Giuseppe Verdi: Aida
Lexikon: Aida
Personen
Aida, äthiopische Sklavin; Sopran Radames, Feldherr; Tenor Amneris, Königstochter; Mezzosopran König von Ägypten; Bass Ramphis, Hoherpriester; Bass Amonasro, Aidas Vater, König von Äthiopien; Bariton Ein Bote; Tenor Eine Priesterin; Sopran Prietsre, Priesterinnen, Minister, Hauptleute, äthiopische Gefangene, ägyptisches Volk, Sklaven
Handlung
Memphis und Theben zur Zeit der Pharaonen
Erster Akt
Das ägyptische Heer plant einen Feldzug gegen die Äthiopier. Während die Priester beraten, wer das Heer in die Schlacht führen soll, hofft der Feldherr Radames, dass er der Auserwählte sein möge. Er träumt davon, siegreich zurückzukehren und dann seine Geliebte, die Äthiopierin Aida, die in Ägypten als Sklavin gefangen gehalten wird, heiraten zu können (Celeste Aida / Holde Aida) . Doch auch Amneris, die Tochter des ägyptischen Königs, liebt Radames. Sie ahnt, dass der Feldherr und ihre Sklavin, von der niemand weiß, dass sie eine Königstochter ist, ein Paar sind, erhält aber von beiden auf ihre Fragen ausweichende Antworten.
Der König von Ägypten verkündet, dass die Äthiopier sein Land angegriffen haben und dass nun eine Streitmacht unter Radames' Führung in den Kampf ziehen werde. DasVolk stimmt einen großen Schlachtengesang an. Amneris fordert den Feldherrn auf, als Sieger zurückzukehren (Ritorna, vincitor / Als Sieger kehre heim!) . Aida durchlebt einen schweren Gewissenskonflikt, weil ihr Geliebter nun zu einem Feind ihres Volkes geworden ist. Da sie keinen Ausweg weiß, wünscht sie sich den Tod. Im Tempel des Gottes Phta erhält Radames das heilige Schwert.
Zweiter Akt
Als Triumphator kehrt Radames aus der Schlacht zurück. Alles ist für seinen Empfang vorbereitet. Amneris schaut, während sie sich schmücken lässt, dem Tanz der schwarzen Sklavenkinder zu. Als Aida hereinkommt, gelingt es Amneris ihrer Rivalin das Geheimnis ihrer Liebe zu entlocken, indem sie ihr fälschlicherweise sagt, Radames sei gefallen. Aidas Verzweiflung wird noch größer.
Der Triumphmarsch erklingt. Radames wird als "Retter des Vaterlandes" gefeiert, und der König von Ägypten will ihm seine Tochter zur Frau geben. Die siegreichen Ägypter bringen eine Reihe von Gefangenen mit, darunter auch Aidas Vater Amonasro, der seine Tochter beschwört, seine Identität nicht zu verraten. Er behauptet vielmehr, der König sei im Kampf getötet worden, und bittet um Gnade für die Gefangenen. Radames unterstützt die Bitte, aber der Oberpriester Ramfis willigt nur unter der Bedingung ein, dass Aida und Amonasro als Geiseln in Ägypten bleiben. Im den Triumphzug und den Akt abschließenden großen Chor bringen alle Beteiligten noch einmal ihre Gefühle zum Ausdruck.
Dritter Akt
Damit sie sich mit Gebeten auf die Vermählung mit Radames vorbereiten kann, wird Amneris in den Tempel der Isis am Nilufer gebracht. Ganz in der Nähe wartet Aida, die hier mit Radames ein heimliches Zusammentreffen vereinbart hat. Während sie ihrer Sehnsucht nach der Heimat Ausdruck gibt, die sie nie wieder zu sehen erwartet, erscheint überraschend ihr Vater. Er bringt Aida mit Drohungen und Versprechungen dahin, dass sie Radames die geplante Route des ägyptischen Heeres entlocken will. Radames erscheint. Aida zweifelt an seiner Liebe, da er doch Amneris heiraten werde. Doch Radames versichert ihr, dass er nur sie liebe und erklärt sich schließlich sogar schweren Herzens bereit, auf sein Kommando zu verzichten und mit Aida und ihrem Vater nach Äthiopien zu fliehen. Dabei verrät er den Weg, den das ägyptische Heer beim nächsten Feldzug nehmen soll. Amonasro, der alles mit angehört hat, tritt hervor und gibt sich als König der Äthiopier zu erkennen. Während Radames nun seine verlorene Ehre beklagt, erscheinen Amneris, Ramphis und die Wachen des Tempels. Aida und ihr Vater fliehen; Radames bleibt und stellt sich der Strafe für seinen Verrat.
Vierter Akt
Amneris ist in ihren Gefühlen hin und hergerissen. Sie liebt Radames immer noch, ist aber über seinen Verrat empört. Sie lässt sich den Angeklagten noch einmal vorführen und bietet ihm an, ihn zu retten, wenn er seiner Liebe zu Aida abschwöre. Doch Radames weigert sich. Als es zur Gerichtsverhandlung kommt, muss Amneris mitanhören, dass sich Radames in keinem der Anklagepunkte verteidigt und schließlich zum Tode verurteilt wird. Als Vaterlandsverräter soll er lebendig begraben werden. Amneris verflucht die grausamen Priester, die ihn verurteilt haben. Radames ist in der Grabkammer eingeschlossen und erwartet den Tod. Da erscheint Aida, die sich heimlich in das Gewölbe geschlichen hat, um mit dem Geliebten zu sterben. In einem innigen Zwiegesang nehmen die Liebenden Abschied von der Welt (O terra, addio / Lebwohl, oh Erde) , während Amneris auf dem Grab die Götter um Frieden anfleht.
- Lexikon: Aida
- Lexikon: Giuseppe Verdi
- Lexikon: Verona
Bibliografie:
- Markus Engelhardt (Hrsg.): Giuseppe Verdi und seine Zeit, Laaber 2002
- Rolf Fath: Reclams Kleiner Verdi-Opernführer, Stuttgart 2000
- Rolf Fath: Reclams Kleiner Verdi-Opernführer, Stuttgart 2000









0 Kommentare