Kanada (Canada)
Entdeckung und Kolonisation (bis 1713)
Als der norwegische Seefahrer Leif Eriksson (*um 970, †um 1020) um 1000 die Ostküste Kanadas erreichte, stieß er auf die dortige Urbevölkerung der Indianer und Eskimos, die vor 25.000 Jahren über eine Landbrücke von Asien aus einwanderten. Die Entdeckung geriet jedoch in Vergessenheit, bis 1497 Giovanni Caboto (John Cabot; *um 1450, †1499) die Küste Neufundlands befuhr und den englischen Anspruch auf Nordamerika begründete. Zwischen 1534 und 1541 beanspruchte Jacques Cartier (*1491, †1557) das Gebiet des St.-Lorenz-Stromes für die französische Krone, ohne dass dieser Anspruch sofort eine Besiedlung nach sich zog. Erst Anfang des 17. Jhs. kamen erste Siedler bevorzugt an die Küste Neufundlands und die Hudson Bay, aber auch den St.-Lorenz-Strom aufwärts. 1608 gründete Samuel de Champlain (*um 1570, †1635) Quebec; 1611/42 entstand Montreal.
Die Erschließung der neuen Gebiete - in Konkurrenz zu den Engländern - legte der leitende französische Minister, Kardinal Richelieu (1624-1642), in die Hände von Monopolgesellschaften, bis 1663 der Compagnie de la France-Nouvelle, 1664-1674 der Compagnie des Indes Orientales, die vorwiegend Pelzhandel betrieben, jedoch nur wenige weiße Siedler mitbrachten. Seit 1674 verwaltete die französische Krone die Kolonie in eigener Regie und richtete eine Kette von Handelsposten, Missionsstationen und Forts vom St.-Lorenz-Strom bis zu den Großen Seen und im Mississippigebiet ein, wo ihr Einfluss bis Louisiana reichte.
- Entdeckung und Kolonisation (bis 1713)
- Übergang in britischen Besitz (1713-1867)
- Unabhängiger Bundesstaat (1867-1931)
- Der souveräne Staat (ab 1931)








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