Italien (Italia)
Frühzeit und Römisches Reich (bis 476)
Um 1000 v. Chr. wanderten aus Mitteleuropa indogermanische Stämme ein, aus denen die "Italiker" hervorgingen (latinisch-faliskische und umbrisch-sabellische Gruppen). Im Osten setzten sich über die Adria eingewanderte illyrische Stämme fest.

Im 8. Jh. v. Chr. kamen im Süden die Griechen hinzu. Gleichzeitig entstand in der Toscana die etruskische Kultur, deren Träger wie die Griechen Städte bildeten. Die Herkunft der Etrusker ist bis heute nicht geklärt. Sie führten die italische Kultur auf einen ersten Höhepunkt und bildeten um 600 den Zwölfstädtebund.
Im 6. Jh. erlebten sie durch die Ausdehnung bis zu den Alpen im Norden und über Rom hinaus nach Süden den Zenit ihrer Macht. Die Niederlage gegen Syrakus 474 leitete den Niedergang ein, der durch den Aufstieg Roms - eine ursprünglich etruskische Gründung - und die Kelteneinfälle (ab ca. 400) beschleunigt wurde.
In mehreren Stufen etablierte sich in den folgenden Jahrhunderten Rom als Hegemonialmacht über Italien. Seine Herrschaft beruhte auf einem abgestuften Bundesgenossensystem in Verbindung mit Militärkolonien. Nach dem Bundesgenossenkrieg 91-89 wurde Italien erstmals eine rechtliche Einheit durch Ausdehnung des römischen Bürgerrechts auf alle "Italiker". Nach der Teilung des Reiches 395 n. Chr. gehörte Italien zu Westrom, dessen Geschichte der germanische Heerführer Odoaker 476 beendete.









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