideale fußballerische Mischung gefunden zu haben.

Abschlusstabelle Spielzeit 1990/1991
PlatzVereinPunkteTore
11. FC Kaiserslautern48:2072:45
2Bayern München45:2374:41
3Werder Bremen42:2646:29
4Eintracht Frankfurt40:2863:40
5Hamburger SV40:2860:38
6VfB Stuttgart38:3057:44
71. FC Köln37:3150:43
8Bayer Leverkusen35:3347:46
9Borussia Mönchengladbach35:3349:54
10Borussia Dortmund34:3446:57
11Wattenscheid33:3542:51
12Fortuna Düsseldorf32:3640:49
13Karlsruher SC31:3746:52
14VfL Bochum29:3950:52
151. FC Nürnberg29:3940:54
16FC St. Pauli27:4133:53
17Bayer Uerdingen23:4534:54
18Hertha BSC14:5437:84

Absteiger: Bayer Uerdingen, Hertha BSC; Relegation: Sieger Stuttgarter Kickers
DFB-Pokalsieger: Werder Bremen
Torschützenkönig: Roland Wohlfahrt (Bayern München), 21 Tore

Saison 1991/1992

Fußball-Herz, was willst du mehr? Top-Spiele und Spannung bis zur letzten Sekunde - so lässt sich die 29. Bundesliga-Spielzeit zusammenfassen. Über das glücklichere Ende durfte sich der VfB Stuttgart freuen. Die Schwaben siegten im letzten Spiel in Leverkusen und verwiesen Dortmund und Frankfurt auf die Plätze. Randbemerkung: Die so genannte Ampelkarte (Gelb-Rot; Strafe: Platzverweise sowie Sperre für ein Spiel) wird eingeführt. Auf Grund des "Mauerfalls" setzt sich die 1. Bundesliga aus 20 Vereinen zusammen. Vier Teams mussten absteigen, Relegation fand nicht statt. Im Europapokal der Pokalsieger setzte sich Werder Bremen durch. Die Norddeutschen schlugen im Finale AS Monaco.

Abschlusstabelle Spielzeit 1991/1992
PlatzVereinPunkteTore
1VfB Stuttgart52:2462:32
2Borussia Dortmund52:2466:47
3Eintracht Frankfurt50:2676:41
41. FC Köln44:3258:41
51. FC Kaiserslautern44:3258:42
6Bayer Leverkusen43:3353:39
71. FC Nürnberg43:3354:51
8Karlsruher SC41:3548:50
9Werder Bremen38:3844:45
10Bayern München36:4059:61
11FC Schalke 0434:4245:45
12Hamburger SV34:4232:43
13Borussia Mönchengladbach34:4237:49
14Dynamo Dresden34:4234:50
15VfL Bochum33:4338:55
16Wattenscheid32:4450:60
17Stuttgarter Kickers31:4553:46
18Hansa Rostock31:4543:55
19MSV Duisburg30:4643:55
20Fortuna Düsseldorf24:5241:69

Absteiger: Stuttgarter Kickers, Hansa Rostock, MSV Duisburg, Fortuna Düsseldorf
DFB-Pokalsieger: Hannover 96
Torschützenkönig: Fritz Walter (VfB Stuttgart), 22 Tore

Saison 1992/1993

Millioneneinkäufe machen die Meisterschaft noch nicht perfekt - Bayern München investierte rund 23,5 Mio. DM für neue Spieler (u.a. Helmer, Scholl und Matthäus) - doch am Ende strahlte Rehhagels Werder Bremen. Randbemerkung: Die letzten drei Vereine mussten jetzt ohne Relegation absteigen, drei Ausländer durften pro Team eingesetzt werden.

Abschlusstabelle Spielzeit 1992/1993
PlatzVereinPunkteTore
1Werder Bremen48:2063:30
2Bayern München47:2174:45
3Eintracht Frankfurt42:2656:39
4Borussia Dortmund41:2761:43
5Bayer Leverkusen40:2864:45
6Karlsruher SC39:2960:54
7VfB Stuttgart36:3256:50
81. FC Kaiserslautern35:3350:40
9Borussia Mönchengladbach35:3359:59
10FC Schalke 0434:3442:43
11Hamburger SV31:3742:44
121. FC Köln28:4041:51
131. FC Nürnberg28:4030:47
14Wattenscheid28:4046:67
15Dynamo Dresden27:4132:49
16VfL Bochum26:4245:52
17Bayer Uerdingen24:4435:64
181. FC Saarbrücken23:4537:71

Absteiger: VfL Bochum, Bayer Uerdingen, 1. FC Saarbrücken
DFB-Pokalsieger: Bayer Leverkusen
Torschützenkönig: Anthony Yeboah (Eintracht Frankfurt), Ulf Kirsten (Bayer Leverkusen), je 20 Tore

Saison 1993/1994

Die "Aushilfe" schaffte es dann doch noch. Nachdem Erich Ribbeck als Coach bei Bayern München im Dezember 1993 die Kündigung erhalten hatte, musste Franz Beckenbauer für den Rest der Saison als Trainer einspringen. Der "Kaiser" führte das Team von der Säbener Straße wieder auf die Erfolgsspur zurück, den Mitfavoriten aus Frankfurt, Kaiserslautern, Leverkusen und Dortmund blieben nur die nachfolgenden Plätze.

Abschlusstabelle Spielzeit 1993/1994
PlatzVereinPunkteTore
1Bayern München44:2468:37
21. FC Kaiserslautern43:2564:36
3Bayer Leverkusen39:2960:47
4Borussia Dortmund39:2949:45
5Eintracht Frankfurt38:3057:41
6Karlsruher SC38:3046:43
7VfB Stuttgart37:3151:43
8Werder Bremen36:3251:44
9MSV Duisburg36:3241:52
10Borussia Mönchengladbach35:3365:59
111. FC Köln34:3449:51
12Hamburger SV34:3448:52
13Dynamo Dresden30:3433:44
14FC Schalke 0429:3938:50
15SC Freiburg28:4054:57
161. FC Nürnberg28:4041:55
17Wattenscheid23:4548:70
18VfB Leipzig17:5132:69

Absteiger: 1. FC Nürnberg, Wattenscheid, VfB Leipzig
DFB-Pokalsieger: Werder Bremen
Torschützenkönig: Anthony Yeboah (Eintracht Frankfurt), Stefan Kuntz (1. FC Kaiserslautern), je 18 Tore

Saison 1994/1995

Jubelpartys in Schwarz-Gelb im Ruhrgebiet. Borussia Dortmund sicherte sich die Meisterschaft der 32. Bundesliga-Spielzeit zwar nur mit einem Punkt Vorsprung vor Werder Bremen, doch allein die spielerische Leistung in der Hinrunde war den Titel wert. Trainer Ottmar Hitzfeld konnte zufrieden sein, die Investitionen für Cesar und Co. (etwa 14 Mio. DM) hatten sich voll und ganz gelohnt.

Abschlusstabelle Spielzeit 1994/1995
PlatzVereinPunkteTore
1Borussia Dortmund49:1967:33
2Werder Bremen48:2070:39
3SC Freiburg46:2266:44
41. FC Kaiserslautern46:2258:41
5Borussia Mönchengladbach43:2566:41
6Bayern München43:2555:41
7Bayer Leverkusen36:3262:51
8Karlsruher SC36:3251:47
9Eintracht Frankfurt33:3541:49
101. FC Köln32:3654:54
11FC Schalke 0431:3748:54
12VfB Stuttgart30:3852:66
13Hamburger SV29:3943:50
14TSV 1860 München27:4141:57
15Bayer Uerdingen25:4337:52
16VfL Bochum22:4643:67
17MSV Duisburg20:4831:64
18Dynamo Dresden16:5233:68

Absteiger: VfL Bochum, MSV Duisburg, Dynamo Dresden
DFB-Pokalsieger: Borussia Mönchengladbach
Torschützenkönig: Mario Basler (Werder Bremen), Heiko Herrlich (Borussia Mönchengladbach), je 20 Tore

Saison 1995/1996

Gelungene Titelverteidigung. Die Hitzfeld-Schützlinge aus Dortmund setzten sich auch in diesem Jahr gegen die Konkurrenz durch, da half es wenig, dass Otto Rehhagel in München den Stuhl bzw. die Trainerbank vor die Tür gesetzt bekam und der "Kaiser" mal wieder das Zepter in die Hand nehmen musste. Allerdings durften sich die Bayern über den Gewinn des "Cups der Verlierer" freuen - im UEFA-Pokal-Finale schlugen sie Girondins Bordeaux. Auch die Nationalmannschaft durfte feiern - in England gewannen die Vogts-Kicker die Europameisterschaft. Randbemerkung: Ab dieser Saison gilt die 3-Punkte-Regel, Bayer Uerdingen nennt sich nun KFC Uerdingen 05.

Abschlusstabelle Spielzeit 1995/1996
PlatzVereinPunkteTore
1Borussia Dortmund6876:38
2Bayern München6266:46
3FC Schalke 045645:36
4Borussia Mönchengladbach5352:51
5Hamburger SV5052:47
6Hansa Rostock4947:43
7Karlsruher SC4853:47
8TSV 1860 München4552:46
9Werder Bremen4439:42
10VfB Stuttgart4359:62
11SC Freiburg4230:41
121. FC Köln4033:35
13Fortuna Düsseldorf4040:47
14Bayer Leverkusen3837:38
15FC St. Pauli3843:51
161. FC Kaiserslautern3631:37
17Eintracht Frankfurt3243:68
18KFC Uerdingen 052633:56

Absteiger: 1. FC Kaiserslautern, Eintracht Frankfurt, KFC Uerdingen 05
DFB-Pokalsieger: 1. FC Kaiserslautern
Torschützenkönig: Fredi Bobic (VfB Stuttgart), 17 Tore

Saison 1996/1997

Das deutsche Fußball-Herz schlägt im Revier. Borussia Dortmund siegt in der Champions-League gegen "Angstgegner" Juventus Turin, der FC Schalke 04 holt gegen Inter Mailand den UEFA-Pokal. Bei der Titeljagd in der Bundesliga entwickelte sich ein Zweikampf zwischen Bayern München und Bayer Leverkusen - die Trapattoni-Elf war siegreich, Bayer hatte sich zumindest für die Champions League qualifiziert.

Abschlusstabelle Spielzeit 1996/1997
PlatzVereinPunkteTore
1Bayern München7168:34
2Bayer Leverkusen6969:41
3Borussia Dortmund6363:41
4VfB Stuttgart6178:40
5VfL Bochum5354:51
6Karlsruher SC4955:44
7TSV 1860 München4956:56
8Werder Bremen4853:52
9MSV Duisburg4544:49
101. FC Köln4462:62
11Borussia Mönchengladbach4346:48
12FC Schalke 044335:40
13Hamburger SV4146:60
14Arminia Bielefeld4046:54
15Hansa Rostock4035:46
16Fortuna Düsseldorf3326:57
17SC Freiburg2943:67
18FC St. Pauli2732:69

Absteiger: Fortuna Düsseldorf, SC Freiburg, FC St. Pauli
DFB-Pokalsieger: VfB Stuttgart
Torschützenkönig: Ulf Kirsten (Bayer Leverkusen), 22 Tore

Saison 1997/1998

Sensationen machen auch vor dem Fußball keinen Halt. Erstmalig wird ein Bundesliga-Aufsteiger Meister - dem 1. FC Kaiserslautern mit Otto Rehhagel auf der Bank gelingt dieses Husarenstück. Mit dem 1. FC Köln musste der erste Bundesliga-Champion den Gang in die 2. Liga antreten.

Abschlusstabelle Spielzeit 1997/1998
PlatzVereinPunkteTore
11. FC Kaiserslautern6863:39
2Bayern München6669:37
3Bayer Leverkusen5566:39
4VfB Stuttgart5255:49
5FC Schalke 045238:32
6Hansa Rostock5154:46
7Werder Bremen5043:47
8MSV Duisburg4443:44
9Hamburger SV4438:46
10Borussia Dortmund4357:55
11Hertha BSC4341:53
12VfL Bochum4141:49
13TSV 1860 München4143:54
14VfL Wolfsburg3938:54
15Borussia Mönchengladbach3854:59
16Karlsruher SC3848:60
171. FC Köln3649:64
18Arminia Bielefeld3243:56

Absteiger: Karlsruher SC, 1. FC Köln, Arminia Bielefeld
DFB-Pokalsieger: Bayern München
Torschützenkönig: Ulf Kirsten (Bayer Leverkusen), 22 Tore

Saison 1998/1999

Bayern München sicherte sich zum 15. Mal den Titel - in der Abschlusstabelle hatten die Süddeutschen 15 Punkte Vorsprung auf den Zweitplatzierten aus Leverkusen. Trauer in Mönchengladbach: Die Bökelberg-Elf konnte sich nicht in der Elite-Klasse halten.

Abschlusstabelle Spielzeit 1998/1999
PlatzVereinPunkteTore
1Bayern München7876:28
2Bayer Leverkusen6361:30
3Hertha BSC6259:32
4Borussia Dortmund5748:34
51. FC Kaiserslautern5751:47
6VfL Wolfsburg5554:49
7Hamburger SV5047:46
8MSV Duisburg4948:45
9TSV 1860 München4149:46
10FC Schalke 044141:54
11VfB Stuttgart3941:48
12SC Freiburg3936:44
13Werder Bremen3841:47
14Hansa Rostock3849:58
15Eintracht Frankfurt3744:54
161. FC Nürnberg3740:50
17VfL Bochum2940:65
18Borussia Mönchengladbach2141:79

Absteiger: 1. FC Nürnberg, VfL Bochum, Borussia Mönchengladbach
DFB-Pokalsieger: Werder Bremen
Torschützenkönig: Michael Preetz (Hertha BSC), 23 Tore

Saison 1999/2000

Einmal mehr Herzschlag-Finale in der Fußball-Bundesliga. Bayer Leverkusen hätte aus eigener Kraft am letzten Spieltag in Unterhaching alles klar machen und die Meisterschale erstmalig an diesen Teil des Rheins holen können, nur ein "Pünktchen" fehlte, doch der Daum-Elf flatterten die Nerven, man verlor mit 2:0. Den attraktivsten Fußball hatten sie in der Saison gespielt, am Ende siegte aber auch der sprichwörtliche "Bayern-Dusel". Die Münchener gewannen im eigenen Stadion gegen Werder Bremen mit 3:1 Toren und durften somit die 16. Deutsche Meisterschaft feiern. Eintracht Frankfurt wurden am Saisonende zwei Punkte abgezogen wegen Lizenzverstößen in der laufenden Spielzeit. Es reichte trotzdem: Mit 39 Zählern Verbleib in der Eliteklasse gesichert.

Abschlusstabelle Spielzeit 1999/2000
PlatzVereinPunkteTore
1Bayern München7373:28
2Bayer Leverkusen7374:36
3Hamburger SV5963:39
4TSV 1860 München5355:48
51. FC Kaiserslautern5054:59
6Hertha BSC Berlin5039:46
7VfL Wolfsburg4951:58
8VfB Stuttgart4844:47
9Werder Bremen4765:52
10SpVgg Unterhaching4440:42
11Borussia Dortmund4041:38
12SC Freiburg4045:50
13Eintracht Frankfurt3942:44
14FC Schalke 043942:44
15Hansa Rostock3844:60
16SSV Ulm 18463536:62
17Arminia Bielefeld3040:61
18MSV Duisburg2237:71

Absteiger: SSV Ulm 1846, Arminia Bielefeld, MSV Duisburg
DFB-Pokalsieger: Bayern München
Torschützenkönig: Martin Max (TSV 1860 München), 19 Tore

Saison 2000/2001

Spannender ging es "nimmer" und einige Fußballanhänger setzten sich nach dem Abpfiff des 34. Spieltages mit der theologischen Frage auseinander: Gibt es einen Fußballgott? Wenn ja, hat er Präferenzen? Wie auch immer, der FC Schalke 04 besiegte im letzten Spiel im Gelsenkirchener Parkstadion die SpVgg Unterhaching mit 5:3 Toren, die Meisterschale war greifbar nahe, doch die Münchener Bayern taumelten nur, sie fielen aber nicht! Die Hitzfeld-Truppe kassierte im Hamburger Volksparkstadion in der 90. Minute das 0:1, Nachspielzeit: Bayern-Libero Patrik Andersson verwandelte einen Freistoß zum 1:1, der FC Bayern München war zum 17. Mal Deutscher Meister. Wenige Tage später wurde dem nationalen Triumph die Krone aufgesetzt. Nach Borussia Dortmund gewann das Team von der Säbener Straße gegen Valencia als zweite deutsche Elf die Champions League (Elfmeter-Drama in Mailand, 1:1 n. V., 5:4 i. E.). Die Königsblauen um Trainer Huub Stevens und Manager Rudi Assauer hatten dann später auch noch Grund zum Jubeln: Sie holten in Berlin den DFB-Pokal (2:0 gegen Union Berlin; durch die Schalker Champions League-Teilnahme spielt der Zweitliga-Aufsteiger Union Berlin im UEFA-Cup). Zu den "Verlierern" der Saison zählen Christoph Daum und Hans-Hubert (Berti) Vogts. Ersterer verschwieg Drogenprobleme, Entlassung in Leverkusen, Job als DFB-Bundestrainer verloren, Abflug in die Türkei zu Besiktas Istanbul, Anklageerhebung wegen unerlaubten Kokainerwerbs nebst "Anstiftung zum Handeltreiben mit Kokain in nicht geringer Menge"; Letzterer wurde Daums Nachfolger bei Bayer, trotz pompösen Trainerstabs nur die Champions League-Qualifikation erreicht, zu wenig, um im Amt bleiben zu dürfen. Der Ex-Bundestrainer wurde 24 Stunden nach Saisonende entlassen, der "Fall Vogts" hatte nur 189 Arbeitstage.

Abschlusstabelle Spielzeit 2000/2001
PlatzVereinPunkteTore
1Bayern München6362:37
2FC Schalke 046265:35
3Borussia Dortmund5862:42
4Bayer Leverkusen5754:40
5Hertha BSC Berlin5658:52
6SC Freiburg5554:37
7Werder Bremen5353:48
81. FC Kaiserslautern5049:54
9VfL Wolfsburg4760:45
101. FC Köln4659:52
11TSV 1860 München4443:55
12Hansa Rostock4334:47
13Hamburger SV4158:58
14Energie Cottbus3938:52
15VfB Stuttgart3842:49
16SpVgg Unterhaching3535:59
17Eintracht Frankfurt3541:48
18VfL Bochum2730:67

Absteiger: SpVgg Unterhaching, Eintracht Frankfurt, VfL Bochum
DFB-Pokalsieger: FC Schalke 04
Torschützenkönig: Sergej Barbarez (Hamburger SV) und Ebbe Sand (FC Schalke 04), je 22 Tore

Saison 2001/2002

Die Meisterschaft wurde auch in der Saison 2001/2002 am letzten Speiltag entschieden. Im Rennen um den Titel waren Bayer Leverkusen, Borussia Dortmund und Bayern München. Doch Bayern München konnte sich trotz eines Sieges gegen den FC Hansa Rostock nicht mehr vom dritten Tabellenplatz verbessern. Bayer Leverkusen wurde trotz eines Erfolges gegen Hertha BSC Berlin zum vierten Male nur Vizemeister. Verspielt hatte die Mannschaft, die nach 31 Spieltagen noch mit fünf Zählern vorne lag und den attraktivsten Fußball zeigte, die deutsche Meisterschaft zuvor durch Niederlagen gegen Bremen und Nürnberg. Mit einem Sieg über Werder Bremen sicherte sich Borussia Dortmund am letzten Spieltag den sechsten Meistertitel der Vereinsgeschichte. Damit ist Matthias Sammer der jüngste Meistertrainer aller Zeiten.

Abschlusstabelle Spielzeit 2001/2002
1.Borussia Dortmund7062:33
2.Bayer Leverkusen6977:38
3.Bayern München6865:25
4.Hertha BSC Berlin6161:38
5.FC Schalke 046152:36
6.Werder Bremen5654:43
7.1. FC Kaiserslautern5662:53
8.VfB Stuttgart5047:43
9.TSV 1860 München5059:59
10.VfL Wolfsburg4657:49
11.Hamburger SV4051:57
12.Borussia Mönchengladbach3941:53
13.Energie Cottbus3536:60
14.Hansa Rostock3435:54
15.1. FC Nürnberg3434:57
16.SC Freiburg3037:64
17.1. FC Köln2926:61
18.FC St. Pauli2237:70

Absteiger: SC Freiburg, 1. FC Köln, FC St. Pauli
DFB-Pokalsieger: FC Schalke 04
Torschützenkönig: Marcio Amorosa (Borussia Dortmund) und Martin Max (TSV 1860 München), je 18 Tore

Saison 2002/2003

Bereits am 30. Spieltag konnten die Bayern den vorzeitigen Gewinn der 18. Meisterschaft bejubeln. So richtete sich in der 40. Bundesliga-Saison die Spannung bis zum finalen Abpfiff auf den Kampf um den Einzug in die Europapokal-Wettbewerbe sowie die Suche nach dem dritten Absteiger (neben Cottbus und Nürnberg). Am Ende kam es so, wie es die meisten Fußball-Experten vor der Saison erwartet hatten: Arminia Bielefeld musste nach nur einem Jahr im Oberhaus den Gang in die 2. Liga antreten. Bayer Leverkusen konnte sich dagegen in allerletzter Sekunde doch noch retten. Auch in der Spielzeit 2002/2003 hat der Profifußball erneut eine deutliche Steigerung der Besucherzahlen verbuchen können. Fast 10 Millionen Zuschauer bedeuten Rekord!

Abschlusstabelle Spielzeit 2002/2003
1.Bayern München7570:25
2.VfB Stuttgart5953:39
3.Borussia Dortmund5851:27
4.Hamburger SV5646:36
5.Hertha BSC Berlin5452:43
6.Werder Bremen5251:50
7.FC Schalke 044946:40
8.VfL Wolfsburg4639:42
9.VfL Bochum4555:56
10.TSV München 18604544:52
11.Hannover 964347:57
12.Borussia Mönchengladbach4243:45
13.Hansa Rostock4135:41
14.1. FC Kaiserslautern4040:42
15.Bayer Leverkusen4047:56
16.Arminia Bielefeld3635:46
17.1. FC Nürnberg3033:60
18.Energie Cottbus3034:64

Absteiger: Arminia Bielefeld, 1. FC Nürnberg, Energie Cottbus
DFB-Pokalsieger: FC Bayern München
Torschützenkönig: Thomas Christiansen (VfL Bochum) und Giovane Elber (FC Bayern München), je 21 Tore

Saison 2003/2004

Die Profis des SV Werder Bremen haben mit ihrem leidenschaftlichen Spiel eine ganze Fußball-Nation ins Schwärmen gebracht. Schon zwei Spieltage vor Saisonende war Bremen von Platz eins der Fußball-Bundesliga nicht mehr zu verdrängen. Ende Mai 2004 konnten die Hanseaten die erfolgreichste Saison ihrer Vereinsgeschichte zudem mit dem DFB-Pokalsieg (gegen den Zweitligisten Alemannia Aachen, 3:2) krönen. Die 41. Saison ist erneut mit einem Zuschauerrekord zu Ende gegangen. Nach Angaben der Deutschen Fußball-Liga (DFL) kamen zu den 306 Spielen in der Saison 2003/2004 über 11 Millionen Fans in die Stadien. Der zugkräftigste Verein war wiederum Borussia Dortmund. Zu den 17 Heimspielen des BVB kamen 1,354 Millionen Besucher in das Westfalenstadion.

Abschlusstabelle Spielzeit 2003/2004
1.Werder Bremen7479:38
2.Bayern München6870:39
3.Bayer Leverkusen6573:39
4.VfB Stuttgart6452:24
5.VfL Bochum5657:39
6.Borussia Dortmund5559:48
7.FC Schalke 045049:42
8.Hamburger SV4947:60
9.Hansa Rostock4455:54
10.VfL Wolfsburg4256:61
11.Borussia Mönchengladbach3940:49
12.Hertha BSC Berlin3942:59
13.SC Freiburg3842:67
14.Hannover 963749:63
15.1. FC Kaiserslautern3639:62
16.Eintracht Frankfurt3236:53
17.TSV München 18603232:55
18.1. FC Köln2332:57

Absteiger: Eintracht Frankfurt, TSV München 1860, 1. FC Köln
DFB-Pokalsieger: Werder Bremen
Torschützenkönig: Ailton (Werder Bremen), 28 Tore

Saison 2004/2005

Die Bundesliga-Saison war überschattet vom Fußball-Wettskandal (ausgelöst durch Schiedsrichter Robert Hoyzer). Dennoch ist die Saison erneut mit einem Zuschauerrekord zu Ende gegangen: Über 11,56 Millionen Fans besuchten die 306 Spiele in der Saison 2004/2005. Mit dem 2:1-Sieg über Schalke 04 konnte sich Bayern München zum zwölften Mal seit 1932 den DFB-Pokal sichern und zum fünften Mal in der Vereinsgeschichte das Double Meisterschaft und Pokal gewinnen. Der beste Aufsteiger der Saison ist der FSV Mainz 05. Mit Hansa Rostock musste der letzte der ehemaligen DDR-Oberligisten die Bundesliga verlassen.

Abschlusstabelle Spielzeit 2004/2005
1.Bayern München7775:33
2.FC Schalke 046356:46
3.Werder Bremen5968:37
4.Hertha BSC Berlin5859:31
5.VfB Stuttgart5854:40
6.Bayer Leverkusen5765:44
7.Borussia Dortmund5547:44
8.Hamburger SV5155:50
9.VfL Wolfsburg4849:51
10.Hannover 964534:36
11.FSV Mainz 054350:55
12.1. FC Kaiserslautern4243:52
13.Arminia Bielefeld4037:49
14.1. FC Nürnberg3855:63
15.Borussia Mönchengladbach3635:51
16.VfL Bochum3547:68
17.Hansa Rostock3031:65
18.SC Freiburg1830:75

Absteiger: VfL Bochum, Hansa Rostock, SC Freiburg
DFB-Pokalsieger: Bayern München
Torschützenkönig: Marek Mintal (1. FC Nürnberg), 24 Tore

Saison 2005/2006

Der "ewige Meister" Bayern München konnte am Ende der Saison 2005/2006 den 20. Titelgewinn feiern und mit dem "Doppel-Double" ein weiteres Kapitel Fußballgeschichte schreiben. Spannend bis zum letzten Abpfiff war diesmal vor allem der Abstiegskampf. Im "Abstiegsendspiel" kam der VfL Wolfsburg gegen den direkten Tabellennachbarn Kaiserslautern zu einem 2:2 (0:1) und behauptete am letzten Spieltag den 15. Tabellenplatz. Der 1. FC Kaiserslautern folgt damit als 16. dem MSV Duisburg und dem 1. FC Köln in die 2. Liga. Auch diese Saison ist wiederum mit einem Zuschauerrekord zu Ende gegangen: Erstmals in ihrer 43-jährigen Geschichte verzeichnete die Bundesliga mehr als 12 Millionen Zuschauer in einer Saison. Dabei kamen die meisten Fans einmal mehr zu den Heimspielen der Dortmunder Borussia (1,2 Millionen Zuschauer).

Abschlusstabelle Spielzeit 2005/2006
1.Bayern München7567:32
2.Werder Bremen7079:37
3.Hamburger SV6853:30
4.FC Schalke 046147:31
5.Bayer Leverkusen5264:49
6.Hertha BSC4852:48
7.Borussia Dortmund4645:42
8.1. FC Nürnberg4449:51
9.VfB Stuttgart4337:39
10.Borussia Mönchengladbach4242:50
11.FSV Mainz 053846:47
12.Hannover 963843:47
13.Arminia Bielefeld3732:47
14.Eintracht Frankfurt3642:51
15.VfL Wolfsburg3433:55
16.1. FC Kaiserslautern3347:71
17.1. FC Köln3049:71
18.MSV Duisburg2734:63

Absteiger: 1. FC Kaiserslautern, 1. FC Köln, MSV Duisburg
DFB-Pokalsieger: Bayern München
Torschützenkönig: Miroslav Klose (Werder Bremen), 25 Tore

Saison 2006/2007

Der VfB Stuttgart konnte am Ende der Saison 2006/2007 die fünfte deutsche Meisterschaft feiern. Schalke trug hingegen wieder Trauer; die "Königsblauen" wurden in der Bundesliga nun schon zum fünften Mal Vizemeister. Stuttgart sicherte sich den Titel vor allem durch eine hervorragende Rückrunde, in der die Mannschaft 38 von 51 möglichen Punkten sammelte. Der Herbstmeister Werder Bremen zeigte dagegen nach der Winterpause Schwächen und kam in der Tabelle der zweiten Saisonhälfte nur noch auf Rang vier (Endtabelle: 3. Platz). Der FSV Mainz, Alemannia Aachen sowie Borussia Mönchengladbach verabschiedeten sich Richtung Zweite Liga. Die Saison ging diesmal nicht mit einem Zuschauerrekord zu Ende: Die Bundesliga verzeichnete rund 11,9 Millionen Zuschauer.

Abschlusstabelle Spielzeit 2006/2007
1.VfB Stuttgart7061:37
2.FC Schalke 046853:32
3.Werder Bremen6676:40
4.Bayern München6055:40
5.Bayer Leverkusen5154:49
6.1. FC Nürnberg4843:32
7.Hamburger SV4543:37
8.VfL Bochum4549:50
9.Borussia Dortmund4441:43
10.Hertha BSC4450:55
11.Hannover 964441:50
12.Arminia Bielefeld4247:49
13.Energie Cottbus4138:49
14.Eintracht Frankfurt4046:58
15.VfL Wolfsburg3737:45
16.FSV Mainz 053434:57
17.Alemannia Aachen3446:70
18.Borussia Mönchengladbach2623:44

Absteiger: FSV Mainz 05, Alemannia Aachen, Borussia Mönchengladbach
DFB-Pokalsieger: 1. FC Nürnberg
Torschützenkönig: Theofanis Gekas (VfL Bochum), 20 Tore

Saison 2007/2008

Der deutsche Rekordmeister FC Bayern München dominierte die Saison 2007/2008. Die Mannschaft sicherte sich zum siebten Mal das Double aus Meisterschaft und Pokalsieg. Die größte Überraschung schaffte der VfL Wolfsburg, der am Ende auf Rang fünf landete. Der Vorjahresmeister VfB Stuttgart enttäuschte insbesondere in der Rückrunde und musste sich schließlich mit einem Platz im UI-Cup zufriedengeben. Bester Aufsteiger der Saison war der Karlsruher SC. Den Abstieg aus Liga eins nicht verhindern konnten der 1. FC Nürnberg, Hansa Rostock und der MSV Duisburg. In der Saison 2007/2008 pilgerten nach Angaben der Vereine insgesamt etwas mehr als 12 Millionen Besucher zu den Spielen im Oberhaus. Die Marke aus dem Vorjahr wurde damit überboten.

Abschlusstabelle Spielzeit 2007/2008
1.Bayern München7668:21
2.Werder Bremen6675:45
3.FC Schalke 046455:32
4.Hamburger SV5447:26
5.VfL Wolfsburg5458:46
6.VfB Stuttgart5257:57
7.Bayer Leverkusen5157:40
8.Hannover 964954:56
9.Eintracht Frankfurt4643:50
10.Hertha BSC4439:44
11.Karlsruher SC4338:53
12.VfL Bochum4148:54
13.Borussia Dortmund4050:62
14.Energie Cottbus3635:56
15.Arminia Bielefeld3435:60
16.1. FC Nürnberg3135:51
17.Hansa Rostock3030:52
18.MSV Duisburg2936:55

Absteiger: 1. FC Nürnberg, Hansa Rostock, MSV Duisburg
DFB-Pokalsieger: Bayern München
Torschützenkönig: Luca Toni (Bayern München), 24 Tore

Saison 2008/2009

So spannend war die Bundesliga schon lange nicht mehr! Am Ende konnte der VfL Wolfsburg zum ersten Mal in seiner Vereinsgeschichte die deutsche Fußball-Meisterschaft gewinnen. Bayern München landete nach dem 2:1 gegen den VfB auf Rang 2, Stuttgart auf dem Bronzerang konnte sich noch für die Champions League qualifizieren. In der neu geschaffenen Europa League - Nachfolger des UEFA-Cups - treten Hertha BSC und Hamburg an. Arminia Bielefeld stieg zum siebten Mal aus der Bundesliga ab. Auch Karlsruhe verabschiedete sich direkt ins Unterhaus. Die Bundesliga boomt: In der Saison 2008/2009 pilgerten nach Angaben der Vereine insgesamt mehr als 13 Millionen Besucher zu den Spielen der 18 Mannschaften. Die Marke aus dem Vorjahr wurde damit wiederum überboten.

Abschlusstabelle Spielzeit 2008/2009
1.VfL Wolfsburg6980:41
2.Bayern München6771:42
3.VfB Stuttgart6463:43
4.Hertha BSC6348:41
5.Hamburger SV6149:47
6.Borussia Dortmund5960:37
7.1899 Hoffenheim5563:49
8.FC Schalke 045047:35
9.Bayer Leverkusen4959:46
10.Werder Bremen4564:50
11.Hannover 964049:69
12.1. FC Köln3935:50
13.Eintracht Frankfurt3339:60
14.VfL Bochum3239:55
15.Mönchengladbach3139:62
16.Energie Cottbus3030:57
17.Karlsruher SC2930:54
18.Arminia Bielefeld2829:56

Absteiger: Arminia Bielefeld, Karlsruher SC, Relegation: Energie Cottbus
DFB-Pokalsieger: Werder Bremen
Torschützenkönig: Grafite (VfL Wolfsburg), 28 Tore

Saison 2009/2010

Schalke 04 feierte am Ende den vierten Vizemeister-Titel seit 2001, der FSV Mainz 05 das beste Saisonergebnis seiner Vereinsgeschichte. Bayern-Trainer Louis van Gaal durfte die Weißbiertaufe über sich ergehen lassen. Vor einem Jahr bejubelte der VfL Wolfsburg den Titelgewinn, diesmal nur noch den Torschützenkönig Edin Dzeko (22 Treffer). Die Bundesliga verwöhnte ihre Fans in der Saison 2009/2010 mit insgesamt 867 Toren. Erneut kamen die Anhänger in Scharen: Zum zweiten Mal in der Geschichte der höchsten deutschen Spielklasse pilgerten mehr als 13 Millionen Besucher durch die Stadiontore. Borussia Dortmund verzeichnete als Serien-Zuschauerkrösus die meisten Fans bei seinen 17 Heimspielen.

Abschlusstabelle Spielzeit 2009/2010
1.Bayern München7072:31
2.FC Schalke 046553:31
3.Werder Bremen6171:40
4.Bayer Leverkusen5965:38
5.Borussia Dortmund5754:42
6.VfB Stuttgart5551:41
7.Hamburger SV5256:41
8.VfL Wolfsburg5064:58
9.FSV Mainz 054736:42
10.Eintracht Frankfurt4647:54
11.1899 Hoffenheim4244:42
12.Mönchengladbach3943:60
13.1. FC Köln3833:42
14.SC Freiburg3535:59
15.Hannover 963343:67
16.1. FC Nürnberg3132:58
17.VfL Bochum2833:64
18.Hertha BSC2434:56

Absteiger: Hertha BSC, VfL Bochum, Relegation: 1. FC Nürnberg
DFB-Pokalsieger: Bayern München
Torschützenkönig: Edin Dzeko (VfL Wolfsburg), 22 Tore

Saison 2010/2011

Rekordbesuch in der Fußball-Bundesliga: Nie zuvor sahen so viele Zuschauer die Spiele live im Stadion wie in der Saison 2010/2011. Die 306 Begegnungen wurden von insgesamt 13,05 Millionen Fans besucht. Vor allem Borussia Dortmund hat eine großartige Saison gespielt und ist verdient deutscher Meister geworden. Für Bayern München gab es hingegen nichts zu feiern. Die Mannschaft schoss zwar 81 Tore, wurde aber nur Dritter. Trotzdem strahlen konnte Stürmerstar Mario Gomez, der mit großem Vorsprung die Torjägerkanone gewann (28 Tore).

Abschlusstabelle Spielzeit 2010/2011
1.Borussia Dortmund7567:22
2.Bayer Leverkusen6864:44
3.Bayern München6581:40
4.Hannover 966049:45
5.FSV Mainz 055852:39
6.1. FC Nürnberg4747:45
7.Kaiserslautern4648:51
8.Hamburger SV4546:52
9.SC Freiburg4441:50
10.1. FC Köln4447:62
11.1899 Hoffenheim4350:50
12.VfB Stuttgart4260:59
13.Werder Bremen4147:61
14.Schalke 044038:44
15.VfL Wolfsburg3843:48
16.Mönchengladbach3648:65
17.Eintracht Frankfurt3431:49
18.St. Pauli2935:68

Absteiger: St. Pauli, Eintracht Frankfurt, Relegation: Borussia Mönchengladbach
DFB-Pokalsieger: FC Schalke 04
Torschützenkönig: Mario Gomez (Bayern München), 28 Tore

Bibliografie:

  • Hardy Grüne: Enzyklopädie des deutschen Ligafußballs, Kassel 2006
  • Kicker Fußball-Jahrbuch 2011/2012, München 2011

Institution(en):

  • Deutscher Fußball-Bund
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    60528 Frankfurt/Main
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