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THEMEN

Geschichte Europas: Griechenland in der Antike

Anfänge

In der Antike wurden wesentliche Grundlagen für die gesellschaftliche, politische und geistige Entwicklung des europäischen Kontinents gelegt. Geografisch umfasste die griechische und römische Antike den gesamten Mittelmeerraum.

Griechenland ist seit der Altsteinzeit besiedelt, wobei es unklar ist, woher die Besiedlung erfolgte. Mit Beginn der Bronzezeit entwickelte sich im 3. und in der 1. Hälfte des 2. Jahrtausends v. Chr. die ägäische Kultur, deren Träger vermutlich eine einheitlich ägäische, nichtindoeuropäische Bevölkerung war, von der schon die antiken Griechen nichts mehr wussten. Diese Bevölkerung mischte sich mit den seit ca. 2000 v. Chr. von Norden nach Griechenland und in den Ägäisraum einwandernden indoeuropäischen, später als Achäer, Ionier bezeichneten Stämmen, die gemeinsam als Frühgriechen die Träger der von der minoischen Kultur beeinflussten mykenischen Kultur wurden.

Bild
Homer (Homeros); griechischer Ependichter

Gegen Ende des 2. Jahrtausends v. Chr. ging diese Kultur aus noch ungeklärten Gründen unter. Eine neue Gruppe von nordwestgriechischen Einwanderern verdrängte die griechischen Vorbewohner, die auf die Inseln und Küsten des westlichen Kleinasiens auswichen, überlagerte sie oder verschmolz mit ihnen. Die Dunklen Jahrhunderte (11.-8.Jh. v. Chr.) zeigten einen starken Bevölkerungsrückgang sowie ein Absinken der materiellen Kultur. Die folgende Periode der Archaischen Zeit (ca. 750-500 v. Chr.) ist geprägt von Bevölkerungswachstum, wirtschaftlichem Aufschwung mit starker wirtschaftlicher Diversifizierung der Bevölkerung, intensiven Kontakten zum östlichen und westlichen Mittelmeerraum und damit einhergehend der Entstehung der Polis, einer selbstverwalteteten politischen Einheit mit rotierenden Ämtern und frühen institutionellen Ansätzen zur politischen Beteiligung breiterer Kreise der Bevölkerung, wenn auch bei Dominanz des Adels. In den Schriften Homers finden sich Zeugnisse jener frühen Zeit.

Zwischen 750 u. 550 v. Chr. führten Überbevölkerung, Zwistigkeiten innerhalb des Adels und Handelsinteressen zur sog. Großen Kolonisation, in deren Verlauf zahlreiche griechische Siedlungen an den Küsten Siziliens, Unteritaliens, Südfrankreichs, Nordostspaniens und auf dem Seeweg von der Ägäis ins Schwarze Meer sowie im Schwarzen Meer selbst entstanden.

In den sich bildenden Stadtstaaten zwangen Konkurrenzkämpfe zwischen Adelsgruppierungen und Unruhen unter der Bevölkerung im 7. und 6. Jh. v. Chr. zur Wiederherstellung der Rechtssicherheit durch Aufzeichnung der geltenden Normen oder führten zur Tyrannis einzelner Adeliger, die eine meist kurzlebige monarchische Herrschaft ausübten und neben einer kraftvollen Politik Bautätigkeit, bildende Kunst und Dichtung förderten.

  1. Anfänge
  2. Die klassische Zeit: Rivalitäten der Stadtstaaten
  3. Die großen Philosophen
  4. Hellenismus und Niedergang der politischen Macht Griechenlands

Bibliografie:

  • Chronik Handbuch Europa. Gütersloh/München 1998
  • Die große Chronik Weltgeschichte. Bd. 4: Griechenland und die klassische Antike. Gütersloh/München 2008
  • Michael Erler, Platon. München 2006
  • Günter Figal, Sokrates. 3., überarbeitete und erweiterte Auflage. München 2006
  • Heinz Heinen, Geschichte des Hellenismus. 2. Auflage. München 2007
  • Otfried Höffe, Aristoteles. 3., überarbeitete Auflage München 2006
  • Detlef Lotze, Griechische Geschichte. 7. Auflage. München 2007
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