Industrielle Revolution
Soziale und politische Folgen der Industriellen Revolution
- Mit der Industrialisierung ging die Verstädterung einher: Die Menschen zogen vom Land dorthin, wo es Arbeit gab, also in die Städte der Industriezentren. Arbeiterviertel und Arbeitersiedlungen entstanden, in denen die Menschen dicht gedrängt in ärmlichsten Verhältnissen lebten.
- Die gnadenlose Ausbeutung und das Elend des Industrieproletariats insbesondere im wirtschaftsliberalen Großbritannien löste eine radikale ideologische Gegenbewegung aus: entwickelte seine klassenkämpferischen, antikapitalistischen Theorien in London (). In Deutschland wurde die Soziale Frage zu einem beherrschenden Thema der Kirchen und der Politik.
- Die Arbeiterschaft bildete eine neue, ständig wachsende Schicht, die sich politisch organisierte (Arbeiterbewegung) und in Parteien () und Gewerkschaften für die Verbesserung ihrer Lebens- und Arbeitssituation kämpfte. Wirksames Druckmittel, um Forderungen gegenüber den Unternehmern durchzusetzen, war der Streik.
- Allmählich verbessert sich die Lage der Arbeiter tatsächlich. So sank beispielsweise im Deutschen Reich die wöchentliche Arbeitszeit von 72 Stunden im Jahr 1872 auf 57 Stunden 1914 bei gleichzeitigem Lohnanstieg. Beispielgebend für andere Länder wurde die Sozialgesetzgebung des Reichskanzlers mit gesetzlicher Krankenversicherung (1883), Unfallversicherung (1884), Alters- und Invalidenversicherung (1889).
- Kurzinfo
- Ursprungsland Großbritannien
- Industrialisierung in Deutschland
- Soziale und politische Folgen der Industriellen Revolution









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