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THEMEN

Geschichte Europas: Italien in der Antike

Zeit der Etrusker

Im Gebiet des heutigen Italiens lebten im ersten Jahrtausend v. Chr. verschieden Stämme. Das Volk, das vom 9. bis ins 1. Jh. v. Chr. im italienischen Raum als Träger der am höchsten entwickelten Kultur im westlichen Mittelmeerraum auftrat, waren die Etrusker. Ihr Kerngebiet lag zwischen Arno und Tiber, zwischen Appennin und dem nach den Etruskern benannten Tyrrhenischen Meer. Die Ausbreitung der Etrusker und der etruskischen Kultur nach Norden in die Poebene bis an die Alpen und nach Süden bis nach Kampanien begann im 9. Jh. und verstärkte sich im 7./6. Jh. v. Chr. erheblich, endet aber dort am Ende des 5. Jh. v. Chr. mit dem Vordringen der Kelten bzw. der Samniten. Herkunft und Entstehung der Etrusker sind immer noch nicht endgültig geklärt, doch setzt sich heute die These der "Volkswerdung" durch; sie sieht in der etruskischen Zivilisation das Produkt der Verschmelzung verschiedener ethnisch-kultureller Gruppen, die im späteren Etrurien seit dem 10. Jh. v. Chr. - also zeitlich parallel zum Erscheinen zahlreicher anderer Stämme in Italien (Umbrer, Latiner, Samniten u. a.) - jene spezifische Form der Villanova-Kultur des 9. u. 8. Jh. v. Chr. entwickelten, die zugleich als erste Stufe der etruskische Phase gelten kann.

Rom wurde seit Ende des 7. Jh. v. Chr. von etruskischen Königen beherrscht, gleichzeitig wurden in Latium und Kampanien z. T. bereits bestehende Siedlungen als etruskische Städte neu gegründet oder organisiert (u. a. Praeneste, Capua, Pompeji). Um 540 v. Chr. gelang es den Etruskern im Bunde mit Karthago in der Seeschlacht bei Alalia (Aleria auf Korsika) griechische Kolonisten aus dem kleinasiatischen Phokaia aus Korsika zu vertreiben und die Seeherrschaft im Tyrrhenischen Meer zu sichern. Seit dem 5. Jh. v. Chr. sank jedoch die Macht der Etrusker und 510 v. Chr. wurden die etruskischen Könige aus Rom vertrieben.

  1. Zeit der Etrusker
  2. Republik Rom - In Italien entsteht eine Weltmacht
  3. Die römische Kaiserzeit
  4. Spätantike und Zerfall des Reiches

Bibliografie:

  • Klaus Bringmann, Römische Geschichte. Von den Anfängen bis zur Spätantike. 10. Auflage. München 2008
  • Die große Chronik Weltgeschichte. Bd. 5: Rom und der Hellenismus. Gütersloh/München 2008
  • Die große Chronik Weltgeschichte. Bd. 6: Blüte und Krise des Römischen Kaiserreichs. Gütersloh/München 2008
  • Roma. In: Der Neue Pauly. Enzyklopädie der Antike. Bd. 10. S. 1050-1108. Stuttgart 2001
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