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THEMEN

Hinduistische Fest- und Feiertage

Feste im Lebenszyklus

Zahlreiche Zeremonien begleiten den gläubigen Hindu von der Geburt bis zum Tod. Empfängnis, Geburt und Namensgebung, das Durchbohren der Ohrläppchen, der erste Anblick der Sonne, wenn das Kind zum ersten Mal außer Hauses genommen wurde, die erste Verabreichung fester Speise sind auch heute noch Anlässe, an die sich traditionelle Bräuche knüpfen. Vielen Kindern werden während der ersten drei Lebensjahre nicht die Haare geschnitten. Selbst wenn dies nur ein Jahre lang nicht geschieht, so kann der erste Haarschnitt ein religiöses und familiäres Ereignis sein. Die Haare, mit denen ein Kind geboren wird, werden als unrein angesehen. Oft wird sogar eine Pilgerfahrt unternommen, um das Kind an einem heiligen Ort scheren zu lassen. Der Kopf wird dabei kahl geschoren, lediglich am Hinterkopf bleibt eine Locke stehen, die jene Stelle bezeichnet, an der die Boten des Todes die Seele aus dem Körper ziehen. Auch die Mädchen werden geschoren, allerdings meist nur einmal und in der Regel sehr früh.

Die Initiation ist neben der Heirat und den Totenriten das wichtigste Sakrament. Erst mit der Initiation wird ein Junge zu einem vollwertigen Mitglied der dem Dharma verpflichteten Gemeinschaft. Mit der Initiation trat früher der Lehrer an die Stelle des Vaters. Der Aufenthalt beim Lehrer sollte zwölf Jahre dauern. In dieser Zeit wurde dem jungen Mann die vedische Tradition vermittelt. Heutzutage beschränkt sich die Initiation meist nur auf die Erlernung eines einzigen vedischen Verses, einem an die Sonne gerichteten Vers, mit dem um Inspiration gebeten wird. Äußeres Zeichen der Initiation ist das Umlegen der heiligen Schnur.

Mit dem Abschluss der Ausbildungszeit durch ein rituelles Bad ist der junge Mann berechtigt, eine Familie zu gründen. Dabei geschieht die Auswahl des Partners und die Festlegung des Hochzeitstermins nicht ohne Hinzuziehung eines Astrologen, der die Horoskope von Frau und Mann vergleicht. Bestimmte Jahreszeiten und Monate werden für ungeeignet angesehen, während andere als besonders Glück verheißend für Hochzeiten gelten. Innerhalb dieses Rahmens wird der Astrologe den genauen Zeitpunkt der Eheschließung bestimmen. Die Hochzeit findet dann in einem kleinen Pavillon statt, in dem das heilige Feuer angezündet wird. Braut und Bräutigam feiern nicht zusammen, die Braut ist in der Obhut der Frauen und wird dem Bräutigam nur für die jeweiligen Riten zugeführt. Der Ritus, der die Ehe besiegelt, sind die sieben Schritte, die Frau und Mann gemeinsam vor oder um das heilige Feuer tun, jeder Schritt begleitet von der Bekräftigung des Wunsches nach Wohlstand und Wohlergehen.

Natürlich ist ein Todesfall kein "Fest", Dennoch wird auch bei den Totenriten deutlich, wie sehr der Hindu in den Gesellschaftsverband eingegliedert ist. Das Sterben in Indien wird öffentlich und unmittelbar in den Alltag einbezogen. Die Texte schreiben vor, dass der Sterbende auf der Erde und nicht auf einem Bett liegen soll. Durch das Vorlesen heiliger Texte versucht man, die Gedanken der sterbenden Person auf Gott zu richten, denn der Gedanke der letzten Augenblicke eines Lebens bestimmt das weitere Geschick. Die Leiche wird mit den Füßen nach vorn aus dem Haus getragen, damit der Geist nicht zurückkehren möge und möglichst umgehend zum Verbrennungsplatz getragen oder gefahren. Nur Männer begleiten den Leichenzug. Am Verbrennungsplatz wird die Leiche mit den Füßen ins Wasser gelegt (wenn er an einem Fluss liegt) und dadurch symbolisch gereinigt. Für den Hindu kann im Zusammenhang mit dem Tod jedes Gewässer den Ganges bedeuten. Der Ganges gilt als himmlischer Fluss, der auf die Erde herabkam, um den Verstorbenen den Weg in den Himmel zu eröffnen. Es ist die Pflicht des ältesten Sohnes, den Scheiterhaufen anzustecken. Über den verkohlten Resten wird ein Krug mit Wasser ausgegossen, der sodann zerbrochen wird. Wer es ermöglichen kann, wird die Asche seines Angehörigen in den Ganges versenken, um ihm die Wiedergeburt zu ersparen.

  1. Das feiernde Indien dient seinen Göttern
  2. Feste im Jahreskreis
  3. Tempelfeste
  4. Kumbhamelas
  5. Feste im Lebenszyklus
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Es ist sehr informativ