Gifttiere
Lexikon: Gifttiere


Tiergifte können zwei Haupttypen von Giften zugeordnet werden: den Neurotoxinen, die hauptsächlich auf das Zentralnervensystem des Opfers wirken und schließlich Herz- und Atemstillstand herbeiführen, dabei aber nur wenige Gewebeschäden verursachen, sowie den Hämotoxinen, die das Gewebe eines Opfers irreversibel schädigen. Jedes Tiergift ist eine Mischung aus Komponenten beider Typen, wirkt jedoch überwiegend neurotoxisch oder hämotoxisch. Hämotoxine enthalten außer Säuren, die lediglich das Gewebe zerstören, noch andere Bestandteile, die eine verhältnismäßig subtile Wirkung haben: Hämolysine zerstören die roten Blutkörperchen; Cytolysine vernichten weiße Blutkörperchen und andere Abwehrzellen im Blut; Koagulationshemmer verzögern die Blutgerinnung, die hingegen von Thrombinen gefördert wird; Bakterizide verhindern das Eindringen von Bakterien in die Bisswunden; Verdauungsenzyme bereiten die Beute zum Fressen vor; schließlich sind noch Enzyme wie die Hyaluronidase beteiligt, die für eine schnelle Verteilung des Giftes im Körper eines Beutetieres sorgen, sowie darüber hinaus die Phospholipase, die Zellmembranen abbaut, und Proteasen, die das Gewebe des Opfers verflüssigen.
- Lexikon: Gifttiere
- Giftschlangen: die bekanntesten Gifttiere
- Giftzähne: Die Stellung entscheidet
- Spinnen: manchmal giftiger als Schlangen
- Skorpione
- Giftige Insekten
- Giftige Fische
- Giftige Quallen
- Giftige Schnecken
- Giftige Frösche
Bibliografie:
- H. Altmann: Giftpflanzen - Gifttiere. Merkmale, Giftwirkungen, Therapie. Extras: Zimmerpflanzen, grosser Fototeil Früchte, Ziersträucher für Garten und Schulhof, 2001
- Barbara Barkhausen: Gefährliches Australien: Giftiges und Bissiges auf dem fünften Kontinent, Berlin 2009
- Reto Kuster: Was kriecht und krabbelt in den Tropen?: Plagegeister und Gifttiere, Bielefeld 2006
- D. Mebs: Gifttiere. Ein Handbuch für Biologen, Toxikologen, Ärzte und Apotheker, 2000









0 Kommentare