Kamerun (Cameroun, Cameroon)
Frühe afrikanische Reiche (bis 1845)
Der Landesname "Kamerun" geht auf die Bezeichnung "Ríos das Camarãos" (Fluss der Garnelen) zurück, welche die Portugiesen, die 1472 erstmals dort landeten, dem Fluss Wuri gaben. Über die Geschichte des Gebietes vor Ankunft der Europäer ist nur wenig bekannt. Im heutigen Kamerun siedelten im 15. Jh. mehrere Volksstämme, die vermutlich von Norden und Osten in die Küstenregion einwanderten. Im Südwesten lebten die Bamileke, ein mit den Bantu verwandter Stamm, der früh staatsähnliche Strukturen entwickelte. Die Gesellschaft gliederte sich in Herrscherfamilie, Adel, freie Männer und Sklaven. Der König (Fong) herrschte mit absoluter Macht. Die Königinmutter (mafo) genoss religiöse Verehrung und besaß größere Autorität als der König. Hauptmerkmale der Religion der Bamileke waren Monotheismus und Ahnenkult.
Die Küstenregion dominierten die Douala, die die Europäer lange daran hinderten, ins Landesinnere vorzudringen, und den einträglichen Handel mit Elfenbein, Kautschuk und Sklaven kontrollierten. Dieses System funktionierte zur Zufriedenheit beider Seiten bis ins 19. Jh. und verschaffte den Douala-Fürsten erheblichen Reichtum.
- Frühe afrikanische Reiche (bis 1845)
- Europäische Kolonialherrschaft (1845-1960)
- Die Unabhängigkeit (seit 1960)









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