Karl-May-Festspiele
Einleitung
Nachdem Ende der 60er-Jahre der große Erfolg der Karl-May-Filme in den Kinos abflaute, erleben die Fantasiegestalten Karl Mays seit einigen Jahrzehnten eine Wiedergeburt auf deutschen Freilichtbühnen. Die ungebrochene Popularität des sächsischen Autors zeigt sich deutlich im Entstehen vieler neuer Festspielorte und in den hohen Besucherzahlen der bereits bekannten. Vielleicht ist es die hautnahe Atmosphäre von Wild-West-Romantik und Abenteuer, die das Theater stärker als der Film vermitteln kann. Jedenfalls findet sich die Begeisterung dafür bei Jung und Alt gleichermaßen, wobei die Stücke, in denen Winnetou und Old Shatterhand auftreten, die Orientstücke in der Publikumsgunst eindeutig verdrängt haben. Kritik wird wohl gelegentlich in den Reihen der überzeugten Karl-May-Anhänger laut, denen die Inszenierungen vieler Bühnen zu stark vom Original abweichen. Das mag stimmen, doch darf nicht vergessen werden, wie schwierig die Ausarbeitung eines Romans für eine Freilichtbühne sein kann. Dabei muss naturgemäß auf manches Detail verzichtet werden. Auch gilt es, Rücksicht auf anwesende Kinder zu nehmen, und selbstverständlich darf der Humor nicht zu kurz kommen Zusätzliche Attraktionen bieten fast alle Freilichtbühnen, z. B. waghalsige Stunts, pyrotechnische Effekte, sogar Lasershows. Westernstädte, Indianerlager und in den meisten Fällen eine landschaftlich schöne Umgebung sorgen für Abwechslung, Unterhaltung und Erholung.

Der Schriftsteller Karl May in Trapperkluft
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Nachfolgend die z. Zt. bekanntesten Karl-May-Festspielorte Deutschlands und Österreichs.









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