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Hamburger Hafen: Vom Binnenhafen zur HafenCity

Getreu dem Motto "Weg vom Hafen, hin zur Elbe" hat Hamburg in den letzten Jahren die Liebe zum Wasser wiederentdeckt. Was mit dem Herausputzen des lange verschmähten nördlichen Elbufers begann, gipfelt momentan in dem größten innerstädtischen Bauprojekt Europas. Vergleichbar mit den „Docklands“ in London entsteht in der Elbmetropole auf 155 Hektar Industriebrache hinter der historischen Speicherstadt ein neuer Stadtteil. Wohnen, Leben und Arbeiten am Wasser, ein amphibisches Quartier im Herzen der Stadt alles hochwassersicher auf 7,50 Meter über Normalnull mit maritimem Flair, beispielloser Architektur und grandiosem Blick auf Schiffe, Kaianlagen und die Skyline von Hamburg.

Vom Fleet zum offenen Tidehafen

Der neue Stadtteil entsteht an einem besonders geschichtsträchtigen Ort, denn der Hafen ist seit über 800 Jahren Dreh- und Angelpunkt in der Entwicklungsgeschichte der Elbmetropole. Seine offizielle Geburtsstunde geht auf den Freibrief von Kaiser Friedrich Barbarossa zurück, der am 7. Mai 1189 den Hamburgern das Privileg der freien Schifffahrt auf der Unterelbe garantierte. Das Datum ist zwar historisch nicht korrekt und die später aufgesetzte Urkunde eine Fälschung. Dessen ungeachtet wuchs der Hafen am Mündungsarm der Alster in die Elbe, der jetzt Nikolaifleet heißt, mit den Jahren immer weiter und wandelte sich mit den veränderten Ansprüchen.

Seit dem 14. Jahrhundert entwickelte sich Hamburg trotz mancher Rückschläge wie Feuersbrünste, Piraterie und Pestepidemie als Mitglied der Hanse zum bedeutenden und wohlhabenden Warenumschlagplatz zwischen Ostsee und Flandern. Als der „Binnenhafen“ an der Alster, der auch in die Stadtbefestigung einbezogen war, zu eng wurde, entstand im 17. Jahrhundert der „Niederhafen“. Die Seeschiffe lagen fortan in der Elbe auf Reede („im Strom“). Flachgehende Schuten übernahmen ihre Güter und brachten sie mit steigender Flut zu den Speichern der Kaufleute.

Durch die fortschreitende Industrialisierung und dem wachsenden Handel mit überseeischen Produkten nahm der Güterumschlag im Hamburger Hafen seit dem 19. Jahrhundert stark zu. Deshalb musste der Hafen erweitert werden. Platz dafür hatte man genug: Das Marschland an den beiden Elbufern eignete sich hervorragend. Man entschied sich für den Ausbau als offener Tidehafen, daher waren die Hafenanlagen ohne störende und die Schiffsgröße begrenzende Schleusen leicht zu erreichen. Zwischen 1863 und 1866 entstand mit dem Sandtorhafen auf dem Großen Grasbrook am rechten Elbufer das erste moderne Hafenbecken. Seitdem konnten die neuen Dampfschiffe direkt an den Kaimauern festmachen und wurden mithilfe von Kränen be- und entladen. Im raschen Tempo wurden immer neue Hafenbecken ausgebaggert, neue Lagerhallen gebaut und das Hinterland durch den Bau von Eisenbahngleisen erschlossen. In den Werften wurden Schiffe im Akkord auf Kiel gelegt, um die wachsende Nachfrage nach Frachtraum zu bewältigen.

  1. Vom Fleet zum offenen Tidehafen
  2. Warenlager des Welthandels
  3. Tradition trifft Moderne
  4. Ein Viertel vom Reißbrett
  5. Architektonische Highlights
  6. Lebensraum HafenCity

Bibliografie:

  • Klaus Frahm: HafenCity Hamburg. Hamburg 2009
  • Gert Kähler: Von der Speicherstadt bis zur Elbphilharmonie. Hundert Jahre Stadtgeschichte Hamburg. Hamburg 2009
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